Verschärfter Verweis zulässig?

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5 Antworten

Hallo Disengaged,

Du solltest wissen, was veilleicht VORHER alles vorgefallen ist (hat der Schüler immer wieder Entschuldigungen zu SPÄT geschickt?)

hier:

insbesondere der Verweis in Bayern:

Obwohl der schriftliche Verweis bzw. verschärfte Verweis in Bayern als Ordnungsmassnahme gelten, sind rechtliche Auseinandersetzungen hierüber eher selten.

Gleichwohl sollte man auch die Verweise keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen: Denn der Ausschluss in einem Fach bzw der Unterrichtsausschluss bauen in Bayern u.a. auch auf wiederholtem Fehlverhalten auf. Es kann also durchaus sein, daß die Schule etwas zusammensammelt, um dann bei einer Lappalie mit voller Wucht und ohne Vorwarnung zuzuschlagen.

Auch gegen rechtswidrige Verweise sollte man sich folglich wehren. Für weitergehende Fragen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

d. Insbesondere Unterrichtsausschluss in Bayern:

Richtig heikel beginnt es zu werden, wenn die Schule einen Unterrichtsausschluss verhängt, d.h. der Schüler mehrere Tage (bis zu mehreren Wochen) nicht in die Schule darf.

Gegen den Unterrichtsausschluss sollte man sich immer wehren, denn besteht die Gefahr, daß der Schüler bereits auf der Abschußliste der Schule steht. Es ist dann oftmals nur noch eine Frage der Zeit, bis die Entlassung von der Schule (Schulausschluss) nachfolgt.

Zu beachten ist hierbei, daß der Widerspruch gegen den Unterrichtsausschluss nicht dazu führt, daß dieser zunächst nicht eintritt (Art. 86 Abs 14 BayEUG). Will man den Unterrichtsausschluss folglich verhindern, wird man immer ein Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten einleiten müssen. Bitte kontaktieren Sie mich für weitergehende Fragen hierzu direkt.

Aber auch aus anderen Gründen sollte man - soweit der Unterrichtsausschluss nicht bereits beendet ist - die Einleitung eines Eilverfahrens in Erwägung ziehen:

Aber auch aus anderen Gründen sollte man - soweit der Unterrichtsausschluss nicht bereits beendet ist - die Einleitung eines Eilverfahrens in Erwägung ziehen:

Tut man dies nicht, so wird die Schulaufsicht einen Widerspruch wegen "Erledigung" meist als unzulässig zurückweisen und auch eine Klage vor den Verwaltungsgerichten ist nicht mehr uneingeschränkt möglich.
Es verbleibt dann meist ein Beschwerdeverfahren gegen die Schule bei der Schulaufsicht, daß aber nach der Zielrichtung eher gegen die Schule als auf die Rehabilitierung des Schülers gerichtet ist. Dies beinhaltet zwar auch einen Nutzen, aber einen geringeren, als wenn man den Unterrichtsausschluss gleich durch das Verwaltungsgericht wegbekommt.

Wehren sollte man sich folglich immer, im besten Falle ergänzend aber durch ein Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie mich bitte direkt. Anwaltskanzlei Andreas Zoller, übrigens, Du kannst den ganzen Artikel lesen, ich habe die Frage gestellt:

wann ist ein Verweis durch die Schulleitung zulässig...

Gruß, Emmy

Enstchuldigung:

meine Frage war: "wann ist ein verschärfter Verweis durch die Schulleitung zulässig"

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Verspätet abgegebene Attest müssen von der Schule nicht akzeptiert werden (sonst wäre ja die Abgabe-Regelung obsolet), daher geht der Fehltag völlig in Ordnung. Er muss auch nicht in der Mitteilung über die Ordnungsmaßnahme genau bezeichnet werden. Nur der Grund der Ordnungsmaßnahme muss angegeben werden, und der Grund ist "ein unenschuldigter Fehltag". Soweit alles i.O.

Zur fehlenden Unterschrift: Gem. §86 Abs. 2 Satz 2 BayEUG muss der verschärfte Verweis vom Schulleiter (oder der Vertetung) erteilt werden. Wenn man jetzt die Schule ärgern möchte, könnte man dies aufgrund der fehlenden Unterschrift bezweifeln, wenn der Verweis aber o.k. ist, wird der Schulleiter ihn lediglich neu datieren und unterschreiben - gewinnen tut man da nichts.

So ganz verstehe ich auch die Empörung nicht, da der "verschärfte Verweis" ja erst die zweite (von 9 möglichen) Ordnungs-/Erziehungsmaßnahme darstellt, also nicht wirklich eine "harte" Maßnahme darstellt sondern eher in die "Dududu - machs nicht wieder"-Rubrik fällt... Daher gibts hier auch noch keine formale Widerspruchsmöglichkeit.

Tja, eigentlich hat die Schulleitung schon recht, wenn man es 100prozentig nimmt. Aber normalerweise sind das doch keine Korintenkacker. Mit denen kann man doch reden, immerhin ist das Attest noch angekommen. Und wieso gleich verschärft? Oder hat es sich derjenige schon vorher ordentlich mit jemandem von der Schulleitung verdorben?

Ich war auch auf einem Kolleg und da hat man diese Dinge relativ locker genommen.

Kann schon sein, dass der Schüler noch andere Probleme mit der Schulleitung hatte, allerdings weiß ich das nicht. Ich wurde nur auf diesen Fall angesprochen. Ich frag mich nur ob ein unentschuldigtes Fehlen ohne Angabe um welchen Tag es sich handelt überhaupt legitim ist. Und das Attest ist ja da, nur verspätet... irgendwie Haarspalterei.

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M.E.n. ist ein Verweis oder auch eine Abmahnung deren Inhalt fehlt (in diesem Fall, wann er denn unentschuldigt gefehlt haben soll, ein einfaches "IWANN MAL unentschuldigt gefehlt" reicht m.E.n. nicht) das Papier auf dem es gedruckt wurde nicht wert.

Problematisch ist aber trotzdem, dass der Attest erst am 4. Tag einging, somit bei einer "3-Werktage-Regelung" der erste Krankheitstag automatisch unentschuldigt ist, auch wenn der Attest selbst diesen Tag mit einschließt.

Die Regelung ist ja anscheinend "was nicht spätestens am 3. Werktag entschuldigt wird, ist unentschuldigt!". Da ist es auch egal, wann der Attest nachgereicht wird und wie weit der rückwirkend Attestiert!

Sofern es nicht noch eine Regelung zur nachträglichen Heilung gibt, ist damit der erste Tag des Krankseins unentschuldigt und lediglich ab dem 2. Tag entschuldigt!

Und der Verweis kann nat. auch nochmal entsprechende neu gefertigt werden und dann den ersten Krankheitstag explizit angeben, als unentschuldigten Fehltag!

Er sollte mal zum Sekretariat gehen und dort die Sache klarstellen, dass er nicht unentschuldigt gefehlt hat und einen GUTEN Grund angeben, wieso er erst am 4. Tag seiner Krankheit die Krankmeldung geschickt hat ( am 3. hat er sie dann ja geschickt ). Empfehlung an ihn: Nächstes mal am ersten Tag des Fehlens in der Schule anrufen dann wissen die bescheid

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