Vermieter möchte das wir bei jeder Arbeit anteilig Geld zahlen sollen.

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7 Antworten

In der Betriebskostenabrechnung hat sie angegeben 260 Euro zu verlangen nur für das Schreiben was sie selber gemacht hat . Und sowas kenne ich nur wenn sie eine Firma beauftrag hätte aber wenn sie es selber abliest.?

Übertrieben hoch, damit kommt Sie nicht durch.

Das Haus ist nicht gut in Schuss und nun soll im Sommer um das Haus rum die Bodendecke gemacht werden, damit kein Wasser mehr ins Haus läuft bzw die Wände nicht mehr nass werden. Damit sollte wir uns mit 11 % der Summe beteiligen und die anderen Mieter auch. Aber ich habe gelesen, dass nur Dämmungsverbesserungen auf uns umgesetzt werden können

Nicht alles darf als Modernisierungtsmaßnahme auf den Mieter umgelegt werden,Reparaturen und Instandhaltung sind keinen Modernisierung.

Hier mal ein Link:

http://www.mieterbund.de/modernisierung0.html

Sämtliche von dir geschilderten Sachverhalte bedeuten keine Modernisierung im Sinne des Gesetzes. Eine Überwälzung der Kosten (Anteilig nach Wohnfläche 11% der Kosten) ist deshalb unzulässig. Gleiches gilt für die Berechnung der Kosten für die Erstellung der Abrechnung über die getätigten Vorauszahlungen innert des 12monatigen Abrechnungszeitraumes. Das sind Verwaltungskosten die vom Vermieter zu tragen sind und keine umlegbaren Betriebskosten. Schreib der Vermieterin einen netten sachlichen Brief per Einwurfeinschreiben und teile ihr darin mit, dass es für alle Forderungen an einer Rechtsgrundlage mangelt und diese deshalb von dir nicht gezahlt werden.

Die 260 Euro, falls schon in der Abrechnung enthalten, darfst du getrost von einer evtl. Nachzahlung abziehen.

In der Betriebskostenabrechnung hat sie angegeben 260 Euro zu verlangen nur für das Schreiben was sie selber gemacht hat .

Hast Du doch schon mal gefragt. Auch wenn eine Firma die Abrechnung erstellt darf der VM die Kosten nicht umlegen.

In der Betriebskostenabrechnung hat sie angegeben 260 Euro zu verlangen nur für das Schreiben was sie selber gemacht hat .

Alles andere wird man Euch beim Mieterbund beantworten.

Dass ein Vermieter verlangen kann, dass die Mieter sich an der Sanierung der Umgebung und des Hauses allegemein beteiligen müssen ist mir total neu. Ich wohne zwar in der Schweiz, aber ich denke mir, auch in Deutschland ist so etwas vom Gesetzgeber gar nicht vorgesehen. Meiner Meinung nach muss der Vermieter diese Kosten alleine tragen. Er hat ja von Euch schon die Miete. Ich denke, auch wenn Ihr als Mietparteien unterschrieben hättet dass ihr Euch an allgemeinen Reparaturen beteiligen müsst, wäre das ungültig. Aber wie gesagt ich wohne in Schweiz. Wartet mal ab was Euch der Mieterschutzbund sagt, Ich bin jedoch zu 99%sicher, dass ihr Euch an diesen Kosten nicht beteilgen müsst. Halte Euch die Daumen. Liebe Gruesse chriesichratte

auch in Deutschland ist so etwas vom Gesetzgeber gar nicht vorgesehen.

Kommt aber darauf an was tatsächlich gemacht wird. Hier soll die Bodenendwässerung Drainage hergestellt werden. Es gab bislang keine, also keine Reparatur. Ein trockenes Haus ist besser zu heizen. Also eine Ersparniss von Energie. Diese müsste aber mindestens 10 % Einsparniss bringen was der Vermieter u.U.zu beweisen hätte will er die 11% der Kosten auf die Jahresrohmiete umlegen.

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@werbon

Wenn bisher Wasser von aussen eindrang, war das ein Mangel am Gebäude. Wenn dieser Mangel behoben wird und dazu eine Drainage gelegt wird, ist das keine Modernisierung. Ansonsten hast Du Recht.

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Modernisierung: Hierunter fallen z.B. Maßnahmen zur Einsparung von Energie oder Wasser. Zur Verbesserung des Schallschutzes , der Wasserversorgung, der Entwässerung und der sanitären Einrichtungen, aber auch die Errichtung von Kinderspielplätzen und Grünanlagen.

Der Vermieter kann nach Abschluss der Arbeiten 11% der aufgewandten Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen.

Der Vermieter hat dem Mieter 3 Monate vor Beginn der Maßnahme deren Art sowie voraussichtlichen Umfang und Beginn, voraussichtliche Dauer und die zu erwartende Mieterhöhung in Textform mitzuteilen. § 554 Abs. 3 Satz 1 BGB Unterlässt er dies, darf die Miete frühestens sechs Monate nach Abschluss der Umbauarbeiten erhöht werden. ( BGH VIII ZR 6/07 )

Die Bundesrichter sehen eine solche Mieterhöhung als zulässig an. Zwar sieht der Gesetzgeber in §554 BGB eine Ankündigungspflicht von Modernisierungsarbeiten vor. Der Sinn und Zweck dieser Vorschrift ist nach Ansicht der Richter aber nicht, vor einer Mieterhöhung aufgrund von Modernisierungskosten zu schützen. Vielmehr soll die Vorschrift dem Mieter dazu Gelegenheit geben, sich auf die Modernisierungsarbeiten rechtzeitig einstellen zu können. Da die Modernisierungsarbeiten im Falle einer Mieterhöhung aufgrund von Modernisierungsarbeiten aber bereits in der Vergangenheit liegen, ist die Vorschrift diesbezüglich laut den BGH-Richtern nicht einschlägig. Einer Erhöhung ist damit, trotz fehlender Ankündigung der Modernisierungsarbeiten, zulässig.

BGH VIII ZR 164/10

Schön und ausführlich aufgebaut, aber wenn es darum geht, im Rahmen der Modernisierung auch etwas wesentliches zu reparieren, z. B. das Eindringen von Wasser zu verhindern, so wäre dieser Teil separat auszuweisen und von den reinen Modernisierungskosten abzuziehen.

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In der Betriebskostenabrechnung hat sie angegeben 260 Euro zu verlangen nur für das Schreiben was sie selber gemacht hat .

Das ist unwirksam. Diese Kosten können gleich in Anzug gebracht werden.

Was Euer Vermieter da fordert, ist alles Quatsch. Modernisierungen können zwar zu einer Mieterhöhung führen, die Kosten für die Modernisierung selbst können aber nicht auf die Mieter umgelegt werden. Dafür kassiert der Vermieter ja den Mietzins.

Auch die Erstellung der BK-Abrechnung ist nicht umlagefähig, sofern der Vermieter diese selbst erstellt.

Nehmt alle Unterlagen zum Mieterverein mit. Die werden das schon richten.

die Kosten für die Modernisierung selbst können aber nicht auf die Mieter umgelegt werden. Dafür kassiert der Vermieter ja den Mietzins.

Falsche Antwort !

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@werbon

Die Kosten können auf die Miete umgelegt werden - eine direkte Beteiligung an den Kosten (z.B. die Sanierung hat 50.000 EUR gekostet, ich bekomme jetzt bitte 11%, also 5.500 EUR von Euch) kann nicht vorgenommen werden.

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@meini77

Da hast du überhaupt nix von der Umlage der Modernisierungskosten verstanden. Lesen bildet - BGB z.B.

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@Gerhart

schon ganz gut verstanden:

§ 559 (1) Hat der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen im Sinne des § 555b Nummer 1, 3, 4, 5 oder 6 durchgeführt, so kann er die jährliche Miete um 11 Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen.

Der Vermieter kann die jährliche Miete um 11% der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen - aber nicht einfach 11% der Kosten kassieren.

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