Vermieterin bezieht Kellerräume mit Kind und neuem verheirateten Lebensgefährten

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4 Antworten

Die "Eigentümerin" (nach valutierender Restschuld bei der Bank wäre wohl eher diese als Eigentümerin des Hauses anzusprechen und die Vermieterin ist derweil de jure lediglich eine Hausverwaltung!!!) hat hier ei gutes Geschäft gemacht; wenn man mal die Grundmiete betrachtet und 20 Prozent Mietsteigerung hinzunimmt, so kann man mit diesem Gelde - bei derzeitigem Bauzins bei der Bank - das Haus praktisch als "Alleinläufer" betrachten, das in der Zeit dann das Eigentum der Vermieterin bilden wird.

Nun ist der Mieter dem Recht nach Besitzer der gemietete Wohnung resp. des gemieteten EFH, denn er übt hier Hausrecht aus, zeigt ggf. Haufriedensbruch an usw.

Wenn hier im Vertrag die Nutzung - wie beschrieben - auch der Krellerräume vereinbart wurde, mit zum Mietgegenstand erhoben ist, so darf die Vermieterin diese Wohnung nicht nachträglich für eine Nutzung durch die Mieter versperren. Tut sie das, greift sie praktisch in Nutzungsräume (streng grenommen die Privatsphäre) des Mieters rechtswidrig ein. Man könnte sogar die Polizei zur Klärung herbeiholen... Aber man will der werdenden Mutti ja nichts Böses. Nur: Klarstellung stünde schon an.

Dem Mieter sind hier Rechte durchaus gegeben, ob und inwieweit er sie nutzt, bleibt seine Sache. Und so gehen viele Vermieter wegen der Rechtsunkenntnis und dann auch noch der Unentschlssenheit der Mieter wegen günstig aus. Sie ersparen sich praktisch den Aufwand für vom Mieter nicht in Anspruch genommene Rechte, wie hier zum Beispiel die Mietkosten für den Eigenbedarf. Wenn die Vermieterin den nämlich anmeldete und damit euer Mietverhältnis zu kündigen hätte, so sie in diesem Hause mit Einliegerwohnung wohnen mööchte, so verlöre sie die Mieteinnahme und könnte die Hausfinanzierng wohl nicht mehr halten, das Haus ginge evtl. in die Zwangsversteigerung und würde - wie regemäßig - zu nur etwa der Hälfte seines tatsächliche Wertes verhökert. Das will sie natürlich nicht und versucht so, auf Zeit zu spielen und auf Verständnis beim Mieter zu hoffen.

Ihr könntet nun getrost die Miete mindern ("eine Hand wäscht die andere"), da auch vor Gericht die Entscheidung nach dem Prinzip der Interssenausgewogenheit passiert. Schlueßlich habt ihr zum einen nicht den vertraglich zugesagten Nutzungsrahmen, zum anderen eine nicht so vereinbarte Personenbewegung im Hause.

Die Energiekosten-Erfassung und später dann -abrechung steht noch auf einem ganz andeen Blatt. Hier verhält es sich nämlich so, daß es wohl zu einer kräftigen Nachzahlung kommen wird, die ihr nun wieder nicht zu zahlen braucht, weil Abschläge neben der Miete sind regelmßig so eingestellt, daß sie den bisherigen (so bekannt) gewöhnlichen Verbrauch der Medien auch entsprchend berücksichtigen. Kommen Verbraucher hinzu, wird sich der Abrechnungswert erhöhen. Ist nun vom Vermieter, der allein hier handlungspflichtig ist zur Nachrüstung eines amtlich geeichten Erfassungsgerätes, keine ordnungsgemäße Nachweisführung bewerkstelligt zu den Anteilen weiterer Nutzer, so wird für euch die nächste Betriebskostenabrechnung komplett nicht fällig, bis daß angemessen geklärt ist, wieviel Medienverbrauch auf die anderen Abnehmer entfällt. Da dies ohne installierte Geräte und erst im Nachgang schwer zu erledigen ist, bleibt der Vermieter, der diese Endabrechnung durchreicht an den Mieter wohl diesmal (und bis zur Erledigung) auf der Forderung dieser Endabrechnung "sitzen", kann diesen Betrag vom Mieter praktish nicht eintreiben - wie auch? Er kann dazu gern ein Gericht anrufen, aber der Richter wird ihn fragen, wie er seine Forderung denn genau beziffern will; das kann er aber nicht und deshalb ist eine Klage nicht qualifiziert aufsetzbar.

Man will ja aber nicht streiten (prinzipiell, weil man hat ja anderes zu tun und will auch seinen Frieden behalten). Deshalb würde ich mich mit der Vermieterin hier (nur mit ihr, denn sie ist Vertragspartnerin, niemand sonst!) unter vier Augen unterhalten, diese Umstände dabei aufzeigen und nach einer Lösung suchen, die für beide Seiten auszuhalten ist. Dazu würde ich mir als Argument scho mal die Wohnraummiete in der Gegend für die Anzahl der Personen heraussuchen, die im Nachgang des Mietvertragsschlussen zusätzlich ins Haus eingezogen sind. Das wäre dann der Richtwert, über den man als Mietabschlag reden sollte - zumndest solange dieser Zustand anhält. Übrigens man kann die Miete als Mieter auch so mindern (Hinweise dazu gibts aus Mietrechtsurteilen zu Hauf im Internet), muß dies nur entsprechend schriftlich dem Vermieter gegenüber begründen. Hier ist EINWURF-EINSCHREIBEN geboten, selbst wenn der Vermieter im gleichen Hause wohnt - wegen des Zugangsnachweises.

Lenkt die Vermieterin nicht ein, so empfiehlt sich fachanwaltliche Beratung, weil sich die Sache dann "auswächst" und man als Mieter ja hier (neben der ohnehin hinzunehmenden Belästigung aus dem Streitverfahren) ja schließlich seine Rechte sichern sollte. Das kann bis dahin gehen, daß der Vermieter dem Mieter Schadensersatz schuldet

Danke erstmal für die ausführliche Antwort. Wir zahlen monatlich 250 EUR Nebenkosten (exkl. Strom) voraus. Da das Warmwasser hauptsächlich über Solaranlage läuft, die Wohnküche und das Wohnzimmer (=ein Raum, unten Küche und Galerie oben Wohnzimmer) von uns oft mit zwei Kaminöfen beheizt werden (unser eigenes Holz) und ein großzügiger Wintergarten welcher auch über beide Etagen und Dachschräge verläuft zusätzlich viel Wärme erzeugt (von April bis Oktober keine Gasheizung benötigt) und wir auch sehr sparsam mit Verbrauch von Energie umgehen, würden wir eigentlich mit einer Rückerstattung rechnen. Die Stromkosten werden von uns monatlich selbst an den Engerieversorger bezahlt. Natürlich auch die für die nun bewohnten Kellerräume und Gemeinschaftsräume wie Waschraum, welcher von der Vermieterin ja vorwiegend genutzt wird - als Flur, Bügelraum, Werkstatt, Kühl- und Gefrierschrank und Abstellraum. Wir nutzen hier lediglich das Licht für den Moment, in dem wir unsere Waschmaschine bedienen. Die Waschmaschinen laufen ordnungsgemäß über getrennte separate Zähler. Bisher haben wir für 15 Monate keine Zahlung Strom von der Vermieterin erhalten. Müssen wir die Stromkosten für die Vermieterin und Familie "vorstrecken"? Zwischenzähler sind nun letzte Woche eingebaut worden, aber die Abrechnung läuft trotzdem über unseren Zähler. Müssen wir als Mieter uns eine geeignete Umlage für die 15 Monate davor einfallen lassen und eine Rechnung schreiben? Neue Umlagemaßstäbe für die restlichen Nebenkosten haben wir aber immer noch nicht trotz mehrmaligem anfragen erhalten. Mietvertrag = Wohnfläche, da im Keller komplett anderes Heizverhalten. Müssen wir auch hier handeln und einen Vorschlag machen?

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Hallo,

gehen Sie folgendermaßen vor:

Ich würde zuerstmal die Miete um 30% mindern, die vereinbarte Nebenkostenpauschale gar nicht mehr zahlen und die Vermieterin auffordern, den Mietvertraglichen Zustand wieder herzustellen. Ausserdem würde ich die Vermieterin auffordern umgehend aus den nicht zu Wohnzwecken geeigneten und zugelassenen Kellerräumen auszuziehen oder das Bauamt einzuschalten. Ihre Vermieterin wird darauf mit Sicherheit reagieren. Wenden Sie sich hier an uns, wenn die Vermieterin reagiert hat und teilen Sie uns den Stand der Dinge mit. Dann können wir wieder weiterhelfen.

bezüglich der Nebenkostenabrechnung gilt das, was im Mietvertrag vereinbart ist. Ist eine Abrechnung vereinbart muss die erstellt werden. Wird keine erstellt, gibt es auch von ihrerseits keine Verpflichtung, Vorauszahlung zu leisten. Bezüglich der Kellerräume gilt, ob diese Kellerräume schriftlich in Ihrem Mietvertrag mitvermietet wurden. Ist das der Fall, so muss der Vermieter, wenn er diese nutzt, an sie Miete zahlen bzw. Sie mindern die Miete um diesen Betrag. Ansonsten ist die Benutzung der von ihnen Gemieteten räume durch den Vermieter eindeutig Hausfriedensbruch. Sie können das bei der Polizei anzeigen.

Bezüglich des Stroms handelt es sich hier offensichtlich um Stromdiebstahl, den sie ebenfalls anzeigen können.

Genau genommen, wenn überhaupt nur wenige, wenn es über alles was hier dargestellt ist, nichts schriftliches gibt.

Im Mietvertrag steht explizit Einfamilienhaus und auch DREI Kellerräume. Nebenkosten vom Vermieter sind, auch wenn die nicht schriftlich festgehalten wurde nicht vom Mieter zu zahlen. Dito Stromkosten. Umlagemaßstäbe sind meines Wissens dem Mieter zu nennen. Dass wir keine Chance gegen die 20 % Mieterhöhung haben ist uns bewusst aber ansonsten können wir doch auf die zumindest im Vertrag genannten Regelungen bestehen und uns gegen die Zahlung fremder Nebenkosten wehren. ??? Die von der Vermieterin und Familie genutzten Kellerräume sind ca. 80 m" groß! (Einer gehört eigentlich zur Mietsache ca. 20 m"). Räume sind ohne Tageslicht und kalt (ohne Heizung. Kann nicht so recht glauben, dass wir hier keinerlei Rechte haben.

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