Vermieter will Renovierungskosten nicht anteilig übernehmen. Rechtmäßig?

9 Antworten

Du hast schlicht übersehen, dass die Klausel, wonach der Mieter anteilige Kosten von Schönheitsreparaturen bei einem vorzeitigen Auszug zu tragen hat, längst für ungültig erklärt wurde.

Du hast Dich aufgrund des Mietvertrags zu Schönheitsreparaturen verpflichtet gefühlt, was prinzipiell auch in Ordnung ist, aber eine Kostenbeteiligung durch die Vermieterseite darfst Du natürlich nun nicht erwarten.

Sei froh, dass Du jetzt wohl vorzeitig aus dem Mietvertrag raus kommst und somit auch keinen Anlass für Streit über solche Renovierungen bietest. Frag doch den Vermieter, ob er wenigstens die Kaution kurzfristig nach Mietende überweist. Wäre das schon ein ordentliches Entgegenkommen.

Vielen Dank für diesen tollen Kommentar!

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Es ist ganz einfach: Die sog. Quotenklausel führt zur Unwirksamkeit der gesamten Schönheitsreparaturklausel, so der BGH.

Du hast im guten Glauben die SR gemacht und darfst deshalb deine diesbezügliche Kosten zurückfordern . Begründe das mit § 812 BGB (Herausgabe wegen ungerechtfertigter Bereicherung). Die Forderung musst du binnen 6 Monaten ab Rückgabe der Wohnung geltend machen, ansonsten ist sie verjährt. Dein Schreiben bitte per Einwurfeinschreiben mit Fristsetzung von zwei Wochen. Kündige dabei mit an, dass du bei Verfristung den Rechtsweg beschreiten wirst.

Die Verjährung würde nur durch Anhängigkeit des Rechtsstreites bei Gericht eintreten.

Klar, du kannst nicht erwarten, dass ein Vermieter einen Maler bezahlt. Da kommen ja gleich sehr hohe Kosten zusammen.

Es steht auch eindeutig im Mietvertrag drin:  ist der Mieter verpflichtet, ...die Arbeiten sind auf eigene Kosten zu bezahlen.

Ich kenne auch keinen Vermieter der dem Mieter überläßt einen Maler zu beauftragen und der Vermieter bezahlt.

Das kann der Mieter halten wie er möchte, ob er den Auftrag vergibt oder selbst macht ist völlig egal.

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@lachs4709

genau, aber der Mieter muss zahlen und darum ging es dem Fragesteller.

Er möchte die Kosten nicht tragen.

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Schönheitsreparaturen bei Auszug nach unter einem Jahr

Ich bin in eine frisch gestrichene Wohnung gezogen. Und ziehe nach 11 Monaten jetzt wieder aus. In meinem Mietvertrag steht, dass ich ab einer Mietzeit von einem Jahr 25% der Kosten für die Schöhnheitsreparaturen von Wänden, Decken, Heizkörper, Innentüren ect. übernehmen müsste. Ab zwei Jahren 40%, ab drei Jahren 60% ... bzw. ersatzweise diese Reparaturen fachhandwerklich selber durchführen könnte.

Über die Mietzeit von unter einem Jahr gibt es keine Angaben. Für mich ließt es sich so, dass ich nicht renovieren müsste. Muss ich dann überhaupt streichen? Und wie sieht es mit Löcher zuspachteln, kleine Flecken weißen und zwei farbige Wände streichen aus. Die letzten Sachen werde ich wohl eh durchführen, um mir einfach unnötigen Ärger zu ersparen, aber es würde mich trotzdem interessieren.

Vielen Dank für hilfreiche Antworten

Hier noch der genaue Wortlaut:

§18 Schönheitsreparaturen bei Auszug

I. Endet das Mietverhältnis, so ist der Mieter verpflichtet, die Kosten für Schönheitsreparaturen (Tapezieren und Anstreichen der Wände und Decken, Streichen der Heizkörper einschließlich Heizungsrohre, der Innentüren samt Rahmen, der Einbauschränke, Fenster und Außentüren von innen, Lasieren von Naturholztüren und fenstern) aufgrund des Kostenvoranschlages eines Malerfachgeschäftes an den Vermieter nach folgender Maßgabe zu bezahlen, wobei die nachstehend genannten Fristen im Allgemeinen zur Anwendung kommen:

a) Liegen die letzten Schönheitsreparaturen während der Mietzeit länger als 1 Jahr zurück, so zahlt der Mieter 25% der Kosten aufgrund eines Voranschlages eines Malerfachgeschäftes an den Vermieter; Liegen sie länger als 2 Jahre zurück 40%; [...].

b) Für Nebenräume innerhalb der Wohnung sind folgende Prozentsätze maßgebend: Liegen die letzten Schönheitsreparaturen während der Mietzeit länger als 1 Jahr zurück 14% der Kosten gemäß Voranschlag; länger als 2 Jahre [...]

c) Die Regelung nach a) und b) tritt im Allgemeinen in Kraft, wenn seit Mietbeginn die genannten Zeiträume verstrichen sind. Die vorstehenden Fristen kommen je nach Zustand der Mietsache in Anwendung.

II. Der Mieter kann seine anteiligen Zahlungsverpflichtungen gem. Ziffer 1 a und b durch vollständige Vornahme der Schönheitsreparaturen (wie in Abs. 1 aufgeführt) abwenden; die Arbeiten sind auf eigene Kosten in fachhandwerklicher Ausführung bis zur Rückgabe der Mietsache vornehmen zu lassen oder vorzunehmen.

III. Der Vermieter kann im Übrigen bei übermäßiger Abnutzung Ersatz in Geld verlangen. Dasselbe gilt bei schuldhafter Beschäftigung des Bodenbelages durch den Mieter.

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Schönheitsreaparturen bei Auszug: ist das eine normale Klausel in unserem Vertrag?

Hallo, in dem Vertrag, den wir unterschreiben sollen, gibt es eine Klausel zu Schönheitsreparaturen bei Auszug. Es wäre nett, wenn die jemand, der was davon versteht, mal anschauen könnte, ob das so normal ist oder doch etwas viel.. 1.Endet das Mietverhältnis, so ist der Mieter verpflichtet, die Kosten für die Schönheitsreparaturen (Tapezieren und Anstreichen der Wände und Decken, Streichen der Heizkörper einschließlich Heizungsrohre, der Innentüren samt Rahmen, der Einbachschränke, Fenster und Außentüren von Innen, ) aufgrund des Kostenvoranschlages eines Malerfachgeschäftes an den Vermieter nach folgender Maßgabe zu bezahlen, wobei die Nachstehend genannten Fristen zur Anwendung kommen: a)liegen die letzen Schönheitsreparaturen während der Mietzeit länger als 1 Jahr zurück, so zahlt der Mieter 25% der Kosten, (gekürzt: 2J-->40%, 3J -->60%, b) Betrifft Nebenräume, uninteressant c) Die Regelung nach a und b tritt im allgemeinen in Kranft, wenn seit Mietbeginn die genannten Zeiträume verstrichen sind. Die vorstehenden Fristen kommen je nach Zustand der Mietsache zur Anwendung (was heißt das?)

  1. regelt, dass man es auch selbst fachhandwerklich ausführen lassen darf
  2. Der Vermieter kann im Übrigen bei übermäßiger Abnutzung Ersatz in Geld verlagen. Dasselbe gilt bei schuldhafter Beschädigung des Bodenbelages durch die Mieter.

Was definiert man denn eine "übermäßige Abnutzung?"

Vielen Dank!

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ich ziehe nach einem dreiviertel jahr wieder aus. als ich einzog war die wohnung durch den hausmeister vorgerichtet worden. sind nun die folgenden Klauseln im Mietvertrag gültig???

  • während der mietdauer übernimmt der mieter die schönheitsreparaturen auf eigene kosten, nach maßgabe der folgenden vorschriften.
  • zu den schönheitsreparaturen gehören insbesondere das tapezieren, anstreichen oder kalken der wände und decken, die sachgemäße pflege der füßböden, das streichen der heizkörper einschließlich der heizrohre, der innentüren sowie der fenster und außentüren von innen.
  • die schönheitsreparaturen müssen im allgemeinen in folgenden zeitabständen durchgeführt werden: - alle drei jahre küche, bad, dusche; alle fünf jahre sämtliche wohn-, ess-, schlafräume, flur, diele, toiletten; alle sieben jahre sonstige nebenräume Die zeitabstände werden ab beginn des mietverhältnisses bzw. ab dem zeitpunkt, an dem vom mieter schönheitsreparaturen fachgerecht vorgenommen worden sind, berechnet. lässt in besonderen ausnahmefällen der zustand der wohnung eine verlängerung der vereinbarten fristen zu oder erfordert der grad der abnutzung eine verkürzung, so ist der vermieter auf antrag des mieters verpflichtet, im anderen fall aber berechtigt, nach billigem ermessen die fristen des planes bezüglich der durchführung einzelner schönheitsreparaturen zu verlängern oder zu verkürzen.
  • endet das mietverhältnis vor eintritt der nach ziffer .. zu bestimmenden fälligkeitder schönheitsreparaturen und begründet der tatsächliche zustand der abnutzung der mieträume einen renovierungsbedarf, kann der vermieter einen anteiligen betrag der renovierungskosten geltend machen. dieser anteil bemisst sich nach der seit der letzten renovierung verstrichenen zeit im verhältnis zum nach pkt... festgelegten renovierungsturnus. ist seit dem einzug eines mieters noch kein voller turnus verstrichen, berechnet sich der renovierungskostenanteil ab dem datum des einzugs.
  • die renovierungskosten werden grundsätzlich anhand des kostenvoranschlages eines malergeschäftes ermittelt, welches der vermieter auswählt. der mieter hat jedoch die möglichkeit, innerhalbeiner frist von drei wochen ab zugang des kostenvoranschlages des vermieters selbst einen kostenvoranschlag eines fachbetriebes zu erbringen. weichen die kostenvoranschläge um mehr als 20 % voneinander ab, werden die kosten nach dem rechnerischen mittel beider kostenvoranschläge bestimmt. die selbstdurchführung der erforderlichen schönheitsareparaturen durch den mieter bleibt unbenommen. die schönheitsreparaturen sind dann jedoch vor übergabe der wohnung durchzuführen.
  • schönheitsreparaturen sind fachgerecht auszuführen. kommt der mieter trotz aufforderung durch den vermieter diesen verpflichtungen nicht nach, hat der mieter dem vermieter die kosten für die ausführung der arbeiten zu erstatten. der mieter hat die ausführungen der arbeiten während des mietverhältnisses durch den vermieter oder von beauftragten des vermieters zu dulden
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Schlüsselübergabe für Renovierung der neuen Wohnung?

Hallo erst mal,Ich habe folgendes Problem und weiß langsam nicht mehr weiter. Meine Freundin und ich ziehen nun bald in eine neue Wohnung. Der Vertrag läuft zum 1.8. Die Wohnung gehört der GWG und sind schon seit März mit denen in Kontakt. Laut denen sollte der Vormieter schon gegen April raus sein, so dass wir zum Mai schon mit den Renovierungsarbeiten beginnen sollen/durften. So sagte man es uns. Dafür müssten wir nur Anteilig schon einmal die Kaution zur Schlüsselübergabe zahlen und erst mal nur einen Schlüssel bekommen.So weit alles gut. Jedoch erfuhren wir von der Vormieterin, dass sie erst zum 30.06 auszieht.Nach Rücksprache mit der GWG wurde uns versichert, dass wir zum 1.7 in die Wohnung können. Auch das schlug fehl , da angeblich der Techniker noch nicht zur Abnahme in der Wohnung war. Wir müssen noch einiges an Arbeiten in der Wohnung vollrichten und wenn wir denn Schlüssel nicht spätestens Anfang nächster Woche haben, wird das hart. Uns sitzt ein Möbelhaus schon im Nacken wegen der Lieferung der neuen Möbel. Das haben wir auch der GWG mitgeteilt. Die sagte uns zu das es ganz bestimmt diese Woche mit den Schlüssel klappt und sich Montag (also heute) jemand melden würde für den Termin. Das ist aber noch nicht alles. Kurz nach dem wir raus sind, soll/will unser Nachmieter rein. Der ist zum Glück ein Freund und kommt uns entgegen falls etwas schief geht, aber auch er kann nicht ewig warten.Außerdem, war die Bedingung unsererseits für den Einzug, dass die Wohnungstür ausgetauscht wird. Diese war schon stark beschädigt und hält kaum noch bei etwas gegen stemmen. Darüber haben wir bis heute keine Infos. Uns wird nur immer gesagt, es kümmere sich einer drum.Wie gehts weiter? Sind mündliche Vereinbarungen den so wenig wert? Wie sieht da die Rechtsgrundlage aus? haben wir einfach pech gehabt und müssen uns gedulden? Wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Ich drehe hier langsam durch.

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