Vermieter aktzeptiert Mietminderung nicht aufgrund der Witterung - ist diese Aussage vom Vermieter rechtens?

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9 Antworten

Wenn die Nässe von außen kommt, also weil die verputzte Fassade beschädigt ist, hat der Vermieter recht. Putz ausbessern oder gar flächig neu verputzen geht auch mit modernen Materialien nur, wenn es durchgängig mehr als 5°C Außentemperatur hat. Selbst wenn es derzeit untertags wärmer wird, nachts fällt die Temperatur doch wieder ab.

Eine Beeinträchtigung ist dennoch vorhanden und führt zu berechtigter Mietminderung. Vielleicht wäre die Nässe nicht aufgetreten, wenn die Schäden noch vor dem Winter behoben worden wären.

Was anderes ist es aber, wenn die Nässe nur dadurch entsteht, weil ihr nicht oder nicht ausreichend lüftet.

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Kommentar von dennchla
12.02.2016, 13:28

Die Aussenwand ist undicht, dadurch drückt der Wind regen ins die Mauer - bis zu mir ins Wohnzimmer.

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Kommentar von DerHans
12.02.2016, 13:51

Wenn der Mangel zeitweise NICHT behoben werden kann, ist das ja gerade die Rechtfertigung der Mietminderung. 

Dass man z.B. für Außenputz die richtige Witterung abwarten muss, ist ja verständlich.

Dafür muss der Mieter aber für die mangelhafte Mietsache nicht den vollen Preis zahlen.

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Mietminderung "beantragt" man nicht, sondern man setzt es um oder lässt es eben bleiben.

Wenn ein Schaden witterungsbedingt nicht behoben werden kann, ist das das Problem des Vermieters. Bei Mietminderung kommt es im Übrigen nicht auf ein Verschulden des Vermieters an.

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Eine Mietminderung ist nicht immer zwingend ein Druckmittel, um den Vermieter zum Tätigwerden zu zwingen, so dass die Argumentation deines Vermieters falsch ist.

Die Sache mit der Mietminderung ist völlig banal:

Nach § 536 BGB ist nur eine angemessene/geminderte Miete zu zahlen, wenn die Tauglichkeit der Wohnung gemindert ist.

Es geht hierbei nicht um die Frage des Verschuldens!

Oder anders: Wenn die Wohnung nicht voll nutzbar ist, wird eben nicht die volle Miete gezahlt.

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Da es im November /Dezember erkannt wurde (auch vom Vermieter). Habe ich eine Mietminderung beantragt. Von den aufgeführten Mängeln waren alle in Kenntnis gesetzt!

Man muss den Vermieter nicht um Erlaubnis fragen bzw. eine Mietminderung beantragen.

Ab Kenntnissetzung der Mängel an den Vermieter darf man angemessen die Miete mindern.

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Mietminderung beantragt man nicht, man nimmt sie selbst vor.

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Das ist doch Unsinn. Wieso soll es witterungsbedingt nicht möglich sein, einen Schaden zu beheben?

Allerdings kannst du die Mietminderung nicht willkürlich vornehmen. da solltest du schon Rat von einem Fachanwalt in Anspruch nehmen.

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Sofern die Mietminderung rechtzeitig angekündigt wurde und der gerügte Mangel, aus welchen Gründen auch immer, fortbesteht, besteht auch der Grund für die Minderung weiterhin. Wegen des Wetters muß sich der Vermieter unmittelbar an "Petrus" wenden!

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Kommentar von Gerhart
12.02.2016, 18:08

Mit der nachweislichen Meldung eines Mangels an den Vermieter beginnt die Mietminderung, auszuführen bei der der Meldung folgenden nächsten Mietzahlung und zwar taggenau. Es bedarf niemals einer Ankündigung der Mietminderung.

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Erkundige dich beim Mieterschutz.

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Kommentar von dennchla
12.02.2016, 13:21

Ja. Da bin ich schon bei, haben demnächst einen Termin.

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Nein, die Aussage von Vermieter ist nicht rechtens. 

Mietminderung muss man nicht beantragen, man nimmt sie vor. Natürlich ist es aber nett, wenn man den Vermieter im Vorfeld informiert. 

Darauf achten muss man allerdings, dass die Höhe angemessen ist.  Hierzu gibt es keine verbindlichen Vorgaben, die Höhe richtet sich allein nach herrschender Meinung bzw. herrschendem Recht. Das meint, man orientiert sich an Urteilen, die in jüngster Zeit hierzu gefällt worden sind. 

Die Mietminderung findet ihre Berechtigung allein in dem Umstand, dass die Mietsache nicht mehr dem ihr ursprünglich beigemessenen Wert entspricht. Dabei ist es vollkommen egal, ob der Vermieter selbst den Schaden bzw. die Dauer des Schadens zu verantworten hat oder nicht. 

Lediglich bei durch den Mieter selbstverschuldeten Schäden an der Mietsache sieht es ein bisschen anders aus. Aber das scheint bei Dir ja nicht der Fall zu sein. 

Grundsätzlich empfehle ich, Mietminderungen nur mit Begleitung einer kompetenten Mieterberatung oder eines Fachanwaltes für Mietrecht vorzunehmen. 

Viel Erfolg ☺

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