Vermehren oder verringern sich Schulden in der Inflation?

5 Antworten

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Die die Schulden verringern sich während der Inflation, wenn sie nur in Geld bestehen und auch nur darin zu begleichen sind, weil das Geld entwertet. Das ist besonders interessant bei langfristigen Krediten und Darlehen. Vorteile daraus kann aber nur der ziehen, welcher mit den Preissteigerungen ebenfalls mehr Geld erhält. Schädlich kann es für diejenigen ohne Einkommen werden.

Danke für Deine Antwort. Manchmal scheint mir, dass diejenigen ohne Einkommen, ein sehr viel ruhigeres Leben haben. Oder? Gruß Magiks :-)

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@Magiks

In der Inflation geht es einkommenslosen Menschen genauso wie vorher bzw. in der Deflation. Irgendwoher braucht man Kapital zum Leben. Und das muss stets aus ausreichenden Einnahmen nachwachsen, weil es andernfalls aufgezehrt wird, wie das besonders in der "DDR" der Fall war. Wessen Einnahmen mit der Inflation nicht Schritt halten, bei denen droht die Aufzehrung des Kapitals bzw. Ersparten, nicht wahr? Das gilt besonders, wenn es für das Geld immer weniger bis gar nichts mehr gibt. Der Deutsche Staat hat auch Dank der Senkung der Einkommenssteuern und Anhebung der inflationären Einkommenssteuern weniger Einnahmen. Und die Supermanager von den Banken und anderer Wirtschaftsbetriebe spenden von ihren 500.000,-€ bis ca. 100.000.000,-€ wie "Professor Dr." Ackermann auch nur ihrer CDU/CSU und FDP! Und was diese Schwarzgeldkassensippe ständig verspricht und treibt, ist leider nur allzu sehr bekannt. Wenn Sie sie mögen, wählen Sie diese Leute. Wenn nicht und bei Abneignung gegen die Linke, bleiben Sie einfach von der Wahl fern, dann wird es wieder eine CDU-FDP-Regierung geben.

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Der Schuldenbetrag bleibt gleich. Aber der Wert verschwindet dann. Also wenn du jemanden 100 Euro schuldest und es kommt zur Inflation. Dann schuldest du ihm immer noch 100 Euro. Nur daß die vielleicht nichts mehr wert sind und du sie dann locker zahlen kannst, so wie wenn du heute jemanden 5 cent zahlen müßtest.

Auch Dir, danke für Deine schnelle und ausführliche Antwort. Nun ja, ich könnte diese 100 Euro Schulden, die dann um ein Drittel weniger wert wären nur locker zahlen, wenn ich ein Einkommen hätte, das gleichbleibend wertig ist, d.h., dass mir ein Drittel mehr gezahlt wird, um die Inflation von einem Drittel für mich auszugleichen. Kann mir vorstellen, dass ich keine 1/3 Gehaltserhöhung bekomme und somit gibt es ein Drittel Inflation und so gefühlt bleibt die Höhe der Raten diesselbe, weil mein Einkommen auch dasselbe blebit und somit um ein Drittel entwertet ist. Mönsch. Ganz schon kompliziert. Hoffe, Du konntest folgen? Gruß Magiks :-)

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Inflation ist ein anderer Ausdruck für Geldentwertung. Damit werden sowohl Geldanlagen als auch Schulden weniger wert. Das gilt sowohl für deine Schulden, als auch für die Schulden des Staates. Weil der Finanzminister das auch weiss, werden wir wohl bald wieder eine höhere Inflationsrate haben. Auch zu deinem Vorteil als Darlehensnehmer.

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Du schreibst: +++zu deinem Vorteil als Darlehensnehmer+++ Kaufe ich heute eine Sache mit einer Finanzierung geht das über ein Darlehen einer Bank, für das ich für einen bestimmten Zeitraum Raten vereinbare. Richtig? Und wenn ich Dich richtig verstehe, dann wäre der WErt dieses Darlehens, der Raten so viel geringer, wie die Inflation hoch ist? Richtig? Danke Magiks :-)

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@Magiks

Richtig, je höher die inflationsrate, desto schneller der Wertverlust. Vorteilhat ist das allerdings nur, wenn du jetzt Zinsen in der Niedrigzinsphase für längere Laufzeit fest vereinbarst und derweilen inflationsbedingt auch das Einkommen wächst. Dann wird deine Belastung relativ immer niedriger. Ein Drittel Geldentwertung ist allerdings auf absehbare Zeit Illusion.

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@jostero

Danke noch mal für Dein Antworten. Richtig, dass Einkommen müsste auch inflationsbedingt steigen, dann würden die Raten mehr als nur gefühlt weniger sein. Es wäre eine 0 Prozent Finanzierung, also ohne Zinsen. Mir wurde gesagt, dass jetzt vor den Wahlen niemand davon spricht, jedoch ab nächstes Jahr eine staatlich verordnete Geldentwertung von einem Drittel geben wird. Wie auch immer das gehen mag .... ? Gruß Magiks.

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@Magiks

Also ein Drittel ist illusorisch, das wäre auch sehr schlecht für die Volkswirtschaft. Aber neben einer Steuererhöhung und der - mit Sicherheit sehr unpopulären - Ausgabenkürzung ist die Inflation die dritte Möglichkeit die Staatsschulden zu reduzieren. Da wird die Politik schon Wege finden, das Geld zu entwerten, auch wenn wir eine formal unabhängige europäische Notenbank haben, die für die Geldmenge zuständig ist.

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