Verloben hat es was mit dem Amt und so Zutun?

6 Antworten

Die Verlobung ist ein rein privates nicht einklagbares Eheversprechen. Die Verlobten sind für Handlungen, die sich aus Schaden für den Einzelnen aus einem Rücktritt ergeben, dem anderen gegenüber ersatzpflichtig; Gegenseitige Geschenke können zurückgefordert werden.

Aufs Amt musst du nicht. Aber ein Eheversprechen ist es doch. Das kann auch rechtliche Auswirkungen haben. Bei einer Trennung z.B. müssen Geschenke, die mit dem Eheversprechen zu tun haben, zurück gegeben werden.

In Deutschland ist diese Übereinkunft rechtlich nicht bindend, das Verschenken eines Verlobungsringes ist üblich. Die Rücknahme der Verlobung, die „Entlobung“, hat minder schwere Voraussetzungen als die Begründung oder Beendigung einer Ehe oder Lebenspartnerschaft. Diese Auffassung wird zum Beispiel durch die Aufhebung des entsprechenden Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) deutlich, der früher die Zahlung eines „Kranzgeldes“ durch den Verlobten an die Verlobte vorsah, wenn der Verlobte bereits vor der Ehe Geschlechtsverkehr mit seiner Verlobten gehabt hatte und das Verlöbnis aufhob. Dies zeigt, dass heute die Rolle des Verlöbnisses gesellschaftlich und rechtlich eine geringere geworden ist.

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