Verliere immer die Steigbügel!

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Huhu,

man muss nie mit den Fersen treiben. Getrieben wird mit Becken, Kreuz und Wade, fehlt von hinten etwas mehr Schub, unterschützt die Gerte im richtigen Moment. Eine Ferse, die in die Rippen gerammt wird, ist sehr unangenehm für ein Pferd und nicht hilfreich.

Die Steigbügel verliert man häufig oder man rutscht hinein, wenn das Beim nicht richtig liegt oder man nicht zum Sitzen kommt. Oft liegt das Bein schon auf der Hüfte heraus verdreht oder zu weit vorne. Wenn der Reiter nicht locker mit den Becken in der Bewegung mitschwingt, kommt er nicht zum Sitzen und kann den Aufschwung nicht nach unten im Steigbügel abfedern. Viele Reiter spannen auch den Po an, was zu unruhigen Bringen führt. Bei vielen Reiten liegt der Oberschenkel zu weit vorn wodurch das Knie nach vorn Reiter und auch die Hacke hoch zieht, dann verliert man den Kontakt im Steigbügel. Das Bein muss aus der Hüfte locker zurück gekommen am Pferdekörper liegen ohne dauerhaft angespannt zu sein, die Fußballen liegen an Steigbügel und lassen den Fuß nach unten federn. Wo bei dir das Problem liegt, kann nur dein Trainer vor Ort beurteilen.

Liebe Grüße

Ein Anti-Durchrutsch-Schutz vertuscht in deinem Fall nur die Folgen deines falschen Sitzes und deiner falschen Hilfengebung und löst nicht das Problem

0

jetzt kann ich nicht mehr antworten XD es wurde alles schon gesagt

0

also eher geschrieben

0

Danke euch allen :)

0

Danke, aber mit den "fersen Treiben" meine ich nicht, dass ich die Fersen in den Bauch rein Hau sondern mit den fersen druck ausübe, und mit den Fersen sanft in den Bauch drehe. Ich bin ein Sporen und Gerten Gegner, weil ich persönlich damit nicht umgehen kann, und damit falsch arbeite :)

1
@Lolipops21

Wenn man die Ferse in den Bauch dreht, sei es auch noch so sanft, dreht sich dein Fußgelenk und dadurch auch dein ganzes Bein aus der Hüfte heraus. Das führt zu Sitzfehlern und verhindert eine gute präzise Einwirkung auf das Pferd.

Die treibende Hilfe wird durch verstärkendes Begleiten des Pferdes mit der Innenseite des Schenkels gegeben. Dass das Pferd darauf gut reagiert, sollte Inhalt seiner Ausbildung gewesen sein und es ist Aufgabe der Reiter, diese Sensibilität zu erhalten.

0

Du solltest mal mit dem/der Besi. von dem Pferd reden. Er/Sie kennt sein/ihr Pferd am besten.
Evtl. bekommst du ja gute Tipps und Unterstützung dazu, was du machen kannst um das Pferd vorwärts zu bekommen.

Warum das Pferd nciht vorwärts gehen mag, kann verschiedene Ursachen haben:
- drückender Sattel
- Verspannungen
- Mangelerscheinungen (lässt sich über ein Blutbild feststellen - evtl. braucht das Pferd ja Selen, Zink oder sonstiges)

Mit den Fersen treiben???

Damit stumpfst du das Pferd ab, das Pferd wird noch unmotivierter/ unwilliger/ störrischer/ fester und das Problem wird dadurch nicht gelöst. Du kannst nicht ein Problem bekämpfen in dem du ein neues schaffst. (Ein Pferd merkt eine kleine Fliege auf dem Fell, was meinst du passiert wenn du dem Pferd die Fersen [oder womöglich sogar Sporen] in die Seiten rammst.....Pferde sind sehr sensible Lebenwesen. Möchtest du dass dir jemand in die Rippen tritt oder dir einen Ellenbogen in die Seite rammt damit du dich irgendwohin bewegst? ...sicher nicht)

Versuche geduldig weiter mit Hilfen über Kreuz, Schenkel, Gewicht und auch Stimme zu arbeiten (Aber beachte auch bei Kommunikativen Hilfen - Klare Kommandos geben [kann man super an der Hand anfangen zu üben, dann an der Longe und später dann unterm Reiter] und nicht das Pferd tot quasseln, weil sonst reagiert das Pferd auch darauf nicht mehr.). Ansonsten versuche es mit einer Gerte, auch wenn du davon nicht begeistert bist. Du sollst das Pferd ja nicht verprügeln, sondern gezielte und deine Hilfen unterstützende Reize setzen. Auch wenn dich die Gerte in der Hand vielleicht stört, sie ist bei richtigem Einsatz eine gute Motivationshilfe.

Alternativ, such dir eine weitere Person die sich mit einer Peitsche auf den Platz stellt und deine treibenden Hilfen (mit Hilfe der Peitsche) unterstützt. Das Pferd soll ja lernen auch auf feine Hilfen zu reagieren.

Und trainiere deine Wadenmuskulatur - gibt etliche tolle Übungen dafür= wie:
- Treppensteigen ohne sicham Geländer fest zu halten
- Wadenheben an der Treppe
zur Ausführung der Übung stellst du dich mit dem Vorderfuß auf eine beliebige Stufe. Anschließend hebst du die Ferse an. Diese Bewegung wiederholst du dann so lange, bis du ein ziehen in den Waden verspürst. Wenns Anfängt weh zu tun solltest du aufhören.
- Hopserlauf
- Seitkick
- Kniebeugen
- Wechselstep

Danke, aber mit den "fersen Treiben" meine ich nicht, dass ich die Fersen in den Bauch rein Hau sondern mit den fersen druck ausübe, und mit den Fersen sanft in den Bauch drehe. Ich bin ein Sporen und Gerten Gegner, weil ich persönlich damit nicht umgehen kann, und damit falsch arbeite :)

0
@Lolipops21

Auch mit den Fersen Druck aus zu üben ist für das Pferd unter dir nicht sehr angenehm. Nehme doch deine handballen und drücke dir diese gegen deine Rippen und dann nehme mal zwei Finger und übe damit Druck gegen deine eigenen Rippen aus. Mit dem Handballen ist das ein aushaltbarer Druck der über eine große Fläche erfolgt. Mit den zwei Fingern ist richtig unangenehm, weil der Druck dadurch nur auf eine kleine Fläche ausgeübt wird. Genau das passiert wenn du mit der Ferse treibst.

Das Problem am treiben mit der Ferse ist ja nicht nur der für das Pferd unangehme Druck. Um mit der Ferse an den Bauch zu kommen musst du deine Beine hoch ziehen, dadurch kippst du mit deinem Oberkörper automatisch nach vorne und sitzt nicht mehr im Mittelpunkt des Pferdes. Dadurch bringst du das Pferd (Wenn auch nicht gewollt) auf die Vorhand, das Pferd hat in diesem Moment nicht mehr die Möglichkeit sein Gewicht auf die Hinterhand (Den Pferdemotor) zu bringen. Durch das nach vorne kippen gibst du auch automatisch die Verbindung deines Zügels auf- mit großer Wahrscheinlichkeit fällt dir das Pferd in solchen Momenten auseinander. Eine effektive Eiwirkung deiner Hilfen ist somit nicht gegeben.

Spreche mit deiner Reitlehrerin, dass du den richtigen Einsatz von einer Gerte bei Reiten lernen möchtest. (Wie gasgt sie dient nur der präzisen Verstärkung deiner Hilfen). Deine Ferse soll immer der tiefste Punkt sein. (Reite einfach mal eine zeit lang ohne Bügel damit musst du automatisch ein langes Bein machen um dich auf dem Pferd zu halten. Versuche dich über Sitzstunden an der Longe immer wieder korrigieren zu lassen. Das Pferd lernt mit dir. Wenn du viel daran arbeitest, kannst du dem Pferd beibringen auf minimale Hilfen zu reagieren. Schwer machen heißt langsamer [das funktioniert bis zum halten ohne Zügelhilfe], Oberkörpfer strecken und leichter Schenkeldruck heißt vorwärts) :D

0

Versuch mal dein Gewicht richtig hinten auf die Fersen zu verlagern, kannst es ja erstmal im leichten Sitz versuchen

Was möchtest Du wissen?