Vermieter // Nebenkostenabrechnung

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6 Antworten

Ist tatsächlich eine Nebenkostenpauschale vetraglich vereinbart ist mit den monatlichen Zahlungen alles erledigt. Es gibt keine Abrechnung, aber auch keine Erstattung oder Rückzahlung.

Sind aber monatliche Vorauszahlungen vereinbart muß der VM 1 x jährlich darüber abrechnen.

Er könnte für jede einzelne vereinbarte NK-Art einen separaten Abrechnungszeitraum wählen und so abrechnen. Dann müßte aber im Vertrag auch für jede NK-Art ein Betrag als monatliche Vorauszahlung stehen und die Abrechnung müßte frist- und formgerecht erfolgen. Formgerecht heißt vor allem in Textform. Das diese Art abzurechnen jedoch Unsinnig wäre dürfte einleuchten.

Mal eben so sagen "gib mal X € für die Grundsteuer" geht nicht.

Sprich Du mußt das außerhalb der "regulären" NK-Abrechnung nichts zahlen.

Teile dem Vermieter mit das Du nicht verpflichtet bist neben den monatlichen Vorauszahlungen gesonderte Zahlungen zu leisten und er möchte, wie gesetzlich vorgeschrieben, frist- und formgerecht über alle NK, auch die Grundsteuer, abrechnen.

Ja natürlich. Wenn es denn so vereinbart wurde (Beispiel Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus), wird doch nur umgesetzt, was vereinbart wurde. Diesbezügliche Angaben kann ich aber aus der Frage nicht ersehen und somit ist eine seriöse Antwort nicht möglich. Werfe einfach einen Blick in die Urkunde bzw. erg. die Frage.

Wenn tatsächlich für Betriebskosten eine Pauschale vereinbart wurde, gibt es keine Abrechnung, die wäre nur bei monatlichen Vorauszahlungen vorgeschrieben. Lediglich Heizungskosten müssen immer nach Verbrauch abgerechnet werden (außer in Zweifamilienhäusern). Bei Vorauszahlungen müssten die vereinbarten BK im MV aufgeführt sein oder zumindest auf die Betriebskostenverordnung verwiesen werden. Du schreibst einmal von Pauschale und dann wieder von Vorauszahlungen und deren Abrechnung. Was stimmt denn nun? Sind richtigerweise Vorauszahlungen doch vereinbart, so ist über diese jeweils über 12 Monate innerhalb der anschließenden 12monatigen Abrechnungsfrist abzurechnen. Erst danach ist eine evtl. Nachzahlung fällig. Zwischenabrechnungen sind unzulässig bzw. unwirksam, da nicht gesetzeskonform.

Du sprichst hier von einer Nebenkostenpauschale. Entweder du verwendest diesen Begriff missbräuchlich oder du bezahlst tatsächlich die Nebenkosten laut Mietvertrag pauschal. Dann nämlich gäbe es überhaupt keine Abrechnung, weil durch die Pauschale Nachzahlungen und Erstattungen nicht möglich sind.

Wenn im Mietvertrag diese Vokabel "Nebenkostenpauschale" wortwörtlich steht, dann hat sich die Sache schon erledigt.

da die Grundsteuer meist vom Eigentümer der Wohnung direkt an das Finanzamt bezahlt werden und nicht über die Hausverwaltung abgeführt werden können diese natürlich nicht auf der "warmen" Nebenkostenabrechnung stehen sondern werden separat abgerechnet. Al als Posten zu den NK aufgeführt. Die Grundsteuer ist vom Mieter zu bezahlen und bewegt sich je nach Lage und Größe der Wohnung zwischen 150.- und 300.- Euro im Jahr bei einer "normalen" Wohnung

Wenn die Grundsteuer in der 1. Nebenkostenabrfechnung fehlten, dürfen diese nachgereicht werden, denn diese gehören lt. Gesetzgeber in die "kalten" Betriebskosten und dürfen ohne weiteres am Ende des vereinbahrten Abrechnungszeitraums eingesetzt werden.

Gerhart 03.10.2014, 18:09

Die Grundsteuer gehört zu den Betriebskosten, wenn im Mietvertrag deren Abrechnung zusammen mit den anderen Betriebskosten vereinbart und eine monatliche Vorauszahlung auf die Betriebskosten vertraglich geregelt wurde. (Siehe 2. Betriebskostenverordnung) Zwischendurch ist die Abrechnung der Grundsteuer nicht erlaubt.

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KingofKingsz 03.10.2014, 18:23

Das ist ja nicht die erste Nebenkostenabrechnung. Er macht das jedes Jahr so. Ich habe mich geweigert das so zu zahlen. Treffe ich da auf Verständnis bei euch oder würdet ihr euch das gefallen lassen?

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Gerhart 03.10.2014, 20:00
@KingofKingsz

Dann wird es Zeit dem Vermieter seine Gewohnheiten auszutreiben.

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