Verschlechterung der Alzheimer Erkrankung durch emotionale Verwirrung?

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7 Antworten

Hallo und guten Abend, die emotionale Verwirrung kann schon mit seinem Zustand zu tun haben, aber nicht auf der Grundlage, dass ihr Vater im Taumel der Liebe ist. Sondern hier liegt die Trennung zur Verbindung seiner Persönlichkeit vor. Ihr Vater erlebt seine Persönlichkeit, aufgrund der Abhängigkeit nicht mehr, der Umwelt nicht mehr. Das passt sehr gut , zu seiner Aggressivität in den pflegerischen Handlungen. Der Bluthochdruck hat auch viel mit seinem Wohlbefinden zu tun. Ist ein Mensch ständig im Stress mit oder ohne Demenz, steigt der Blutdruck. Ich würde bei ihrem Vater eine Persönlichkeitsanalyse verbunden mit der Erstellung eines Betreuungsplans empfehlen. Weitere Informationen unter: www.demenzberatung-coaching.de, damit ihr Vater ein Wohlbefinden erlangt und seine Demenz zum Stillstand kommt.

Ich wünsche Ihnen und ihrer Familie viel Kraft sowie ein hohes Wohlbefinden für ihren Vater.

Demenzpm

emily2001 26.10.2012, 23:58

Es gibt auch Medikamente, die das Fortschreiten der Demenz, deren Symptome mindert. frag danach, was er für eine Medikation bekommt. Es kann natürlich sein, daß er nicht früh genug behandelt wurde.

Emmy

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DerBergdoktor 27.10.2012, 15:26

Die Demenz kommt sicher nicht zum Stillstand, da es sich um eine stets progredient verlaufende Erkrankung handelt. - Ist vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt.

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DemenzPm 27.10.2012, 21:50
@DerBergdoktor

Demenz kann über Jahre zum Stillstand kommen, wenn verschiedene Kategorien beachtet werden. Dies ist wissenschaftlich belegt.

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ich denke, dass die emotionale verwirrung auf den geisteszustand zurückgeht und nicht umgekehrt.

emotionen können zwar kognitive leistung verändern z.b. wenn jemand depressiv ist, zeigt er schlechtere leistung. aber die veränderungen, wie du sie beschreibst, sind untypisch.

vielleicht kommt dein vater mit der situation immer noch nicht richtig klar, auch wenn er schon ein halbes jahr dort lebt. die lernfähigkeit / anpassungsfähigkeit nimmt im alter ab, noch mehr bei alzheimer. ich schätze, dass sein verhalten einfach ausdruck dessen ist, dass er sich noch nicht richtig wohl fühlt im heim.

wenn er zu deiner mutter aggressiv ist bei besuchen, könnte man versuchen, besuche vorher zu verabreden und zwar so, dass dein vater zustimmen soll bzw ablehnen kann. das gibt ihm das gefühl, kontrolle zu haben und nicht der zu sein, der dankbar sein "muss", wenn ihn seine verwandten besuchen - im heim hat man eben weniger die möglichkeit, sich selbst zu bestimmen und ich glaube, dass das sehr schwierig zu ertragen ist.

diese emotionale verwirrung begünstigt sicher eine verschlechterung, da er in einer ständigen anspannung lebt. aus eigener erfahrung habe ich gelernt, daß nur gaaanz viel nachsicht, geduld und liebe dem erkrankten gut tun. nehmt seine verliebtheit ernst, denn er tut es auch. seine aggressionen lassen auf alzheimer schließen (es gibt ja verschiedene arten von demenz). falls die möglichkeit besteht, ihn noch einmal zu verlegen, wäre er in einer einrichtung speziell für demente sicher besser aufgehoben. nicht alle pflegeheime haben speziell geschultes personal für diese krankheitsform. ich wünsche dir alles, alles gute - der weg ist sehr schwer.

Auf jeden Fall kann dies zusammen hängen. Vielleicht sind es starke Wunschvorstellungen die er hat!! versucht wenn ihr zu ihm geht über positive vergangene Momente zu reden oder von seiner Jugend, Ehe, falls da etwas bekannt ist! Oft geben solche Themen aus dee Vergangenheit ein kleines bischen Halt bei dieser schweren Erkrankung!! Ich wünsche euch und ihm viel Kraft für diese schwere Zeit!

Nein, ich glaube, hier wird Ursache und Wirkung verwechseln. Die emotionale Verwirrung ist eher Folge der Verschlechterung des Geisteszustandes und nicht die Ursache. Die Aggressivität ist typisch (wenn auch nicht zwingend) für Alzheimer. Sie tritt immer dann auf, wenn der Pat. den Überblick verliert und alles um ihn, was er nicht versteht, als Bedrohung empfindet. Die Sache mit der Mitbewohnerin ist eine Art von Distanzlosigkeit, die auch mit der Erkrankung zu tun hat. Alles andere wird phantasiert. Diese Phantasie mag mit reellen Erlebnissen aus der eigenen Lebensgeschichte, die für ihn u.U. präsenter sein mögen als die aktuelle Realität, zusammen hängen.

Es kann sehr schmerzlich sein für die Angehörigen, wenn ein Mensch, den man lieb(te), sich so verändert!

Man soll sich immer auf die Situation einlassen und nicht versuchen es dem dementen Menschen auszureden.So haben wir es in einer Fortbildung gelernt.Auch in der Praxis erwies es sich als gut.Immer mit den Patienten mitgehen auf seine Reise,seine Frau soll sich auch nicht beleidigt fühlen wegen der eingebildeten Freundin.Er weiß es nicht mehr anders.Wünsche euch viel Kraft.L.G.

umgekehrt, die zerstörung in seinen gehirn bewirkt verändertes verhalten.

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