Vermieter Abmahnung?

8 Antworten

Diese Abmahnung solltest du ignorieren. Sie hat nur dann Wert für den Vermieter, wenn der Vermieter eine  Kündigung vorbringen will, die mit der gleichen Begründung wie die Abmahnung verfasst wird.

Bei ordentlicher Kündigung durch den Vermieter solltest du nachweislich und schriftlich widersprechen. Einer Räumungklage könntest du entgegen sehen, die vermutlich der Vermieter aufgrund seiner dürftigen Beweislage verlieren wird. Zeigs ihm!

Du brauchst wegen der Abmahnung gar nichts zu unternehmen. Du darfst Besuch haben, so oft und so lange, wie Du willst. Es ist Deine Wohnung. Bei einem ständigen Aufenthalt der über 6 Wochen hinaus reicht und praktisch nicht unterbrochen wird, erklärst Du dem Vermieter, es handelt sich hier um Deinen Verlobten. Dann ist endgültig Feierabend.

Dass Du nicht auf die Abmahnung reagierst, hat keinerlei Bedeutung. Ob der Vermieter sie nun so interpretiert, als ob du sie zur Kenntnis genommen und anerkannt hat oder ob er, wie Du, der Meinung ist, dass sie Dir am A. vorbei geht, ist völlig irrelevant.

Sollte er Dich deswegen kündigen und sich darin auf die vorangegangene Abmahnung berufen, teilst Du ihm mit, dass Du die Kündigung nicht anerkennst. Dann muss er Räumungsklage erheben, die er nicht gewinnen wird. Also, Ball flach halten und nichts weiter unternehmen.

Ich sehe das ein bißchen anders. Wenn nun (so habe ich das verstanden) die FS samt Freund und Kind die Wohnung während der Woche nutzt und nur am Wochenende zum Freund übersiedelt, kann der Vermieter aufgrund dieser schönen Regelmäßigkeit davon ausgehen, dass der Freund dort auch wohnt. Wenn das über längere Zeit schon so geht, dann ist der Freund kein Besuch mehr. Sein Aufenthalt hätte dem Vermieter angezeigt werden müssen, um die Nebenkosten anzupassen. Verbieten darf der Vermieter den "Besuch" des LG aber nicht.

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@TrudiMeier

Da stimme ich Dir zu, aber der Vermieter weiß vermutlich zwischenzeitlich sehr gut, seit wann der LG bei ihr wohnt und wird das bei allen Betriebskosten berücksichtigen, die nach Personen aufgeteilt werden. Was aber, wenn z. B. Müll nach Wohnfläche aufgeteilt und Wasser mit einem Zähler erfasst wird und entsprechend umgelegt wird?

Dann gibt es womöglich überhaupt keine personenbezogenen Nebenkosten und dem Vermieter kann/muss es egal sein, wer bei der Mieterin wohnt, denn er kann sowieso nichts dagegen machen. Das einzige, was er berichtigter Weise machen könnte, wäre eine Meldung ans Einwohnermeldeamt, dass hier offenbar jemand in seine Mietwohnung eingezogen ist, der während der ganzen Woche hier wohnt, aber nie bei ihm nach einer Wohnungsgeberbescheinigung gefragt hat.

Das EWA könnte dann der Sache nachgehen und zumindest verlangen, dass sich der LG mit Zweitwohnsitz anmeldet. Das ist aber auch schon alles.

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Die Abmahnung ist nicht relevant Du kannst da auch kein Widerspruch gegen machen.

Kündigt Dir der Vermieter aufgrund wiederholtem Verstoß seiner Abmahnung und es kommt zu einer Klage, dann ist er beweispflichtig.

Aus eigener Erfahrung vor vielen Jahren weiß ich, dass ein Vermieter in so einer Situation zu 99,99 % keine Chance hat mit der Kündigung durchzukommen.

Solange Dein Freund einen eigen Wohnsitz hat und sich innerhalb von 6 Wochen ein oder mehrere Male mindestens 24 Stunden oder Dein Freund mehrfach in den 6 Wochen am Abend zu seiner Wohnung geht und dort schläft.

LG

johnnymcmuff

Wir schlafen das Wochenendemeistens bei ihm nur in der Woche nicht wegen der schule meiner Tochter. 

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@Loopi333

Das reicht.

Wie ich schon in der anderen Frage schrieb, er darf die Nebenkosten anpassen soweit es möglich ist.

Wir haben nichts dagegen dass unsere überwiegend Mieterinnen Ihre Freunde bei sich schlafen lassen.

Solange sich auch keine beschwert, passen wir nicht mal die Nebenkosten an.

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