Verordnete Kur mit total sinnloser Therapie, wer entscheidet über Abbruch?

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4 Antworten

Autoimmunerkrankung ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Autoimmunerkrankung

Etliche Autoimmunerkrankungen kann man verbessern, wenn die Lebensumstände optimiert werden.

Stress abzubauen ist dabei sinnvoll.

Und dazu kann eine psychosomatische Reha hilfreich sein.

Du beschreibst das Problem so allgemein, dass man dazu nichts sagen kann.

Diagnose und Behandlung ist Sache eines Akutkrankenhauses.Das sollte schon abgeschlossen sein. Bei Autoimmunerkrankungen spielt die Seele eine große Rolle. Wenn man sich darauf nicht einlassen kann, wird man eine solche Klinik auch nicht würdigen können. Außer Therapeuten und Krankengymnastik braucht eine solche Klinik auch nicht viel mehr!

ja genau. Den Kostenträger informieren. Sie können aber auch selbst die Kur jederzeit beenden, zB durch Verschlechterung oder falscher Therapieansätze usw.

Aber die Psychosomatik beschäftigt sich nunmal auch mit Autoimmunkrankheiten!!! Autoimmun = heißt ja, der Körper richtet sich gegen sich selbst! Also hat das weitläufig auch was mit der Psyche zu tun. Du hast ja keine Bakt. oder Viren die dich krank machen, also bleibt ja nur noch das. Viele haben immer gleich Angst wenn sie Psycho hören oder lesen - daweil hat dies nichts mit einer Psychiatrie zu tun.

Also, mache die Kur - ich kann es auch nur anraten!

  1. mit dem Kostenträger sprechen und darauf hinweisen, dass die angeforderten Diagnosen nicht durchgeführt werden können - vorausgesetzt, das diese Aussage stimmt.

Ich sehe nicht, dass Autoimmunkrankheit und Psychosomatik nicht zusammenpassen

Sehe ich auch so. Eine erfolglose Kur mündet auch nicht automatisch in der Rente oder auch nur einem Antrag.

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@HerrLich

Das stimmt nur bedingt. Wenn die Krankenkasse jemanden aufgefordert hat, einen Reha-Antrag zu stellen, gilt dieser als Rentenantrag, wenn nach der Reha eine Erwerbsminderung vorliegt.

§ 51 SGB V Wegfall des Krankengeldes, Antrag auf Leistungen zur Teilhabe

...

(3) Stellen Versicherte innerhalb der Frist den Antrag nicht, entfällt der Anspruch auf Krankengeld mit Ablauf der Frist. Wird der Antrag später gestellt, lebt der Anspruch auf Krankengeld mit dem Tag der Antragstellung wieder auf.

§ 116 SGB VI Besonderheiten bei Leistungen zur Teilhabe

(2) Der Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben gilt als Antrag auf Rente, wenn Versicherte vermindert erwerbsfähig sind und

  1. ein Erfolg von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht zu erwarten ist oder

  2. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht erfolgreich gewesen sind, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert haben.

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@Lissa

Im § 51 SGB V fehlt der Absatz 1:

(1) Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, innerhalb der sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen haben. Haben diese Versicherten ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, kann ihnen die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, innerhalb der sie entweder einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben bei einem Leistungsträger mit Sitz im Inland oder einen Antrag auf Rente wegen voller Erwerbsminderung bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung mit Sitz im Inland zu stellen haben.

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