Vermieter möchte einfach Vertrag ändern?

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8 Antworten

Du hast eine Bruttomiete vereinbart. Damit sind sämtliche Betriebskosten bezahlt. Was die Heizkosten betrifft, gibt es allerdings die Heizkostenverordnung und diese schreibt zwingend (außer in einem Haus, in dem nur zwei Wohnungen sind und die eine vom Vermieter bewohnt wird - selbst da müsste es aber vereinbart sein-) vor, dass Heiz- und Wassererwärmungskosten nach Verbrauch abgerechnet werden müssen. In deinem Fall müsste also der Mietvertrag diesbezüglich geändert werden. Dazu ist die vereinbarte Bruttomiete um die kalkulatorischen Heiz- und Wasserwärmungskosten zu kürzen und fürderhin für jeweils 12 Monate  die Abrechnung verbrauchsabhängig vorzunehmen. Die Änderung ist für die Zukunft ab Beginn des nächsten Abrechnungszeitraumes vorzunehmen bzw. erforderlich. Das hat der Vermieter dir mittels einer schriftlichen Erklärung mitzuteilen. Dazu bedarf es nicht deiner Zustimmung.

Die Eigenbedarfskündigung liegt noch nicht vor, ist also erst zu gegener Zeit auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.

Der Verzicht auf EBK wäre nachzuweisen, sollte immer schriftlich erfolgen.


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Die Wohnung bei der Schwester ist keine Wohnung, sondern nur eine Wohnmöglichkeit. Und überhaupt:

Das Haus gehört ihm, es hat zwei Wohnungen, wovon er eine selbst bewohnt. Selbst wenn Du Dich jetzt gegen eine Eigenbedarfskündigung wehrst, kann er Dich immer noch grundlos aber mit 3 Monate längerer Kündigungsfrist kündigen. Letztendlich, wenn er Dich raus haben will, bringt er Dich raus. Früher oder später, spätestens in einem halben Jahr.

Alles, was er irgendwann gesagt hat und nicht schriftlich festgehalten wurde, kannst Du im Prinzip vergessen. Klappt es so nicht, macht er es eben anders.

Was will er eigentlich ändern? Verbrauchsmessung oder höhere Pauschale? Dann soll er Dir doch mal möglichst genau sagen, wieviel Du nach seiner Meinung verheizt.

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Kommentar von maxxle2013
15.02.2016, 18:34

Vielen Dank für die Antwort. Das Haus gehört seinen Eltern, er hat die obere Wohnung nur ausgebaut und gehört so gesehen Ihm ( aber eigentlich Eltern ). Ihm gehört so gesehen gar nichts.

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Versuch mal mit ihm zu reden. dass du jetzt im Winter mehr heizt ist normal. dafür heizst du ja im Sommer gar nicht und zahlst aber trotzdem die Pauschale. Über den Zeitraum von einem Jahr gleich sich das ja dann wieder aus. 

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Auf keinen Fall musst du einer Vertragsänderung zustimmen. Einseitig kann er den Vertrag nicht ändern, das geht nur im gegenseitigen Einvernehmen.

Vorzeitig kündigen kann er dich auch nicht, wenn er dir beim Vertragsabschluss mindestens 3 Jahre Mietrecht zugesprochen hat, um dich als Mieter zu ködern, dann muss er sich jetzt daran halten. Sollte er dich heraus klagen wollen, dann hast du deinen Zeugen.

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Das grenzt an Erpressung! Wenn du nicht Unterschreibst, meldet er Eigenbedarf an. Wenn du Unterschreibst ist davon keine rede mehr.

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Kommentar von maxxle2013
15.02.2016, 18:35

Sehe ich genauso, danke für deine Antwort.

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Das mit der Änderung der Warmmiete kann er denke ich anpassen.
So viel wie ich weiß zählt in Deutschland auch eine mündliche Vereinbarung. Da bin ich mir aber nicht sicher.
Frag doch mal beim Mieterschutz nach.

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Kommentar von Gerhart
16.02.2016, 06:53

Sofern im Mietvertrag die Anpassungsmöglichkeit vereinbart ist, kann die Inklusivmiete angepasst werden. Heiz - und WW-Kosten müssen aus der Inklusivmiete ausgegliedert werden, wenn es im Haus mehr als 2 Wohnungen gibt.

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Kommentar von labertasche01
16.02.2016, 06:55

Sag ich doch 😉
Nur die Kündigung wegen Eigenbedarf ? Weißt du das?
Ich denke mündliche Regelungen gelten? Sogenannte Handschlagverträge.

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Wenn Du zuviel heizt kann Dein Vermieter schon Recht haben (Als Vermieter habe ich mich nie auf eine Warmmiete eingelassen. Gerechter ist immer nach tatsächlichem Verbrauch) Kenne weder Deine Miete noch die Wohnungsgrösse und auch die Kosten nicht. Zu einer Änderung eines Vertrages gehören aber immer beide Vertragsparteien...Was eine Kündigung anbelangt....kann er Dich, je nach Vertrag, schon fristgerecht kündigen

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Ich bin zwar kein Anwalt, aber ich bin mir doch recht sicher, dass bei einem Mietvertrag nur das geschriebene Wort gewicht hat. Kündigungsfristen müssen trotzdem beide Parteien einhalten.

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