Verpflegungsmehraufwand Steuerlich absetzen erlaubt?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Zuordnung (ist an keine Form gebunden) durch den Arbeitgeber zu einer Tätigkeitsstätte muss auf Dauer angelegt sein (Prognose). Die typischen Fälle einer dauerhaften Zuordnung sind:

die unbefristete Zuordnung des Arbeitnehmers zu einer bestimmten betrieblichen Einrichtung oder Kunden

oder

die Zuordnung für die Dauer des gesamten – befristeten oder unbefristeten – Dienstverhältnisses

oder

die Zuordnung über einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus.

Das ist zu prüfen - liegt keiner der dauerhaften Fälle vor, dann kann Verpflegungsaufwand geltend gemacht werden, da es sich dann nicht um eine erste Tätigkeitsstätte handelt (max. 3 Monate).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ralfneumann1977
05.05.2016, 21:50

hi DerSchopenhauer


Danke für deine Antwort

Also ich fahre in alle Regel von Zuhause aus direkt zum Kunden, alldings kommt es ab und zu auch vor, dass ich Arbeitsmaterialien aus Ratingen holen muss. Beginnt die 3 Monatsangabe dann jedes mal von neuem?

0
Kommentar von MenschMitPlan
10.05.2016, 17:46

Die Prüfung ist doch an der Stelle noch nicht zu Ende? Mangelt es an einer Zuordnung durch den Arbeitgeber ist noch § 9 Abs. 4 Satz 4 EStG zu prüfen. Und diese Merkmale sind doch erfüllt (arbeitstägliches Tätigwerden). Also erste Tätgkeitsstätte, kein VMA.

0

Ja, das sollte gehen.
Im schlimmsten Fall wird es nicht anerkannt, da das FA unterstellt, dass der Kunde doch Deine erste Tätigkeitsstelle ist.
Führe auf jeden Fall genau Buch darüber wann Du jeweils am Einsatzort bist und wann Du dort wieder weggefahren bist. Dokumentiere am besten ebenfalls Deine Fahrtzeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ralfneumann1977
05.05.2016, 08:43

Hi Danke für deine Antwort. Ähm eine Frage: würde das überhaupt eine Rolle spielen, weil sowie ich das verstehe spielt es überhaupt keine rolle ob der Kunde jetzt als erste Tätigkeitsstelle deklariert wird oder nicht?

0
Kommentar von Nightlover70
05.05.2016, 08:45

Wenn es die erste Tätigkeitsstelle ist, gilt der Kunde quasi als Arbeitsplatz und somit würde auch keine Anspruch darauf bestehen Verpflegungsmehraufwand in Ansatz zu bringen. Sonst könnte ja jeder der Vollzeit arbeitet diese machen.

0
Kommentar von Nightlover70
05.05.2016, 09:04

Du hast den Screenshot nicht richtig gelesen. Da steht doch (sogar fett gedruckt): bei Abwesenheit von zu Hause und der ersten Tätigkeitsstelle.
(Findest Du oberhalb der Tabelle)

0
Kommentar von Nightlover70
05.05.2016, 09:08

Dann auf jeden Fall.

0
Kommentar von BarbaraHo
05.05.2016, 18:09

Solange du nicht über Ratingen gefahren bist, zählt die Zeit von und nach zu Hause. Direkter Weg, keine "Umwege" (einkaufen, Freunde treffen oder so). Aber auch nur, solange du keine erste Tätigkeitsstätte anfährst. Dreimonatsregelung beachten!

0

Was möchtest Du wissen?