Verschwimmt die Grenze zwischen Islamhass und Islamkritik?

Das Ergebnis basiert auf 42 Abstimmungen

Nein, Muslime müssen einfach lernen mit harter Kritik umzugehen 62%
Ja, Hasstiraden und Beleidigung gegen Muslime nehmen weiter zu 38%

8 Antworten

Sie übersehen, dass die Meinungsäußerung die Regel, und die islamfeindliche Aktion die absolute Ausnahme ist.

Sie müssen sich auch vor Augen führen, was geschehen könnte, wenn man die Ventilations- und Kompensationsfunktionen, die verbale oder schriftliche Artikulation haben, so, wie das Demonstrationsrecht auch, unterdrücken oder unterbinden würde.

Irgendwo muss der Frust hin, irgendwie muss es eine Möglichkeit geben, sich Ärger und Aversion von der Seele reden oder schreiben zu können.

Fehlen diese Möglichkeit, wäre eher mit dem Schlimmeren, und dem Schlimmsten zu rechnen.

"absolute Ausnahme"... Trau dich Mal nur eine Kritik die über den Islam geäußert wird (und mit der Meinungsfreiheit gedeckt wird), über das Judentum zu äußern. Dann können wir über Meinungsfreiheit nochmal diskutieren mein Lieber.

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@ESommer

Warum zitierst du nicht dein Liber, aus dem du dein Wissen hast, um es mit mir zu teilen ?

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@ESommer

Welche Sorte Kritik wäre bei Islam und Judentum identisch? Außer ein paar Kommentaren zum Palästinakonflikt, wo keine Seite ganz unschuldig ist. Ansonsten: Vergleich Äpfel/Birnen.

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Ich denke nicht, dass strafrechtlich relevante Gewalttaten die Ausnahme mehr sind. Noch viel weniger wie versteckte Diskriminierung und verbale Attacken.

Aber willst du jetzt damit aussagen, dass man lieber die Hasskommentare usw. zulassen soll weil es sonst noch schlimmer wird? Besser erst mal sich niedermachen lassen als sofort auf die Fresse bekommen?

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@FrankD977

In etwa. Menschen haben eine solche praktische Logik: Die Frustratioin, die Aggression, die Aversion, sie muss irgendwo hin, und wenn es eine Möglichkeit gibt, sie publik zu machen, ohne dass etwas oder jemand dafür kaputt geschlagen wird, dann sollte es hierfür eher eine Möglichkeit mehr haben, als zuwenig.

Unter anderem könnten sich dann auch Psychologen, und Forensiker und Soziologen einer liberalen Gesellschaft einmal mehr rechtzeitig hierauf einstellen.

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@OliverKrieger

also wenn du jetzt von der JVA sprichst oder einem Nazi-Dorf im tiefen Osten, dann wäre das ein probates Mittel. Aber in einer zivilisierten Gesellschaft kommt das eine Kapitulation gleich wie damals mit den SA-Schlägertrupps würde ich sagen.

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@FrankD977

Die praktische Vernunft wirkt in zwei Richtungen. Sie wirkt verstärkend, also zur späteren Tat hin, und gilt nach dieser als ein Warnsignal, das man hätte ernst nehmen müssen, und sie wirkt auch mildernd, also kompensierend, und von der Tat weg.

Ähnliche Dynamiken der Abstraktion, wie der Eskalation hat es auch anderen Ortes, aber ohne die allgemeine Freiheit des Diskurses gibt es erst gar keine Möglichkeit, zwischen beiden zu unterscheiden.

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@OliverKrieger

Also ich hab versucht durchzusteigen, aber da müsste ich studieren schätze ich. Finde aber es hört sich gut an.

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Nein, Muslime müssen einfach lernen mit harter Kritik umzugehen
Unaufhörliches Thematisieren und Stigmatisieren von immergleichen Themen

Das ist auch nötig, um diese Themen im Gedächtnis zu halten und sie nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Das verschweigen und ignorieren von Missständen hat noch nie zu deren Verbesserung oder Beseitigung beigetragen.

Islamwissenschaftler und Randgruppen zitieren, um den Muslimen von oben herab ihre Religion zu erklären und Vorurteile und falsche Thesen mit seriösem Anstrich darzustellen

Was ist z.b. falsch daran, wenn ich sage, dass im Koran an über 100 Stellen zu Gewalt gegen Ungläubige aufgerufen wird? Das ist kein Vorurteil oder eine falsche These, sondern einfach eine Tatsache.

Muslime neigen dazu, jeder noch so kleinen Kritik an ihrer Religion mit sofortiger, starker Ablehnung zu begegnen, auch wenn die Kritik noch so berechtigt ist. Dieses Verlagern einer Diskussion von der Sach- auf die Gefühlsebene, ist in letzter Zeit leider auch bei uns immer häufiger zu beobachten, egal, ob es sich dabei um Themen wie Flüchtlinge, Gendern oder Klima handelt. Für eine zielorientierte Auseinandersetzung ist diese emotionale/moralische Ebene leider absolutes Gift.

Ja, Hasstiraden und Beleidigung gegen Muslime nehmen weiter zu
Ich stelle diese Frage, weil für mich gefühlt die Grenze von Meinungsfreiheit immer weiter in Beleidigungsfreiheit und Hasstiraden verschwimmt.

Hass ist im Grunde eine Natürliche Gefühlslage, Ich versteh nicht so wirklich ganz, warum der Destruktivität, so viel Negationäre Gegenhaltung eingesetzt werden muss. Das man Etwas einfach nicht ausstehen kann, und schmutzig findet, darf man als Meinung aussagen, das ist weder ,,direkt" Diskriminierung oder Verhetzung.

Und das ist im Islam ja nicht anders, auch von dieser Seite strömen Flutwellen der ,,Bösen Heiden", der ,,Schrecklichen Mushrikun", der ,,Dreckigen Kafir" und der Kuffar. Das steht dort sogar im Koran, Ihrem Glaubensbuch, zeugt also auch von Hass und Beleidigung. Da ist es nur natürlich, dass dieses Feuer mit Neuem Feuer systematisch bekämpft werden muss. Was nicht direkt heißt, dass jeder Muslim in dieses Muster fällt, die Personen als solche könnten ja deindoktriniert werden, der Religion als Seuche hingegen sollte zumindest auf Realistische Anzahl gedämmt werden.

Das eigentliche Problem daran: die Mehrheitsgesellschaft scheint dies immer mehr und mehr einfach nur hinzunehmen.

Ist das so?

Für gewöhnlich wird man bei Kritik am Islam oft stark gegenkritisiert, seie es von Muslimen selbst, die Ihre Religion natürlich verteidigen wollen, was sie auch dürfen, oder gar von Nichtmuslimen, die irgendein Gleichgewicht anbringen wollen, oder in Meinung einfach ebensosehr durch Abrahamitischen Konsens indoktriniert wurden, und soher festgefahren sturr sind.

Und selbst wenn; Was hat die Islamische Expansion nochmal geschafft, weil die Mehrheitsgesellschaft es in Ketten, und mit Klinge an der Kehle zulies, bzw erzwungen und ungewollt zulassen musste? Genau, die Islamisierung Nordafrikas, des Orients und Weiter Teile des Mittleren Fernasiens.

Unaufhörliches Thematisieren und Stigmatisieren von immergleichen Themen(Kopftuch, radikal, gemäßigt, guter Moslem böser Moslem)

In dem Punkt gebe Ich Dir zumal Recht, diese Ankreidepunkte sind unnötig, es ist egal aus welcher Strömung Muslime kommen, ob sie was Radikaler in Mancher Hinsicht sind, kann auch in Ordnung sein, eben Je nach Ausmaß und Kontext, und Kopftücher darf jeder tragen, das ist vollkommend legitim.

Islamwissenschaftler und Randgruppen zitieren, um den Muslimen von oben herab ihre Religion zu erklären und Vorurteile und falsche Thesen mit seriösem Anstrich darzustellen

Hierbei jedoch ist es berechtigt, denn das machen die Muslime ja auch umgekehrt, nur in Anderer Form. Sie stellen Ihre Religion als Höchste Instanz der Perfektion dar, der man nicht widersprechen dürfte, das sieht man sonderlich an ImanTV einem Youtubekanal, der Diskussionen zwar zulässt, diese jedoch sehr stark beeinflußen und lenken möchte, ganz nach dem Ruderlaufprinzip. Und das sieht man auch Hier auf dieser Forumsseite, immer wieder heißt es bei den Atheisten sonderlich und aber auch den Nichtmuslimen ,,Ihr werdet schon sehen, doch dann wirds zuspät sein." oder ,,Das dies und Jenes Götzendienst wäre, der für jeden verboten ist." obwohl es bei Manchen doch genauso ,,einfach der Glaube und die Kultur" ist.

Wenn Muslime sich mit Ihrer Religion in Arrogantem Maße also solch sehr über andere stellen wollen, ist es eben nur ausgeglichen wenn Andere dann auch von Oben Herab, eben aus Nichtislamischer Sicht sprechen, und Kritik anrichten, damit solche Aussagen der Muslime, die teils kumär sehr pauschalisierend, undifferenziert und egoistisch sind, eben nicht einfach so stehen gelassen werden, sondern auch aktiv zurückgehalten werden.

Fazit vom Ganzen:

Und nur weil Hass, Wut und Jähzorn zwischen den Fronten herrscht, sowohl Unparteiische als auch Fraktionäre immer wieder in den Diskussionsring steigen, um Ihre Flagge zu verteidigen, oder Andere anzugreifen, heißt das ja nicht das niemand mehr Bestimmte Meinungen oder Ansichten haben darf, das wird ja sogar von der Religionsfreiheit zugelassen, der Deutsche Staat ist schon solch nett, diesen Monotheisten solch viel Recht dazulassen. Doch die Überheblichkeit sich dann mal für Gegenwinde und Andersansetzende Lüftchen zu beschweren, halte Ich dann doch stark für unverschämt und fraglich. Es wäre vielleicht bei Kritik geblieben, wenn der Islam mal wirklich universaler werden würde, in dem er Strukturellen Polytheismus zulässt, denn Monotheismus dient nur Einzelnen Kulten, aber nur in Unwahrscheinlichstem Auge, einer Gesamtheit.

Wenn Du Deinen Maßstab für Islamkritik mal an das Thema Kirchenkritik anlegst, wirst Du feststellen, daß Dein Begriff von "Islamhaß" auch als, nicht mal besonders scharfe, Form von Kritik angesehen werden kann.

Nein, Muslime müssen einfach lernen mit harter Kritik umzugehen

Es wird oftmals differenziert, dafür gibt es genügend Beispiele aus den Medien. Aber Muslime fühlen sich sofort angegriffen, wenn man die "einzig wahre Religion" kritisiert. Zudem muss man einfach festhalten, dass die meisten religiös begründeten Probleme auf der Welt nun mal islamisch sind.

Mal schnell pauschalisiert, ok. Aber was sagst du zu der ständigen Wiederholung der gleichen Themen oder den Islamwissenschaftlern?

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@FrankD977

Was genau meinst du? Natürlich gibt es immer wieder Diskussionen über das Kopftuch. Klar, in Deutschland haben etwa Richter bzw. Richterinnen neutral aufzutreten. Wenn eine Muslima mit Kopftuch/Hijab Richterin werden möchte, dann ist dies halt schwierig.

Alleine in meinem Land NRW werden 114 Moscheen vom Verfassungsschutz beobachtet und seit 2015 wurden zwölf jihadistische Anschläge in der BRD verhindert. Das waren jetzt zwei Beispiele. Juden und Christen hingegen fallen kaum auf.

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@BelfastChild

Ich meine nicht, dass man neu verhandeln muss bei gewissen Jobs mit Kopftuch. Die Maske ist gefallen mit Glaubensfreiheit und Toleranz. Das kauft Europa keine Muslima mehr ab.
Es geht aber nicht darum, sondern um die Sinnlos-Diskussionen die immer wieder aufgenommen werden. Immer wieder von allen Seiten durchdiskutierte Themen aufwärmen und anheizen. Egal durch wen.

Dass der VS seine Arbeit macht ist klar. Das gibt es in jedem Land. Das kennen alle Muslime die hier her "flüchten" aus ihren Heimatländern mit Restislam.

Bei den Juden würde sich vermutlich niemand eine Stigmatisierung erlauben oder Orthodoxe Juden öffentlich in Frage zu stellen. Aber noch viel weniger den Juden zu erklären, wie sie ihre Religion zu verstehn haben. Auch kein Wissenschaftler. Da hast du es schon selbst beantwortet. Hat nix mit Auffallen zu tun, sondern eher mit Respektlosigkeit und verschiedenem Maß messen.

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@FrankD977

Wir haben in Europa viel Religionsfreiheit. So wurden und werden viele Moscheen gebaut, muslimische Vereine gegründet usw. Wenn es den Muslimen hier nicht gefällt, dann sollen sie halt wieder gehen. Und Juden werden durchaus kritisiert, zumindest was das Schächten oder die Zirkumzision angeht. Aber man gilt halt schnell als Rassist, wenn man so etwas kritisiert.

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@BelfastChild
Juden und Christen hingegen fallen kaum auf.

und es wurde etliche islamophobische Anschläge verübt. Z.B. Hanau. Oder zählt das nicht, weil es in Hessen liegt? 156 islamfeindliche Straftaten in 2018 allein in NRW.

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@musso

Doch, islamfeindliche Straftaten müssen wir bekämpfen. Aber diese sind nicht jüdisch oder christlich motiviert, sondern islamfeindlich bzw. rechtsextrem. Zwischen 2010 und 2021 gab es übrigens 7.843 fremdenfeindliche Gewalttaten und 438 antisemitische von Rechts. Das sind 54,5 fremdenfeindliche Gewalttaten pro Monat und 3 antisemitische Gewalttaten pro Monat. Meine Angaben basieren auf den Verfassungsschutzberichten.

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@FrankD977

Wenn sich an den gleichen Themen nun mal nie was ändert bzw. geändert wird von denen die sollten und müßten, warum soll man das nicht ständig wiederholen. Steter Tropfen höhlt den Stein ...

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@BelfastChild
Und Juden werden durchaus kritisiert, zumindest was das Schächten oder die Zirkumzision angeht. Aber man gilt halt schnell als Rassist, wenn man so etwas kritisiert.

Aber wenn man den Islam kritisiert, dann nicht, oder? Das ist "gesellschaftsfähig".

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@musso

Nein, wir sahen es doch bei Sarrazin. Er hat sehr viel Gegenwind bekommen, obwohl er nicht ethnisch argumentiert hat. Er macht den islamischen Hintergrund für die mangelnde Integration verantwortlich.

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@BelfastChild

eben. So ein Buch sollte mal jemand über Juden wagen...

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@BelfastChild
Aber diese sind nicht jüdisch oder christlich motiviert, sondern islamfeindlich bzw. rechtsextrem.

Viele der Täter enstammen der christlichen Mehrheitsgesellschaft. Viele der Täter bezeichnen sich als Christen, welche die "Festung Europa" mit den christlich-jüdischen Werten des Abendlands (falls es so etwas überhaupt gibt) verteidigen wollen.
Wie wäre es, wenn man jetzt ständig die Religion solcher Täter betont oder mindestens dass ihre Motivation wegen dem christlichen Abendland kommt.
Wie wäre es, wenn man diese Straftäter jetzt in Verbindung mit der christlichen Mehrheitsgesellschaft bringen würde? Ich fände das ziemlich unfair und für mich wäre das Hetze. Bei den Muslime gelten aber offensichtlich andere Maßstäbe

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@FrankD977

Diese Taten sind aber nicht christlich oder jüdisch motiviert. Michael Stürzenberger etwa hält Veranstaltungen für Pax Europa, ist jedoch Agnostiker. Und bei einem Breivik sollte man anerkennen, dass er psychisch krank ist.

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@BelfastChild
 Und bei einem Breivik sollte man anerkennen, dass er psychisch krank ist.

Auch psychisch Gesunde sind oft rechtsradikal und begehen Gewalttaten.

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@musso

Aber nicht immer im Namen des Abendlandes, darum ging es hier.

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@musso

Was hatte der fürchterliche Anschlag in Hanau und 156 islamischfeindliche Straftaten in NRW jetzt mit Juden und Christen gemeinsam? Wer nicht Muslim ist, ist automatisch Jude oder Christ?

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