Vermieter erhebt Mahngebühr nach durchsicht unseres Mietkontos, ohne vorher schriftlich den Zahlungsrückstand zu nennen, darf er das?

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10 Antworten

Miete ist eine Bringschuld. Die muss nicht gemahnt werden. Du bist automatisch im Verzug, wenn sie nicht fristgerecht nach der Vorschrift des Gesetzes eingegangen ist.

§556b Abs. 1:

Die Miete ist zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten, nach denen sie bemessen ist.

Bei Gericht wird üblicherweise eine Mahngebühr von 2,50 € als angemessen angesehen und zugestanden.

Pro Mahnung sind maximal 2,50 € statthaft.

Will er mehr, muss er nachweisen, dass ihm 5,- € entstanden sind.

Miete muss nicht angemahnt werden, da sie kalendarisch eindeutig durch Gesetz bestimmt ist (§§ 556b, Abs. 1 i.V.m. 286 Abs. 2, Nr. 1 BGB). Überschreitung der Frist löst automatisch Verzug aus.

Damit schuldest du auch Verzugszinsen (§ 288 Abs. 1 BGB).

Er hat uns zuvor nicht erinnert, noch uns geschrieben, dass die Miete unkomplett sei.

Muss er nicht. Die Höhe der Miete ist vertraglich festgelegt.

Miete muss nicht angemahnt werden es ist eine Bringschuld und man befindet sich automatisch im Verzug.

Sich wegen 5 Euro aufregen? 

Er hat einen brief geschrieben ist zum Briefkasten gegangen und gefahren und die Postwertmarke.

Das halt also Zeit und Geld gekostet, da sin 5 € noch sehr human, eigentlich zu wenig.

.... unsere Gerichte hier vertreten die Auffassung, dass ein Mieter seine Schulden kennt und deshalb müssen wir Vermieter die Beträge nicht nennen.

Irgendwo wurde mal gerichtlich festgelegt, das Mangebühren um die 5 € zwischen BtoC zu hoch seien.

Angemessene Mahngebüren liegen bei 2,50 €. Zusätzlich kann aber dann auf den Angemahnten Betrag noch Verzugszinsen gefordert werden, diese dürften aber bei 10 € nur ein paar Cent betragen.

Stimmt schon, 5,00 € Mahngebühren sind n. h. M. etwas happig, sofern man den hierfür erfoderlichen Aufwand nicht nachweisen könnnte; 2,50 € allgemein zugestanden.

Was machst du, wenn der VM den aber beziffert, etwa gleich Verzugszinsen einrechnete und mit kostenpflichtigem extra Kontauszug oder Einschreibgebühren die damit erhöhte Kosten geltend macht?

Selbst wenn nicht, was nun? Wolltest du es für die läppische Differenz auf eine qualifizierte Abmahung ankommen lassen, die dir einmal richtig wehtun kann, wenn du deine Zahlungsausgänge oder andere Mieterpflichten noch einmal so schlampig machst?

Willst du der einzige sein, dem eine Mieterhöhung ins Haus flattert, weil der VM das auch darf?

Schön, wenn man es sich leisten kann, für 2,50 € sein Recht zu bekommen. Du warst gewarnt.

G imager761

Zieh doch einfach die 5 € Mahngebühr ab, wenn sie Dir nicht gefallen. Wundere Dich aber dann nicht, wenn Du in der Liste der demnächst fälligen Mieterhöhungen etwas weiter nach oben wanderst. Sowohl zeitlich, wie auch vom Betrag her.

Niemand ist verpflichtet erst kostenlos zu erinnern. Das machen zB Versandhäuser nur aus Kulanz um die Kunden nicht zu verärgern.

Er hatte ja Aufwand damit...

Gesetz?

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@Sakumo

Das BGB.

Mahngebühren sind Gebühren, die ein Gläubiger bei Zahlungsverzug von seinem Schuldner erheben kann. Die rechtliche Grundlage für Mahngebühren ist aber erst dann gegeben, wenn der Schuldner auf eine fällige Forderung hingewiesen wurde.

Allgemein werden Mahngebühren erst mit dem Erhalt der ersten Mahnung fällig. Ab diesem Zeitpunkt gerät der Schuldner in Verzug und er hat die Kosten zu tragen, die dann für den Gläubiger entstehen, damit seine offene Rechnung bezahlt wird. Der sogenannte „Verzugsschaden“ ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in Paragraph 286 geregelt.

Verzug ohne Mahnung möglich

Beachten Sie, dass ein Verzug auch ohne Mahnung eintreten kann. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein besonderer Zahlungstermin in einem Vertrag oder laut Gesetz vereinbart wurde, zum Beispiel bei Mieten oder Löhnen.

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Ja, das darf er. Und mahnen muss er nicht - ihr wisst doch, wann ihr wieviel zahlen müsst...

Wie konnte das bei einem Dauerauftrag passieren?

Staffelmietvertrag?

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