Vermieter - Kosten Winterdienst - extreme Steigerung

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10 Antworten

Netter Versuch vom Vermieter.... nein den Posten muss Sie nicht bezahlen! hätte das ein Beauftragter gemacht, dann muss das in den Nebenkosten im Mietvertrag auch aufgeführt sein - als sonstige Betriebskosten lässt sich das nicht einstufen - somit wäre ggf auch die Pauschale nicht gerechtfertigt von 50€ im Vorjahr. Ein Vermieter kann nicht jedes Jahr den Umlegungsschlüssel ändern wie er möchte, er muss sich einmal entscheiden wie er das abrechnen möchte - wenn, dann nur die 50€ akzeptieren aber nicht die 600€ ...

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Ich mach seit nun 12 Jahren im Haus die Nebenkostenabrechnung für den Vermieter - es gab nur vereinzelt mal Probleme mit Mietern, aber nicht mit der Abrechnung, die waren akkurat und korrekt. Wir atten einen Mieter, der sich partut nicht an der Schneeräumpflicht (lt. Hausordnung) beteiligen wollte - da hat der Vermieter den Hausmeister beauftrag das für Ihn zu tun und natürlich in Rechnung gestellt - der Mieter klagte und kam nicht durch damit, er musste das bezahlen.

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Aber in dem Fall, wo der Vermieter im Haus wohnt und lt. Schneeverordnung zur Räumung verpflichtet ist, kann er das nicht mit in die Nebenkostenabrechnung packen, das ist deffinitiv unzulässig... wenn müsste deine Freundin Gelegenheit dazu haben, den Schnee auch selbst zu räumen - hat sie aber nicht, sie hat dafür eine pauschale bezahlt und die gilt dann auch weiter, man kann dann nicht kommen und im Jahr darauf auf stunden abrechnen für eine Person, die juristisch schon zur Räumung verpflichtet ist ... ich habe schon viel gelesen, aber das ist die Krönung ....

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Kommentar von MichaDD
08.07.2011, 09:01

Klingt plausibel.

Sie hat parallel mal beim Mieterschutzbund angefragt. Wenn es da eine Antwort gibt, dann poste ich die hier gern. Evtl. hat ja noch jemand anders so ein Problem.

Vielen Dank.

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Kommentar von XtraDry
08.07.2011, 09:20

das ist deffinitiv unzulässig...

Nein, das ist strittig, definitiv unzulässig ist es aber nicht...

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Somit werfe einen kleinen Blick in die mietvertraglichen Vereinbarungen nebst Hausordnung. Dort wurde geordnet, wer mas machen darf und was zu bezahlen ist und fiktiv abrechnen darf ein Vermnieter (leider), so jedenfalls der BGH.

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Grds. sind Kosten für den Winterdienst (wie Gartenpflege oder Treppenhausreinigung) als Betriebskosten umlagefähig, sofern dies im MV oder der Hausordnung wirksam vereinbart wurde.

Allerdings ist dem M Gelegenheit zu geben, das selbst zu erledigen - nur wenn das nicht klappt, kann er die Kosten abwälzen.

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Der Vermieter darf für seine Arbeit dir die Leistung in Rechnung stellen. Letzten Winter gab es mehr Schnee als in den anderen Wintern. Deshalb scheint mir der Stundensatz nicht zu hoch.

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Hi,

ich hoffe das Dir das weiterhilft,

Zunächst ist der Hauseigentümer für die Beseitigung von Schnee und Eis sowie für das Streuen von glatten Wegen verantwortlich. Der Vermieter kann die Pflicht zu räumen und zu streuen, auf die Mieter jedoch abwälzen, wie kürzlich ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 30. Mai 2006 (Az. 2 O 324/06) bestätigt hat.

Durch einen Blick in den Mietvertrag kann jeder prüfen, ob er im Winter zu Schneeschaufel und Besen greifen muss. Eine ausdrückliche Vereinbarung über den Winterdienst muss entweder im Mietvertrag enthalten sein oder in der Hausordnung stehen, wenn diese Bestandteil des Mietvertrags ist. Ein allgemeiner Aushang im Treppenflur genügt laut Urteil des Landgerichts Karlsruhe nicht. Der Vermieter kann wählen, ob er die Mietergemeinschaft insgesamt oder einen einzelnen Mieter zum Schneeräumen und Streuen verpflichtet. Eine Regelung oder einen Grundsatz, wonach insbesondere die Erdgeschoss-Mieter für den Winterdienst zuständig sind, gibt es nicht (OLG Frankfurt, Az.: 16 U 123/87; LG Stuttgart, Az.: 5 S 210/87).

Räumpflichtige Mieter, die aus beruflichen Gründen keine Zeit zum Schneeschieben haben oder eine Urlaubsreise unternehmen, müssen sich um eine Vertretung kümmern. Dies gilt auch im Krankheitsfall.

wenn Du mehr wissen willst siehe Link

http://www.deutschesmietrecht.de/index.php?option=com_content&task=view&id=102&Itemid=40

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Ob es rechtens ist, weiß ich nicht. Das wird wohl ein Rechtsanwalt oder der Mieterschutzbund wissen....Aber fest steht, dass 60 Stunden Schneeschieben und Streuen sehr übertrieben ist. Man muss ja schließlich nur einen Weg für Fußgänger freimachen und nicht die ganze Straße.

60 Stunden x 10,- Euro sind ja 600,- Euro, so ist es kein Anteil. Ein Drittel wäre ja "nur" 200,- Euro. Das wäre bei dem vielen Schnee von den letzten Jahren vielleicht gerecht. Man muss ja auch Salz oder andere Streumittel kaufen.

Sie könnte ihrem Vermieter ja auch vorschlagen, den Winterdienst selbst zu erledigen und zahlt dann gar nichts.

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Deine Kollegin sollte schnellstens zum Mieterverein gehen und den Fall schildern. Mir erscheint die Steigerung auch extrem hoch. Aber ohnehin erstmal nicht zahlen und auf die Nachfrage bei einem Mietrechtsexperten verweisen.

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wenn lt. MV Winterdienst in den NK aufgeführt sind, kann er dafür auch etwas verlangen. Eine Erhöhung von 50 auf 200E ist jedoch extrem und muss begründet sein. Sie kann sich aber auch weigern und den Schnee selbst beseitigen.

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Ist es rechtens, dass der Vermieter diese große Summe veranschlagen kann, in den letzten Jahren viel weniger verlangt hat

Wenn dies mietvertraglich so vereinbart ist, ja. Er muss natürlich seinen Anteil dieser "Kosten" auch selbst tragen...

und das ohne vorherige Ankündigung

Ich finde es allerdings auch eine Frechheit vom Winter, dass er nicht vorher angekündigt hat, dass er so hart wird, so dass der Vermieter dies seinen Mietern nicht vorankündigen konnte... "rolleyes"

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Kommentar von MichaDD
08.07.2011, 09:22

Die Ironie/Sarkasmus-Dose kann aber auch nie geschlossen bleiben.

Ihr geht es doch nicht darum, dass bei einem harten Winter auch höhere Kosten anfallen. Dass ein Winter nicht vorhersehbar ist, ist ja auch klar. Es geht um eine vorherige Ankündigung, dass im nächsten Winter pro geleistete Winterdienststunde 10 Euro veranschlagt werden. Weil dann hätte die Mieterin ja evtl. die Möglichkeit gehabt zu sagen, Herr Vermieter, ich würde gern auch ab und zu den Winterdienst mit erledigen.

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Wer schob denn den Schnee ? Erfolgte dieser Winterdienst durch den VM darf dieser garnichts dafür berechnen.

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Kommentar von MichaDD
08.07.2011, 08:43

Laut ihrer Aussage immer durch den Vermieter. Einmal durch den Freund der Mieterin, weil der Vermieter verreist war.

Dieses einmalige Räumen wollte der Vermieter in der Berechnung mit beachten.

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Kommentar von XtraDry
08.07.2011, 09:16

Erfolgte dieser Winterdienst durch den VM darf dieser garnichts dafür berechnen.

Da gibt es inzwischen diverse anders lautende Urteile, die Rechtsauffassung ändert sich da gerade...

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Kommentar von schleudermaxe
10.12.2013, 09:44

Lachnummer? Natürlich darf ein Vermieter, sogar wenn es andere ausführen und er darf sogar fiktiv und ohne Rechnung verteilen, so jedenfalls aktuell der BGH. Also bitte!

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