Verschiedene Betondruckfestigkeiten bei Verschiedenen Probelörpern?

3 Antworten

Geregelt wird das Ganze in der DIN EN 206-1. Die Prüfung der Druckfestigkeit erfolgt in Anlehnung an die DIN EN 12390-3. Die Probekörper sind Würfel mit einer Kantenlänge von 150 mm. Zylinder haben Durchmesser 150 mm, Höhe 300 mm. Die in der DIN gefundenen Umrechnungsfaktoren sind o. k. Jedoch sollte zur Ermittlung der genauen Festigkeit jeweilssowohl Würfel als auch Zylinder geprüft werden. GNagel

diese umrechnungsformeln können grob auch für leichtbeton und hochfesten beton angewandt werden. ultrahochfester beton ist sowieso jenseits von gut und böse...... da kann man das nicht mehr einfach so machen, weil die ergebnisse extrem streuen.
generell sind diese umrechnungsformeln systembedingt, also von der form abhängig, demnach bei gleich bleibenden formen auch gültig

im übrigen liefert die prüfung eines zylinders bessere werte...

Ist es denn in der Norm irgendwo geregelt für welche Festigkeitsklassen diese Faktoren genau genommen werden dürfen ? Es ist leider schwirig bzw fast. unmöglich an die Norm zu kommen , aber es muss doch dort geregelt sein für welche Festigkeitsbereiche diese Faktoren genommen werden dürfen ? Gibt es auch andere Probekörperformen die Verwendet werden ?

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@h4cko

geprüft werden nur würfel und zylinder, aber in verschiedenen grüßen. ob die anwendbarkeit der formel in einer norm steht, kann ich nicht sagen, musst du nachgucken, kenn die ja nicht auswendig^^
ich würd in der DIN 1045 anfangen oder in der EN 206
für allgemeine infos:
http://www.cemex.de/info.jsp?a=1003

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@Boelller

ist nur sehr schwirig an die Normen zu kommen , ich schau mal ob die Stadtbiblithoek villt. auszüge aus den Normen hat oder soetwas :- /

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inwieweit liefern denn zylinder bessere Werte? oO

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@Jackie251

wo steht denn , dass Zylinder eine höhere Festigkeit aufweisen ? Es wird aber an beiden geprüft und irgendwie muss man diese dann halt vergleichen können.

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@h4cko

und du meinst das ist eine Antwort auf die wörtliche Aussage von Boeller das Zylinder bessere Werte brächten?

Im übrigen wären höhere Messverfahren bedingte Festigkeiten eben gerade keine besseren Werte.

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@Jackie251

ein zylinder ist aus statischer sicht ein besserer prüfkörper, da er keine ecken hat, in denen weniger kraft übertragen werden kann (als in der mitte), also ist das kraft/fläche-verhältnis (=spannung) besser. der beton ist natürlich gleich gut, die form ist nur statisch gesehen vorteilhafter :)
außerdem kommt die zylinderform der realen statischen belastung im bauteil wesentlich näher

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@Boelller

Hm, die Ansicht teile ich nicht, bei kleinen Querschnittsflächen setzt man in der Praxis nunmal rechtwinklige Formen ein. Bei großen Querschnittsflächen kommen weder das Prüfmodell Zylinder noch Würfel auch nur in die nähe der tatsächlichen Spannungsverteilungen.

Zumal bei der späteren Verwendung meist dann eh auf Stahlbeton gesetzt wird in dessen inneren sich - gerade bei hochgradiger Bewehrung - nochmals völlig andere Spannungstrajektorien ergeben als bei einem Probekörper unter einer Presse. Beide Probekörperformen geben uns jeweils nur einen Wert X der dann nach Modifizierung mit festgelegten Faktoren in den Bauteilen rechnerisch nicht überschritten werden darf. Eine Verbesserung von Messergebnissen kann ich dabei nicht erkennen, wobei bei dem Thema eher mit Einzelmeinungen denn mit wissenschaftlicher Grundlage gearbeitet wird ;-)

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Dazu befrage eine Materialprüfanstalt. Zum Bsp. das frühere "Institut f. Steine und Erden" (heutiger Name unbekannt, kann man aber ermitteln) in Clausthal-Zellerfeld (Technische Universität). Oder Bundesverband Materialprüfung, Beton u.ä. Institutionen.

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