Verliere ich noch den Verstand?

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8 Antworten

Hallo Lessuelsch, ich grüße dich.

Lies deinen Text noch einmal! Du wirst feststellen, dass du viel schreibst, ohne zu deinem eigentlichen Problem etwas zu sagen. Du beschreibst, was du tust oder nicht tust. Das sind nur Äußerlichkeiten. Wen interessiert das? Interessanter wäre es zu wissen, was dich bewegt, was in dir abläuft, welche Emotionen, Wünsche oder Bedürfnisse vorhanden sind. Nach deinem Schreiben kann sich ein Leser vieles Denken. Jedoch sind seine Gedanken mit deinen vergleichbar? Kann er sich in deine Situation hinein denken? Selbst wenn, dann verbleibt er nur in seinem Denken und kennt nicht deine innere Situation, die deinen Emotionen und deiner Gefühlslage entspricht.

Du arbeitest im medialen Bereich. Gerade in diesem ist es von entscheidender Bedeutung, was sich im inneren des Menschen abspielt. Möglicherweise bist du selbst nicht sensitiv, was dem medialen Bereich entspräche, sondern nur sensibel, was einer hohen Empfindsamkeit entspricht. Beide sind jedoch zu unterscheiden. Für die Empfindsamkeit deinerseits spricht deine Situation, in der du in einem energetischen Loch hängst und dich selbst nicht heraus holen kannst.

Lass dich tief ins Loch hinein fallen, lass alles los, besonders Gefühle, Emotionen oder Wünsche, um erst einmal wieder du selbst zu werden. Und dann ergibt sich die Frage, ob du stark genug bist anderen helfen zu können oder ist dies nur dein "frommer" Glaube, den du meinst ausleben zu können? Jemand, der anderen helfen will, der sollte in der Lage sein, sich selbst zu helfen. Er sollte zu einer Selbstanalyse in der Lage sein. Besonders in einer solchen Situation.

Anmerkung: Mein Text ist nicht als Trost gedacht. Er kann nur auf einen neuen Anfang hinweisen. Ein Bedauern oder eine begriffliche Einordnung in Depression oder Burnout wäre dabei keinerlei Hilfe. Wenn er jedoch deine Wut oder deinen Ärger anstachelt, dann hat er schon etwas erreicht.

Ich grüße Dich und bleibt gesund.

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Kommentar von Lessuelsch
27.02.2016, 00:36

Du hast recht, ich beschreibe die Situation, weil ich meinen Gefühlschaos selbst nicht einordnen, geschweige den sortieren kann. Es kommt so vieles zusammen. Enttäuschung, Demütigung, zeitweise Verzweiflung, Zukunftsängste, Wut, Trauer, Trotz, Selbstmitleid, Hass, Selbstzweifel, Hoffnung geben sich ständig die Klinke. Vermutlich ist alles noch zu frisch. Im Grunde weiß ich, dass der einzige Weg um damit fertig zu werden, Verständnis ist. Zumindest der Versuch die Situation zu verstehen, sie einzuordnen und womöglich innerlich ihm zu verzeihen. Aber noch bin ich leider weit davon entfernt. Von daher setze ich auf Zeit und versuche mich bis dahin so gut es geht abzulenken. Und dabei nicht völlig die Bahn zu verlieren. Aber ich merke, dass das schreiben mir dabei hilft. Zumindest ordnet es ein wenig das Gedankenwirrwarr.
Beste Grüße
Lessuelsch

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Liebeskummer lohnt sich nicht, my darling...

Und schon ganz und gar lohnt es sich nicht, für so ein A*******h sein Leben wegzuwerfen. (Fast) Jede Frau kommt in ihrem Leben mal an soeinen Typ. Jetzt musst dir eben selbst mal kräftig in den Hintern treten.

Mach dir einen Plan mit allem, was du erledigen musst. Leg die Uhrzeiten fürs Arbeiten und andere Aktivitäten fest. Und ganz egal, wie deine Stimmung ist, du MUSST das erledigen, was auf deinem Zettel steht. Schreib nicht zuviel drauf, aber gerade deine Aufträge sollten Priorität haben. Oder willst du nach dem Desaster mit dem Ex auch noch eine berufliche Katastrophe? Ich denke nicht.

Und was ganz wichtig ist: such dir soziale Kontakte. Wenn du dich bei einer Freundin ausheulen könntest, kämst du sicher besser mit der Situation zurecht. Aber da du nur in seinem Bekanntenkreis unterwegs warst, sitzt du jetzt gerade ziemlich einsam da. Änder was daran, geh aus deiner Wohnung raus unter Leute. In vielen Städten gibt es Stammtische für neu hinzugezogene, da könntest du erstmal Kontakte knüpfen.

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Du hast eher eine Depression. Es ist leicht zu sagen vergiss deinen Ex, aber ehrlich so einen Typen der einen betrügt. Braucht man nicht. Es ist kein Verlust. Du bist mehr Wert es ist vielleicht besser so es gibt bessere Männer. Ich finde du solltest Sport machen. ZB Fitnessstudio, Sport Kurse machen . So kannst du dein Stress abbauen und lernst auch Leute kennen. Ich habe immer Sportkurse mitgemacht es hat Spaß gemacht und habe Leute kennen gelernt. Dann hat man sich öfters zum Sport getroffen. Was deine Erledigungen angeht. Am besten machst du dir eine Liste komplett von dem was du abarbeiten musst wie zuhause auch wegen arbeiten am besten zwei Listen. Dann versuchst du zu gucken welche Dinge sich am schnellsten erledigen und machst die dann an bestimmten Tagen. Was du fertig hast streichst du dir. Habe das auch so gemacht und fühlte mich danach besser weil ich ein Ziel geschafft habe. Für arbeiten machst du auch so ein Plan. Denke das schaffst du.

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Mag sein, dass dass sofort wie Depressionen aussieht... Ich behaupte aber, es ist Liebeskummer. Ich hatte ihn schon so schlimm, dass ich monatelang kaum gegessen habe. 

Das Ergebnis bleibt dasselbe: du musst dich zunächst um einen fest strukturierten Tag bemühen (zB 9 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken, 13 Uhr Mittagessen, 14 Uhr spazierengehen, 16 Uhr eine Freundin anrufen, 19 Uhr Abendessen, 22 Uhr schlafen). Struktur gibt halt, und essen, licht, Bewegung und Gespräche sind das wichtigste.

Wenn du kannst, geh für ein paar Tage zu jemandem nach Hause, der dich gern hat: Eltern, Freunde, verwandte.

Versagst du mit beidem, geh zum nächsten Arzt. Dann brauchst du Medikamente.

Sie werden aber den Liebeskummer nicht verschwindenlassen. Den musst du selber verarbeiten. Aber der Antrieb ließe sich wiederherstellen.

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Nein, du verlierst nicht deinen Verstand. Mir geht es manchmal auch so wie dir, komme aber immer wieder ins "normale Leben" wieder rein. Ich denke, was du brauchst ist eine Routine, auch wenn es nur etwas kleines ist. Zb. Jeden Tag um eine bestimmte Uhrzeit kurz rausgehen. 

Vielleicht wäre ein Therapeut nicht schlecht. Ich kenne das von mir, dass es im Winter immer besonders schlimm ist. 

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Deine Situation ist ziemlich frisch. Viel zu frisch, um als sie Depression zu bezeichnen. Ich würde es als normales Trauerverhalten sehen. Du lebst deinen Kummer aus und wirst ihn bald überwinden und einen neuen Abschnitt im Leben beginnen. Allerdings sind die bisherigen Tipps nicht schlecht und würden wahrscheinlich den Verlauf beschleunigen. Vor allem unter Leute zu kommen wäre hilfreich.

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Offensichtlich bist Du wirklich gerade in eine Depression abgeglitten. Damit bist Du in guter Gesellschaft. Da alleine wieder rauskommen ist schwierig. Ich würde mir an Deiner Stelle Hilfe suchen, so schnell wie möglich.

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NEIN, du verlierst nicht den Verstand.

Ich denke, deinen Zustand bezeichnet man als DEPRESSIONEN!

Hör auf, deinem Ex nachzutrauern, andere Mütter haben auch schöne Söhne :-). Denn ich denke, da liegt der Hase begraben..... der EX.....

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Kommentar von djNightgroove
25.02.2016, 12:57

Wenn jeder Liebeskummer gleich eine Depression wäre, gäb es aber ziemlich viele Depressive auf der Welt.

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