Vermieter nimmt Miete ohne schriftlichen Vertrag an

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2 Antworten

Der Vermieter willigt mündlich ein, sendet dem bisherigen Untermieter einen Mietvertrag zu, in dem aber die Miete unangekündigt erhöht wurde.

Da bisher mit dem "Untermieter" kein Mietverhältnis bestand, darf der Vermieter das - es handelt sich schließlich um eine Neuvermietung.

Er bleibt dennoch in der Wohnung wohnen, zahlt weitere 5 1/2 Monate die Miete an den Vermieter, der diese auch annimmt, wobei er ihn gleichzeitig aus der Wohnung klagt.

Da der Vermieter gegen den Untermieter eine Räumungsklage eingereicht hat, zeigt doch daß der Vermieter nicht mit Verbleib des Untermieters in der Wohnung einverstanden war. Der Untermieter zahlte dann eine sogenannte Nutzungsentschädigung.

Bestand nun ein mündlicher oder stillschweigender Vertrag zwischen Nachmieter und Vermieter?

mMn nein, denn dann hätte der Vermieter ja nicht auf Räumung geklagt und wohl vor Gericht Recht bekommen.

Da der Hauptmieter die Wohnung gekündigt hat - hatte der Untermieter eigentlich keinen Rechtsanspruch mehr in der Wohnung zu bleiben. Da kein neuer Mietvertrag mit dem vorgeschlagenen Nach-/Untermieter zu Stande kam, endete auch das Mietverhältnis zum Kündigungsdatum des Hauptmieters. Es bestand schlußendlich also nur ein wirksamer Mietvertrag zwischen dem Hauptmieter und dem Vermieter. Insofern kann man ggfs. einen Schadenersatzanspruch bezüglich der Schönheitsreparauren und Reinigung der Wohnung herleiten und eine Haftung des Vormieters nicht ausschließen.

Lilienhain22 23.09.2012, 10:32

Hallo Nemisis2010, auch dir vielen Dank für deine Antwort. War auf jeden Fall hilfreich - die Sache (wie bei MosqitoKiller beschrieben) jedoch leider noch komplizierter. Beide Antworten waren für mich gleich hilfreich - daher vergebe ich hier gerechterweise keinen Stern, bzw. jedem von euch einen. ;-)

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Nein, hier bestand kein Mietvertrag zwischen Vermieter und Untermieter, da ja offensichtlich keine Einigkeit über die Vertragsbedinungen erzielt wurde, was durch die Klage ja auch deutlich wird. Die angenommene Zahlung ist als die fällige Nutzungsentschädigung nach Ende des Mietverhältnisses zu werten. Insofern ist das Verhalten des Untermieters dem Ex-Mieter zuzurechen, ebenso die Renovierung etc., eben alles an dem beendeten Mietverhältnis...

Lilienhain22 23.09.2012, 10:27

Hallo MosqitoKiller, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe versucht, den Fall möglichst kurz zu schildern, aber es fehlen offensichtlich doch noch entscheidende Details. Die Sache landete jetzt in den Händen eines Anwalts. Im Prinzip hat er das so bestätigt, allerdings kann wegen der kurzen Mietdauer (2,5 Jahre) kein Schadensersatz geltend gemacht werden. Auch hatte der Vermieter dem Verbleib des Untermieters in der Wohnung ja zunächst zugestimmt, und sich somit in Verhandlung mit ihm befunden. Wir gehen davon aus, dass die Sache auf einen Vergleich hinausläuft...

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