Verordnung für häusliche Krankenpflege Geht die ganze Verordnung an die Kasse oder wer bekommt noch eine Verordnung?

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2 Antworten

häusliche Pflege bedarf einer Pflegestufe (hat sich dieses Jahr geändert) - die Einstufung übernimmt das MDK. Erst dann wird das Pflegegeld durch die KK freigegeben - 

sollte eine mobile Krankenpflege involviert sein, werden diese Aufwendungen von der Summe abgezogen und der Rest wird ausbezahlt

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Das was Peterobm meint ist die häusliche Pflege bei den Verrichtungen

des tgl. Lebens wie Grundpflege, Hilfe bei der Ernährung, Mobilität und den Ausscheidungen. Benötigt jemand die Hilfe dritter bei den aufgeführten Verrichtungen und möchte einen Pflegegrad erhalten, so hat Peterobm
recht, dass ein Antrag zur Einstufung in einen Pflegegrad gestellt werden muss und der MDK die Begutachtung ausführt.

Jedoch stimmt der Rest der Aussage nicht. Denn für die Pflegegrade und Einstufungen ist nicht die KK sondern die Pflegekasse zuständig und diese beauftrag dann den MDK zur Begutachtung.

Auch die Aussage zur Abrechnung stimmt so nicht.

Wird ausschließlich privat gepflegt, erhält der Pflegebedürftige Pflegegeld.

Ist ein ambulander Pflegedienst ( mobile Krankenpflege) mit im Boot, so so steht dem  Pflegebedürftigen die Kombileistung zur Verfügung.

Der ambul. PD rechnet  die eingekauften Leistungen bis zum möglichen Höchstbetrag der Kombileistung des jeweiligen Pflegegrades direkt mit der Pflegekasse ab.

Bleibt von der Kombileistung was übrig, so wird dies prozentual auf das Pflegegeld umgerechnet und vom Pflegegeld bekommt der Pflegebedürftige den prozentualen restanteil ausbezahlt.

Das ist aber eine ganz andere Sache als der Fragesteller wissen will.

Rabea1994, meinst du eine Verordnung zur Behandlungspflege  = häusliche Krankenpflege = Versorgung von Wunden, Medi -Gabe , Injektionen Kompressionsverbänden und Dekubitusversorgung?

Solch eine Verordnung ist unabhänig einer Einstufung in einen Pflegegrad möglich.

Wenn ja, so musst du einen örtl. ambulanten Pflegedienst suchen, der die Behandlungspflege ( häusliche Krankenpflege) erbringt.,

Diese vom Hausarzt ausgestellte  Verordnung ist vom Hilfsbedürftigen und vom ambulanten Pflegedienst zu unterschreiben.

Der ambulante Pflegedienst schickt die Verordnung im Original zur Kostenbewilligung an die zuständige Krankenkasse.

Der PD behält die Kopien davon, (  er kann euch auch ein Exemplar der Verordnung überlassen) und bei Kostenbewilligung erhält der ambul. PD so wie der Hilfsbedürftige Person einen Kostenübernahmebescheid von der Krankenkasse

Der ambul. Pflegedienst rechnet dann die erbrachte Leistung direkt mit der Krankenkasse ab.

Ihr habt einen Eigenanteil von 10% für die Dauer von 28 Tagen zuleisten.

Die Krankenkasse schickt euch darüber eine Rechnung.

Zu beachten ist jedoch: die Erstverordnung darf nur für einen Zeitraum von 14 Tagen ausgestellt werden. ( Ausnahme davon: Medigabe, Kopressionsstrümfe und Insulin Injektionen -- diese dürfen über einen längeren zeitraum ausgestellt werden)

Deshalb hat der PD, bzw ihr, rechtzeitig vor Ablauf dieser 14 Tage eine Folgeverordnung beim Hausarzt anzufordern

Ich hoffe ich konnte weiter helfen.

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