Vermieter will Mieterhöhung aufgrund nicht vorhandener Wohnfläche

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7 Antworten

Welche Fläche nun tatsächlich richtig ist, kann wohl aus der Ferne niemand beurteilen.

Welche Aussagekraft ein altes Gutachten hat, kann ebenfalls nicht aus der Ferne gesagt werden. Sofern dieses mit einem detaillierten Aufmaß versehen ist, wäre es jedoch durchaus brauchbar.

Wenn ihr euch sicher seid, könnt ihr dem Vermieter auch vorschlagen, er könne ein detailliertes Aufmaß erstellen lassen.

Letztlich liegt die Beweispflicht hier beim Vermieter. Wenn er der Meinung ist, eure Wohnung sei grösser, als die bisher berechnete Fläche, dann muss er das erst mal nachweisen. Wie er jedoch diesen Beweis führt, ist ihm überlassen.

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Was der Vormieter sagte ist völlig uninteressant. Wenn im MV keine Angabe zur Wohnfläche steht, könnte u. U. auf die Flächenangaben bei den Betriebskosten zurückgegriffen werden. Der Vermieter muss ja irgendwo eine Angabe haben, wie könnte er sonst behaupten, dass die Fläche um 11 m² größer sei? Zur beabsichtigten ME braucht er ja wohl auch diese Bezugsgröße. Eine Vergleichswohnung müsste ja die gleiche Größe haben (wie auch Ausstattung, Lage usw.).

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Also muss er in jedem Fall im neuen Mietvertrag (oder Erklärung der Mieterhöhung?)

Um Himmels Willen keinen neuen Mietvertrag unterschreiben.

Die Miete, besser gesagt Kaltmiete, kann der VM auch ohne Wohnflächenangebe erhöhen.

Binnen 3 Jahre um 20 bzw. 15 %, sofern es der Mietspiegel bzw. die örtlichen Vergleichsmieten noch zulassen.

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Entscheidend für die Mieterhöhung gem. § 558 BGB ist die ortsübliche Vergleichsmiete und/oder der Mietspiegel der Stadt oder Gemeinde. Nach diesem darf der Vermieter innerhalb von 3 Jahren die Miete um insgesamt 20% bzw. in Städten mit Mietbreme um insgesamt 15% erhöhen. Die Frage ist nicht nur, ob die Erhöhung knapp unter der max. prozentualen Erhöhung liegt, sondern auch ob sich der Vermieter dahingehend auf den Mietspiegel bezogen hat oder Euch drei Vergleichsmieten genannt hat?

Bezüglich einer zu kleinen Wohnfläche ist die Auskunft der Vormieter nicht entscheidend, sondern ob mietvertraglich eine Wohnfläche genannt wurde. Zu dieser Angabe ist der Vermieter aber nicht gesetzlich verpflichtet. Dann käme aber eine Mietminderung in Betracht. Eine Toleranzabweichung von max. 10% hat der Mieter dann hinzunehmen.

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Kommentar von n1try
08.09.2014, 12:27

Also muss er in jedem Fall im neuen Mietvertrag (oder Erklärung der Mieterhöhung?) eine Begründung, nämlich die Anpassung an den Mietspiegel unter Vorlage einer Mietspiegel-Angabe oder drei Vergleichsmieten, nennen, richtig?

Im Mietvertrag sind, wie gesagt, keine Angaben gemacht, leider. Wie stellen wir nun die tatsächliche Fläche verbindlich fest?

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Abwarten bis das Schreiben kommt. Damit zum Mieterschutzbund gehen, dabei dort auch das Problem der Wohnfläche ansprechen.

Besorgt euch im Baumarkt so ein Raummeßgerät mit Laser. Damit messt ihr Raum für Raum auf den Millimeter genau aus und schreibt das fein säuberlich auf eine Liste.

Diese Liste mitnehmen zum Mieterschutzbund!

Die meisten Mieterhöhungsbegehren scheitern ohnehin an formalen fehlern! Und ihr werdet gewiss auch bei euch das Ganze abwenden können... nicht die Erhöhung, sehr wohl aber die falsche Berechnung!

Vor allem eines bedenken: Ihr habt bisher keine m²-gebundene Miete gehabt. So ohne weiteres kannd er Vermieter da jetzt nicht einfach anders rechnen...aber das erklären euch die Experten vom MSB.

Da muss man zwar Mitgleid werden und ca 70€ im Jahr zahlen, aber das rentiert sich auf jeden Fall!

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Kommentar von n1try
08.09.2014, 12:21

Soweit ich ihn richtig verstanden habe, will er uns das Gutachten lediglich in seiner Anwesenheit einsehen lassen, aber nicht kopieren.

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Die entscheidente Frage ist was im Mietvertrag an der Wohnungsfläche zugesichert wurde. Der Vermieter begehrt hier eine Mieterhöhung auf Grund größerer Wohnfläche. Das muss er nicht Sie nachweisen welches auch hier keinesfalls von Belang wäre. Was in einem Gutachten steht ist zunächst nicht von Belang. Die Wohnung so mutmaße jetzt hier wurde ohne explizite Flächenangabe zu einem festen Mietpreis vermietet. Ein Mieterhöhungsbegehren kann der Vermieter dann nur auf Grundlage des bisherigen Mietpreises unter der gesetzlichen Vorgaben erreichen. Warten Sie die Begründung in seinem Mieterhöhungsverlangen ab und stellen es hier zur Diskusion wieder ein.

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Wenn keine Wohnfläche im Mietvertrag steht, kann der Vermieter auch nicht den Preis pro Quadratmeter erhöhen....

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Kommentar von n1try
08.09.2014, 12:18

In welcher Form hat die Erklärung der Mieterhöhung denn überhaupt zu erfolgen? In Form eines neuen Mietvertrages? Zudem muss ohnehin schriftlich ein Grund für die Erhöhung genannt werden, oder? Wir haben von ihm einen neuen Mietvertrag (wobei das nicht wirklich ein Mietvertrag ist, es handelt um exakt eine DIN A4 Seite) mit dem neuen Preis bekommen. Genau gesagt zwei Mietverträge, denn zuvor hatten wir zu zweit einen gemeinsamen Vertrag für die Wohnung, nun will er zwei gesonderte Verträge.

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Kommentar von Interesierter
08.09.2014, 12:20

Das nicht, jedoch wird im Mietspiegel immer von einer Quadratmetermiete ausgegangen. Folglich liegt die Miete, die der Vermieter fordern kann, höher, wenn die Wohnung mehr Quadratmeter hat.

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