Vermieter bestreitet erhalt der Kündigung

8 Antworten

Du hast hoffentlich Beweise für den am 16.06. abgeschickten Einschreibebrief?? Zum anderen wird es dir ja Deine Freundin dann bestätigen können!!

Also das scheint mir doch einer der wenigen Faelle zu sein, in denen die sog. "Zugangsfiktion" zum Tragen kommt. Dem Vermieter wurde die Kuendigung angekuendigt, er musste also mit dem Zugang der Kuendigung rechnen. In solchen Faellen geht die Rechtsprechung allgemein davon aus, dass der Empfaenger, der das Einschreiben nicht abgeholt hat, so zu stellen ist, als sei die Willenserklaerung zugegangen.

Ist allerdings etwas kniffelig und ohne Anwalt wohl nicht zu schaffen. Wenn sich aber glaubhaft darstellen laesst, dass der Vermieter im Juni mit dem Zugang der Kuendigung rechnen musste, stehen die Chancen gar nicht schlecht.

Das ist ein großes Problem und leider kein Einzelfall. Ein Brief per "Einschreiben" stellt nicht unbedingt eine (Empfangs-)Sicherheit dar. Der Empfänger wird über das Einschreiben informiert, muss dieses jedoch nicht abholen - aus welchen Gründen auch immer. Damit gilt der Brief als "nicht zugestellt". In den meisten Fällen ist es besser, einen Brief ganz normal zu versenden, evtl. per (Wertzeichen-)Beleg durch die Post und Datumskopie, auch Zeugen helfen weiter. Hier wäre nämlich der Empfänger in der Beweispflicht, diesen Brief tatsächlich nicht erhalten zu haben, was bei der Zustellgarantie der Post tatsächlich ziemlich unmöglich ist.

Belege über Briefmarken sind völlig irrelevant, weil dort kein Empfänger verzeichnet ist. Der Brief kann auch an Tante Erna geschickt worden sein. Und auch bei der Post gehen jährlich zigtausende Sendungen verloren.

Ganz einfach per Einwurfeinschreiben. Damit ist man ab Einwurf in den Briefkasten auf der absolut sicheren Seite.

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@Saarland60

Stimmt nicht ganz, denn ein Einwurfeinschreiben bestätigt lediglich die ordnungsgemäße Zustellung durch die Post, nicht aber den tatsächlichen Erhalt durch den Empfänger.

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@flyrobbin

Gibt übrigens auch die passende "Quelle": OLG Koblenz, Az. 11 WF 1013/04

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@flyrobbin

Bei einem Einwurfeinschreiben ist der Beweis leicht zu erbringen, dass und wann das Schreiben in den Machtbereich des Empfaengers gelangt ist. Nur darauf kommt es an. Wann der es aus seinem Briefkasten geholt hat oder ob ueberhaupt, ist voellig unerheblich.

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