Vermieterin sagt wir dürfen nur EINE Katze halten...?

7 Antworten

Keine Sorge. Die Vermieterin hat (wohl aus Versehen) die betreffende Sperrklausel im Mietvertrag nicht angekreuzt - somit ist euch die Haltung von Tieren ohne Einschränkung gestattet. Welche und wie viele, bleibt euch überlassen. Sie hat dabei keinerlei Mitspracherecht.

Allerdings darf natürlich der "vertragsgemäße" oder "übliche" Gebrauch der Mietsache nicht überschritten werden. Gegen zwei Katzen kann niemand etwas haben, ein Dutzend wäre aber schon bedenklich. Vor allem darf  niemand über das übliche Maß hinaus belästigt werden, z.B. durch Gestank oder Lärm. Was bei zwei Katzen aber kaum zu befürchten ist. Ein paar Katzenhaare auf den Treppenstufen sind kein Kündigungsgrund, täglich vollgekotete Ecken im Hausflur schon eher.

Es gibt halt leider auch Messies, die ihre Tiere nicht richtig halten und aus deren Wohnhöhlen bestialischer Gestank dringt. Oft haben die den krankhaften Drang, möglichst viele Tiere bei sich einzubunkern (Animal Hoarding). Natürlich wird die Wohnung dadurch unbewohnbar und muss erst aufwändig restauriert werden, wenn diese Mieter denn überhaupt erstmal weg sind. Von den armen verwahrlosten Viechern mal ganz abgesehen.  Viele Vermieter haben das als Schreckgespenst vor Augen und versuchen deshalb, Tierhaltung unter ihren Mietern generell auszugrenzen. Dass sie dabei weit übers Ziel hinausschießen, interessiert sie nicht - bestimmt fehlt da auch oft der intellektuelle Zugang.

Ein echter Messie oder Mietnomade wird sich kaum um Klauseln im Mietvertrag scheren. Der erscheint zunächst sauber, integer und überaus bereitwillig, alle Regeln zu akzeptieren. Nur dass er sie später genauso selbstverständlich ignoriert.

Vielleicht könnt ihr der guten Frau ja mal im Gespräch diesen Unterschied begreiflich machen.


in unseren Mietvertrtag geschaut und da ist dieser Punkt NICHT angekreuzt!: §9 Tierhaltung 9.1

Wenn Sei schonmal beim lesen des Vertrages sind, dann beachten Sie doch auch rechts neben dem offenen Kästchen die kleingedruckte Zahl "13", die nicht für Unglück oder sonstiges Teufelswerk steht, sondern auf eine entsprechende Fußnote in Ihrem  Vertrag hinweist, welche dann Ihre Frage beantwortet!

Steht doch dort geschrieben:

13 Gegebenenfalls ankreuzen, falls gewünscht. Ansonsten ist Tierhaltung erlaubt.

Folglich können Sie bis auf einen möglichen begründeten Wideruf an Tieren anschaffen was und wieviel immer Sie wollen!

Vor persönlichem Streß mit der Vermieterin bewahrt Sie diese Erkenntnis indessen grundsätzlich nicht, wenn Sie sich nicht wegen eienr zweiten Katze mit ihr abstimmen.

Rein formal sind Sie im Recht!

Fragen verwechselt? Wo steht hier ne 13?



 §9 Tierhaltung 9.1 Tiere, mit Ausnahmen von Kleintieren, von denen Gefahren oder Belästigungen nicht ausgehen können, wie beispielsweise Zierfische, Nagetiere ö.ä. in angemessener Anzahl, dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Vermieters gehalten oder vorübergehend aufgenommen werden. Über die Zustimmung ist unter Beachtung der betroffenden Interesse im Einzelfall zu entscheiden.

9.2 Der Vermieter erteilt bereits jetzt eine Zustimmung gem. §9.1 zur Haltung von: / dieser Kasten wurde auch nicht ausgefüllt.


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@Dog79

Als ein profunder Kenner des zitierten Mietvertragsformulars wüßten Sie, dass sich rechts neben der Ziffer 9.1. und dem nicht angekreuzten offenen weißen Kästchen eine winzige Fußnote "13" befindet, zu der im Vertrag an der entsprechenden Stelle nach der Untreschriftszeile, in das Vertagsformular eingebunden, die Erläuterung dieser Fußnote steht:

"13" Gegebenefalls ankreuzen, falls gewünscht. Ansonsten ist Tierhaltung erlaubt.

Sie kennen halt das Vordruckswesen nicht so gut!?!

Das erklärt Ihre Verunsicherung, bzw. mangelnde Erkenntnis.

Hätte die Vermeiterin zudem noch schlampi das Ankreuzen der Kästchen zu den "Ziffern 11.1 und 11.2" unterlassen, wüde dies den Miter noch mehr erfreuen; steht doch für die in beiden Fällen angeführte Fußnote "15" die Erläuterung:

"Ankreuzen falls gewünscht. Ohne Auswahl trifft diese Verpflichtung den Vermieter."

Im Klartext:

Dem Vermieter obliegen nicht nur Schönheitsreparaturen sondern auch die Kosten für Kleinreparaturen, was den Mieter recht fröhlich stimmen dürfte!

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Warum lädst Du nicht einfach mal Deine Vermieterin zu  nem Kaffee ein und erklärst ihr die Prinzipien der Katzenhaltung, heisst, dass vor allem Wohnungskatzen nicht alleine gehalten werden sollten, vor allem dann, wenn sie noch klein sind.

Erst wenn sie einverstanden ist, kannst Du 2 Katzen halten.

Zwei Katzen können im übrigen ganz schönen Lärm veranstalten, wenn sie sich z.B. durch die Wohnung jagen, oder auch wenn sie sich mal in die Wolle kriegen, also könnte es doch bemerkt werden, wenn Du unerlaubt 2 Katzen hast.

Ansonsten hast Du noch immer die Möglichkeit, Dir ne erwachsene Katze aus dem Tierheim zu holen, die ans Alleinesein gewöhnt ist, oder keine andere Katze neben sich duldet.

Stimmt nicht!

Die Klausel, dass Tierhaltung erst genehmigt werden muss, ist hier NICHT Bestandteil des Mietvertrags. Das heißt, der Mieter darf in üblichen Maßen Tiere halten, ohne dass Vermieter gefragt werden muss!

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@Luzie9

Was aber nach wie vor für Kleintiere gilt und dazu gehören Katzen nun einfach mal nicht.

Davon mal abgesehen, ich würde an Deiner Stelle dringend mit der Vermieterin reden, denn wenn Dich ein missgünstiger Mitmieter verpetzt, hast Du ein Problem.

Ich hatte selbst mal Mieter mit 2 Katzen und einem ziemlich grossen Hund und eine Mitmieterin war mit den Katzen nicht einverstanden. Darauf habe ich diese Mieterin gefragt, warum sie so gegen Katzen ist.

Dabei kam heraus, dass sich die Katze eines anderen Mieters im gekippten Kellerfenster erhängt hatte und ausgerechnet ihre damals 5-jährige Tochter die Katze gefunden hat, was natürlich ein Schock für die Kleine war.

Nachdem die Mieterin von mir erfahren hat, dass die Katzen ausschliesslich in der Wohnung sind, gab sie ihren Segen.

Die Kleine durfte die Katzen besuchen, was sie natürlich gemacht hat und alles war ok.

Ich meine, Deine Vermieterin wird keine Ahnung von artgerechter Katzenhaltung haben und deshalb wäre es wichtig, mit ihr zu reden, denn meist findet man immer einen Weg.

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