Vermieter hat eine Ölrechnung vom 15.5.14 in die Nebenkostenabrechnung 1.6.14 - 1.6.15 gepackt. Ist das rechtens?

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7 Antworten

Die Frage ist wohl eher, ob der Verbrauch an Heizöl wirklich korrekt abgerechnet wurde. Aufgrund möglicher Mieterwechsel während eines Jahres in einem Mehrfamilienhaus, kann bei einer Heizölbevorratung eine korrekte Abrechnung nur wie folgt aussehen:

Am 1. Tag des Abr.-Zeitraums feststellen, wieviel noch im Tank ist und bewerten dieser Menge mit den Einkaufspreisen der letzten Zukäufe oder des letzten Zukaufs nach dem Fifo-Prinzip. Dazu ist es dann notwendig, die Rechnung vom 15.5.2014 zu Grunde zu legen.

Auflisten aller Zukäufe im Laufe des Abrechnungsjahres mit den jeweiligen Einkaufspreisen je Liter.

Am letzten Tag des Abr.-Jahres (bzw. am darauf folgenden 1.) feststellen, wieviel noch im Tank ist.

Daraus wird der gesamte Verbrauch des Abrechnungsjahres berechnet und es können auch die korrekten Literpreise zu Grunde gelegt werden. Die so ermittelten Heizölkosten des tatsächlichen Verbrauchs werden dann der Abrechnung zu Grunde gelegt.

Beispiel:

Einkauf am 15.5.14 (Tank leer) 5000 Liter a 50 Cent.

Stand am 1.6.2014: 4900 Liter

Kein Zukauf im Abr.-Jahr

Restmenge 1.6.2015: 1200 Liter

Gesamtverbrauch im Abr.-Jahr: 3700 Liter a 50 Cent.

Ich denke, daran kann man gut erkennen, wie wichtig bei einer korrekten Abrechnung die Rechnung vom 15.5.2015 ist.

Wurde das bei Dir so gemacht?

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Das Öl wurde doch dann tatsächlich in der Abrechnungsphase verbraucht. Das ist doch unabhängig davon, wann er das bestellt und bezahlt hat.

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Nein, so eine Rechnung hat in der nächsten Periode nichts verloren.

Prüfe bitte zudem den Zeitraum, er beträgt keine 12 Monate und ist somit unzulässig, so jedenfalls der BGH und die Gerichte hier bei uns.

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Ja, die gehört da rein. Das ist übrigens die sicherste Methode den Verbrauch einer Heizperiode zu ermitteln. Und damit erhöht sich der Restbestand zum 31.5., der ja gleichzeitig wieder Anfangsbestand für das kommende Jahr ist.

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Klar, denn das ist doch das Öl, das im Abrechnungszeitraum verbraucht wurde.

Korrekter Weise müsste man den Rest, der am Ende des Abrechnungszeitraums noch in den Tanks war aber gegenrechnen.

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Ja, ist doch logisch. Wenn er vor der Saison getankt hat, ist der Tank ja voll mit diesem Öl. Oder glaubst du, dass ihr in 14 Tagen das Öl verbraucht habt? Er muss lediglich am Ende der Abrechnungsperiode den nicht verbrauchten Rest des Öls wieder abziehen. So wird das richtigerweise gemacht.

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Es kommt darauf an, wie er üblicherweise abrechnet.

Zunächst ist üblich, daß nach Kalenderjahren abgerechnet wird, da alle Zulieferer auch immer Jahresabrechnungen machen. Daher ist mir nicht klar, wie Dein Vermieter Juni bis Juni abrechnet.

Er kann sie entweder in dem Jahr einfließen lassen in das sie fällt oder er macht über alle Zeiträume ein Spitzabrechnung, d.h. er teilt die jährlichen Kosten in monatliche auf und rechnet dann nach Pauschalmonaten ab.

Bei Heizölrechnung ist es dann auch wieder besonders schwierig, weil man ja ggf. nicht jedes Jahr nachtankt, wenn man ein ausreichendes Lagervolumen hat. Dann tankt man, wenn die Preise günstig sind. In diesem Fall kann man immer erst abrechen, wenn man nachgetankt hat. Deshalb ist es auch da sinnvoll die Ölkosten über die längeren Zeiträum gleichmäßig zu verteilen und dann immer 12 Monatsraten in die NK-Abrechnung einfließen zu lassen.

Du mußt überprüfen, wie er es ein Jahr vorher gemacht hat, dazu muß es konsistent sein.

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sillin69 04.05.2016, 12:38

Das Problem ist, dass der Eigentümer gewechselt hat und unsere letzte Abrechnung von der Zwangsverwaltung erstellt wurde. Diese weicht aber in erheblichem Umfang von der jetzigen ab. So wurde beispielsweise die Gebäudeversicherung um 64% teurer, es wurden mehr Heizkosten abgerechnet als Rechnungen vorliegen etc.

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gerolsteiner06 04.05.2016, 12:44
@sillin69

Dann heißt tatsaächlich genau überprüfen was und wie abgerechnet wurde.

Wie schon gesagt, es muß zu der vorangeganegen Abrechnung passen, so daß Du nichts doppelt bezahlst.

Die Methode, die andere hier dargestellt haben ist auch o.k. - immer den Restbestand schätzen und gegenrechnen, aber das ist halt auch immer ungenau. Deshalb am besten eine Langzeitrechnung des Ölverbrauchs zu den jeweiligen Einkaufpreisen aufmachen und diese bis zum nächsten Tanken monatlich anrechnen. Beim nächsten Tanken dann aktualisieren.

Aber auf alle Fälle, ist es grundsätzlich nicht falsch eine Rechnung in die Abrechnung einzubeziehen, die vor dem Abrechnungszeitraum liegt.

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anitari 04.05.2016, 12:41

da alle Zulieferer auch immer Jahresabrechnungen machen.

Nicht alle rechnen nach Kalenderjahr ab. Bei mir z. B. sind es nur der Wasserver- und der Müllentsorger. Gas und Strom werden von April - April bzw. Juni - Juni abgerechnet. Da muß man als Vermieter etwas Rechenarbeit leisten um die Kosten dem Abrechnungszeitraum zuzuordnen.

Wobei Nebenkostenabrechnung von Juni bis Juni formell falsch wäre, da 13 Monate.

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gerolsteiner06 04.05.2016, 12:49
@anitari

Jetzt werde mal nicht kleinkariert, Du weißt doch was ich mit Juni bis Juni gemeint habe, ohne den genauen Tag zu nennen - es gibt hier aber auch Korinthenka ....

Ja, nicht alle aber manche !!! Höchste Entschuldigung für das falsche Wort "alle". Und ich habe ja auch von Spitzabrechnung in solchen Fällen gesprochen.

Hat Dein Beitrag überhaupt einen anderen Sinn als hier rumzumeckern ?

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TrudiMeier 04.05.2016, 13:27

Zunächst ist üblich, daß nach Kalenderjahren abgerechnet wird, da alle Zulieferer auch immer Jahresabrechnungen machen.

Das wäre aber schön. Dann würde das Erstellen der Nebenkostenabrechnung nur noch halb so lange dauern. 

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