Vermögensverwaltung oder gewerbliche Tätigkeit?

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4 Antworten

Das ist selbstverständlich eine gewerbliche Tätigkeit aus dem Hotel- und Gaststättenbereich.

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Kommentar von dilos
29.11.2015, 19:06

Danke für die schnelle Antwort, gehört es also somit auch in die Einkunftsart Gewerbe oder  eher Vermietung?

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Kommentar von RudiRatlos67
30.11.2015, 00:27

mit Vermietung/Verpachtung ist ehr die langfristig angelegte Vermietung gemeint. kurzfristig ist es nach meinem Verständnis ehr eine Dienstleistung

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Wenn mir solchen Dinge eindeutig wären, dann hätte ich vielleicht doch meine Steuerberaterprüfung abgelegt.

Trotzdem: Für mich ist - vorbehaltlich die Uni ist Vollhafterin - das eine reine Vermögensverwaltung. Die KG wendet sich nämlich nicht an die Allgemeinheit aller Studierenden in den Welt, sondern an die bei ihr eingeschriebenen StudentInnen.

Gewerblichkeit setzt die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr voraus § 15 (2) EStG. Scheint hier aber nicht der Fall zu sein.

Ob da Dienstleistungen oder Handel stattfinden ist egal. Im HGB haben wir diese starke Abgrenzung ja auch nicht mehr. Dem Steuerrecht war das m.E. schon immer egal.

Gewinnerzielungsabsicht ist bei allen Einkunftsarten gefordert. Ist also auch keine Besonderheit - jedenfalls nicht in dem Zusammenhang.

Die Rechtsform der KG spielt hier in der Betrachtung aber eine Doppelrolle. Einmal ist sie Personengesellschaft und die sind im Grundsatz in der Lage sämtliche Einkünfte zu erzielen. So auch die aus Vermietung und Verpachtung.

Dabei steht mir § 15 (1) Nr. 2 EStG zum Teil im Widerspruch. Da steht nämlich für die KG, dass Vergütungen für die Tätigkeit, für Darlehen und die Überlassung von Wirtschaftsgütern Einkünfte aus Gewerbebetrieb darstellen. Der Gesetzgeber zählt den Gewinn aber nicht mit auf.

Zusammenfassend wäre meine Entscheidung Einkünfte nach § 21 EStG weil § 15 (2) nicht erfüllt wird.

Dabei dürfte meine eingangs gemachte Angabe, dass die Uni Vollhafterin sein muss egal sein.

P.S. Die Lösung von Deinem Prof würde mich wirklich interessieren! Wäre schön, wenn Du die hier mal dranhängen könntest.

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Kommentar von Geochelone
30.11.2015, 07:40

Als alter Gewerberechtler muss ich mal wieder darauf hinweisen, dass es sich nicht nach dem EStG richtet, was Gewerbe ist oder nicht, sondern nach der GewO ! Wenn man sich auf das EStG verlässt, kann man dennoch einen Bußgeldbescheid vom Gewerbeamt bekommen, weil für die das EStG nicht maßgeblich ist !

Und nach der Schilderung handelt es sich hier um einen Beherbergungsbetrieb, der als Gewerbe anzumelden ist, egal, ob das Grundstück (Vermögen) ein eigenes ist oder nicht.

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Die Vermietung von Wohn- oder Geschäftsräumen auf lange Zeit ist "Verwaltung eigenen Vermögens" und damit kein Gewerbe. Da diese KG aber regelmäßig kurzfristige Verträge schließt und gewerbliche Nebenleistungen erbringt, ist diese Tätigkeit eindeutig ein Beherbergungsbetrieb und damit Gewerbe.

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Wenn solche hotelähnlichen Zusatzleistungen erbracht werden, wird es steuerlich grundsätzlich als gewerblich eingestuft.

Mußt du mal googeln nach dem BfH Urteil.

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