Verliebt in einen andersgläubigen

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16 Antworten

Hallo Akiho,

du stellst hier eine sehr persönliche Frage, das bedeutet, du hast als Zeugin Jehovas ganz sicher schon nachgedacht darüber, denn zuerst einmal wird man das unter Gebet überdenken, dann wird man vielleicht Rat bei einer reifen Schwester einholen, unter Umständen dann auch bei einem "befähigten" Menschen.

Soweit, so gut!

Wie du sicher bemerkst, bin ich dein Glaubensbruder, vielleicht noch nicht so lange wie du, doch kann ich mir erlauben, dir zu sagen:Ich verstehe dich wirklich sehr gut, wie du innerlich "gebeutelt" sein musst. Das Problem betrifft jetzt aber nicht nur dich, es betrifft alle Zeugen Jehovas. Es betrifft die Ansicht, die jetzt schon unter den Menschen herrscht, wenn du dir die Antworten und Kommentare so durchliest.

deine religion vielleicht noch einmal überdenken.

Dann entscheide wa sist wichtiger.. ein Wesen, das du noch nie gesehen hast, oder einen Menschen bei dir zu haben, der alles für dich tun würde..

Aus welchem Grund bist Du ein Zeuge Jehovas geworden?

Es ist für mich nicht ganz nachvollziehbar wie man einen Glauben LEBEN kann der einem das LEBEN BESCHRÄNKT.

Aber überdenke nochmal die Absichten die deine Religion aufstellt.

Das war eine kleine Auswahl, wobei für mich ein wichtiger Satz dabei ist:

Aus welchem Grund bist Du ein Zeuge Jehovas geworden? Liebe Schwester, überdenke das nochmal. Ich persönlich habe nichts davon, ob du jetzt meine Schwester bleibst, oder zu deiner Jugendliebe geht. Du weißt ja selbst, woher das kommt.

Den folgenden Text kennst du sehr gut:(1. Korinther 7:39-40) 39 Eine Frau ist während der ganzen Zeit, da ihr Mann lebt, gebunden. Wenn ihr Mann aber [im Tod] entschlafen sollte, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur im Herrn. 40 Doch ist sie, meiner Meinung nach, glücklicher, wenn sie so bleibt, wie sie ist. Ich denke bestimmt, daß auch ich Gottes Geist habe.

Aber weißt du, ich will jetzt nicht sagen, du musst meine Schwester bleiben, denn ehrlich gesagt, und ich bemühe mich wirklich, ehrlich zu sein:ZITAT VON DIR:Was soll ich machen.Bin Zeugin Jehovas habe meine Jugendliebe wieder gefunden.Er macht mir Zukunftspläne.Er will jetzt leben mit mir.Aber das ohne Gott.1987 bin ich weggegangen von ihm.Habe meinen eigenen Weg gemacht.Aber vielles falsch gemacht.Jetzt habe ich meine Liebe wieder gefunden.Ich darf nicht lieben,wenn ich lieben möchte.

Du bist 1987 von IHM (von deiner Jugendliebe) weg gegangen, deinen eigenen Weg. ABER VIELES FALSCH GEMACHT. Da schwingt für mich durch, dass es NICHT darum geht, ob du ihn heiraten "darfst" oder nicht, denn du weißt genau, es kann dir niemand verbieten, ihn zu heiraten (bei uns gibt es auch EINIGE). Unbekannte Schwester, es geht um ganz andere Dinge!

Bist du mit den Brüdern und Schwestern in der Versammlung nicht in gutem Einvernehmen?

Bist du traurig und fühlst dich dieser Gemeinschaft nicht mehr zugehörig?(Denn ich sage es dir offen, dass du dich innerlich schon entfernt hast, lasse mich aber gerne korrigieren, wenn es anders ist)

Bist du mit gewissen ORGANISATORISCHEN VERÄNDERUNGEN nicht einverstanden?

Hast du Fälle von Ungerechtigkeit beobachtet, dann beachte bitte auch, dass Christus das Haupt der Versammlung ist, als solches wird er alles zu seiner Zeit in Ordnung bringen, auch beachte bitte, dass wir Menschen alle unvollkommen sind.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will dir keineswegs Vorwürfe machen, nur was mir so einfällt, oder auch AUFFÄLLT bei diesem HILFERUF von dir. Und sei mir bitte nicht böse, im Internet sind auch viele unterwegs, die sich als Zeugen ausgeben, es könnte sogar ein Fake sein. Hoffe ich allerdings nicht.

Du weißt ja sowieso, dass Glaube verkümmern kann, zum Unglauben werden kann,das könnte passiert sein. Wie auch immer du dich entscheidest, will ich dir alles Gute auf deinem Weg wünschen, und hoffe, dass du das "wirkliche Leben" fest ergreifst.

Dein GlaubensbruderAlfred

Sonnenschnauz 16.06.2011, 18:00

Ein Fall wie aus dem Bilderbuch.

Das ganz persönliche Problem eines Menschen wird hier verschoben: "Bist du mit den Brüdern und Schwestern in der Versammlung nicht in gutem Einvernehmen?"

Zuerst kommt die Gruppe. Ihr hat sich das Individuum unterzuordnen. nach dem Motto, das wir in Deutschland schon einmal kannten: "Du bist nichts, dein Volk ist alles!" Das Grundgesetz der BRD hat deshalb das Gewissen des Einzelnen über das Kollektiv gestellt. Mit meinen evangelischen Glauben finde ich in der Kirche auf diese Weise eine gute Heimat.

Die totale soziale Kontrolle siegt über den Einzelnen. Und das Individuum unterwirft sich, indem es diese "Einrede in das Gewissen" als "hilfreichste Antwort" prämiert.

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riara 16.06.2011, 18:27
@Sonnenschnauz

Leider muss ich Dir da recht geben, bin also nicht romantisch sondern hoffnungslos liberal...:-))

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schlumpi2705 17.06.2011, 12:26

Und das ist die hilfreichste Antwort für dich? Das tut mir wirklich leid. Dann kann ich nur hoffen, dass du deine sogenannten "Brüder" und "Schwestern" dir das gleiche Glück geben können, wie es eine womöglich glückliche Partnerschaft kann. Aber das wird schon so sein, da ihr euch als die einzig wahren Gläubigen bezeichnet, solltet ihr euch auch selbst genügen. Verschwende also nicht deine Zeit mit einem Menschen, der dich wahrscheinlich wirklich liebt sondern verbringe sie besser weiterhin mit den Phrasendreschern, die sich deine Gemeinschaft nennen. Was sollen das für "Brüder" und "Schwestern" sein, die dir vermitteln wollen, dass es falsch sein soll, seinem persönlichem Glück zu folgen und dich komplett für sich vereinnehmen wollen? Das würde Gott sicher nicht wollen. Dein Glaube ist es, was dich ausmacht. Und nicht die Art und Weise wie du den Glauben zur Schau stellst. Eine Vereinigung, die sich als die einzig wahren Gläubigen bezeichnet und damit auf alle Anderen herab sieht, ist ganz sicher nicht das was einen Gott (sollte der existieren) glücklich machen würde. Im Gegenteil. Denke mal darüber nach.

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Abundumzu 20.06.2011, 16:42

Hallo Akiho,

es ist auf jeden Fall ein Grund zur Freude, dass Du die helfende Hand Deines Glaubensbruders als die hilfreichste von allen „Hilfsangeboten“ verstanden hast.

Und unserem Mitkämpfer Alfred gebührt ein Lob dafür, dass er sehr einfühlsam die richtigen Worte gefunden hat um Dein Herz zu erreichen und - was genau so wichtig ist, er hat Dich auf den Rat aus Gottes Wort hingewiesen, statt seine eigene Meinung als Maßstab anzubieten.

Und diesem christlichen Hinweis auf das, was die Bibel zu Deiner Frage sagt, möchte ich noch einen weiteren, mindestens so wichtigen aus 2. Korinther 6:14-15 hinzufügen. Dort wird Dir eindringlich geraten:

„Lasst euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit [gegenüber Gottes Gesetzen]? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? . . . . . . Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?“

Ich würde Dir wünschen, aus dieser Erfahrung zu lernen.

Möglicherweise war es für einen Moment Deiner Aufmerksamkeit entgangen, dass man sich als Christ, der seinen Glauben ernst nimmt, mit den wichtigen Fragen seines Lebens nicht an die Öffentlichkeit wendet, sondern an Gott und sein Wort.

Jesus selbst hat das genauso gemacht, so zum Beispiel durch seine Aussage Johannes 8:29 „ . . .Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht mir selbst überlassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist.“

Hast Du einmal nachgezählt, wie oft er gesagt hat: „Es steht geschrieben“?

Und erst dann hat geantwortet oder entschieden!


Für die übrigen „christlichen“ Ratgeber auf dieser Seite ist sowohl die Antwort von asteppert, als auch Deine Reaktion darauf, sehr guter Anschauungsunterricht (oder wie unser „Freund“ Sonnenschnauz es nennt „ein Fall wie aus dem Bilderbuch“) und zwar zu der an sich übergeordneten Frage, wie eine wirkliche Christenversammlung „funktionieren“ sollte:

Da ist zum Beispiel die klare Empfehlung aus Hebräer 10:24 „. . .Und lasst uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken . . .“

Den krassen Gegensatz dazu liefert uns der Brudermörder Kạin, der dieser Verantwortung ausgewichen ist mit der Gegenfrage: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ (1. Mose 4:9)

Dann ist da Jesu klarer Auftrag aus Matthäus 28:20 „. . . und lehrt sie [Glaubensbrüder eingeschlossen], alles zu halten, was ich euch geboten habe.. . .“

Daher also: Halten, anwenden, umsetzen - nicht nur reden!!

Genau das hat asteppert in seiner Antwort getan und hat sich dabei eng an einen weiteren biblischen Rat aus Galater 6:1-2 gehalten:

„. . .Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst. Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz des Christus.“

Die Welt, die uns umgibt, von der wir kein Teil sind und auch keiner sein wollen (Johannes 15:17-20) bildet einen überdeutlichen Kontrast zu unserer Geisteshaltung, über die wir sehr froh sind.

Fortsetzung

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Abundumzu 20.06.2011, 16:55
@Abundumzu

Fortsetzung

Der zunehmende und immer wieder beklagte Werteverfall, besonders und auch in der christlichen Welt, ist die tragische Folge der auffälligen Tatsache, dass ihre „Ratgeber“ (Zitat) „. . . . als Lehren Menschengebote lehren “ und das hat nach Jesu Worten zur Folge, dass „. . . dieses Volk mich [seinen Vater im Himmel] mit den Lippen ehrt, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich bringen sie mir [deshalb] fortwährend Anbetung dar . . .“ (Matthäus 15:8-9)

So verwundert es also nicht, dass (im Kommentar weiter oben) ein „Christ“ darauf hinweist, dass „das Grundgesetz der BRD das Gewissen des Einzelnen über das Kollektiv gestellt hat“ - (eine Umstand, den wir sehr begrüßen), aber dieser „Christ“ gleichzeitig den biblischen Grundsatz aus der Apostelgeschichte 5:29 völlig unbeachtet lässt, in dem es heißt:

„Wir [Christen] müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.“ (Übrigens, wer diesen biblischen Leitsatz vertiefen möchte, sollte unbedingt auch die folgenden Texte nachlesen: 1. Samuel 15:22; Daniel 3:18; Apostelgeschichte 4:19)

Oder auch Johannes 14:15 „Wenn ihr mich (Jesus) liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ Selbst dann, wenn die eigenen Gefühle dem widersprechen möchten!!

Das Gebot mit dem „ungleichen Joch habe ich oben schon erwähnt, aber da ist noch ein weiteres ganz einfaches Gebote, durch dessen Anwendung man zeigen kann, dass man Gott mehr gehorchen möchte als Menschen und das steht in Matthäus 5:37 „ . . .Euer Wort Ja bedeute einfach ja . . . denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.“ - und das betrifft auch das JA, mit dem ein Christ bei seiner Taufe zum Ausdruck gebracht hat, fortan den Willen seines Vaters im Himmel zu tun. So wie Matthäus 7:21 es uns nahelegt.

Ebenso wendet sich der deutliche biblische Rat aus Lukas 9:62 an Christen: „ . . .„Niemand, der seine Hand an einen Pflug gelegt hat und nach den Dingen blickt, die dahinten [und in der Welt üblich] sind, ist für das Königreich Gottes tauglich.“

Sowie nicht zuletzt: „ . . .So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE [Gottes] Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.“ (Matthäus 6:33)


So also liest sich biblischer Rat und der ist natürlich für Menschen die da mutmaßen „Das würde Gott sicher nicht wollen“ (schlumpi2705) und dann hinzufügt „das es ganz sicher(??) nicht das ist, was diesen Gott (sollte der existieren) glücklich machen würde. . . . . “

Unübersehbar stellt man auch hier wieder einmal fest: Christ und Christ ist wirklich nicht das Gleiche.

Siehe dazu auch : http://www.gutefrage.net/frage/was-bedeuten-die-namen-christentum-oder-christenheit#answer15072115

Zum Schluss noch dieser Hinweis:

Auf biblischen Rat zu hören oder es zu lassen macht den kleinen aber nicht Unwichtigen Unterschied zwischen den sinnbildlichen Schafen und den Ziegenböcken aus, in die Jesus (nach seiner Vorhersage aus Matthäus 25:31-33) die Menschheit „so wie ein Hirt . . . trennt. . . . . Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.“

Das Ergebnis erfährt man, wenn man den ganzen Text liest, der im Vers 46 mit den Worten schließt: „ . . .Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben“

Sollte man darüber nicht wirklich ernsthaft nachdenken?


Insofern also Danke an alle, die hier „im gelben Kasten“ mitgewirkt - und wie ich hoffe, auch ein wenig dazugelernt haben.

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asteppert 20.06.2011, 17:02
@Abundumzu

Lieber Glaubensbruder Abundumzu,

das sind wirkliche christliche Werte, die Du hier vermittelst. Vielen Dank dafür, man merkt, dass Du jahrelang Jehova treu dienst.

Dein Bruder Alfred

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Dann wirst du dich wohl entscheiden müssen was dir wichtiger ist. Will er wirklich, dass du deinen Glauben an Gott aufgibst oder nur die Zeugen Jehovas? Ein guter Christ kann man auch sein, wenn man nicht diesem "Verein", den ich ohnehin reichlich fragwürdig finde, angehört. Das solltest du dann einfach mal überdenken.

@Sonnenschnauz und alle Freidenker:

Du kannst über mich sagen, was du willst, über den richtigen und WAHREN Glauben kannst du nichts mitteilen, denn du kennst ihn nicht. Zwar vermute ich sehr stark, dass du ihn schon gekannt hast. Nun, da hast du mit deinem Gott auch etwas gemeinsam.

Übrigens habe ich irgendwann auch solchen gescheiten Leute wie du einer bist - im Internet gibt es ja genug davon,- auf die Finger gesehen, besser gesagt auf ihre geistigen Ergüsse, die auf diversen Seiten GEGEN Zeugen Jehovas zu lesen waren. Und eines kann und muss ich neidlos zugeben:

Gescheit klingen die Argumente von Euch allen wirklich. Das verwundert mich aber gar nicht, und meine Schwester sicherlich auch nicht. Nehmen wir doch einmal die Schriftgelehrten her. Die waren, wie der Name schon sagt, wirklich sehr gelehrt. Das waren geistige "Raketen". Hat es ihnen etwas genützt? Ich kenne alle eure Argumente von totalitärer Sekte usw. Was glaubt ihr, sind diese Argumente wert?

NULL, NICHTS. Warum, werdet ihr fragen? Die Antwort ist ganz einfach. Jedes Argument, das über das, was "geschrieben steht, hinausgeht", ist null und nichtig.

Jehovas Wort alleine zählt und nicht eure, ach so "christlichen" Anschauungen. Zu deiner Information (Sonnenschnauz) ich war katholisch. Betete das "Vater unser".DACHTE ABER KEINE SEKUNDE ÜBER DIE BEDEUTUNG VON DEM GEBET NACH. Nein, erst die Leute, die zu dem "Fall aus dem Bilderbuch" gehören, erst dieerklärten mir, was damit gemeint ist.

Kannst du mir zwei Fragen beantworten?

1.) Was genau ist ein Christ?2.) Was ist das "Reich" (oder Königreich) Gottes?

Bitte ihr gescheiten Leute, lasst aber die Bibel zu Wort kommen, denn die ist nun einmal auch für den "Bilderbuchfall" zuständig.

Und dir, liebe unbekannte Schwester, Jehovas Segen.

Dein Bruder Alfred

Sonnenschnauz 17.06.2011, 00:50

Hierauf ausführlich einzugehen würde ganze Bände füllen.

Nur ein paar Bemerkungen: Die ZJ bilden ein geschlossenes System, manche nennen das auch "Zirkel" mit Zirkelschlüssen. Da stimmt natürlich immer alles, weil keine neue Information in das abgeschottete System hineinkommen darf. Das wird alles verteufelt, abgewehrt, den anderen wird der Glaube abgesprochen usw.

Kirche und christlicher Glaube sind aber ein offenes System. Man muss die Antworten des Glaubens immer neu formulieren, weil die Herausforderungen sich ständig ändern. Ecclesia semper reformanda: Die Kirche ist eine ständig zu reformierende Kirche. So sagen es die Reformatoren.

Auch euer Bibelstudium ist solch ein geschlossenes System. Ihr lest das heraus, war ihr hineinlest. Und alles ist dann in sich stimmig.

Du warst katholisch, sagst du. Ich sage (als Protestant), dass du zu feige und zu träge warst, den lebendigen Glauben in der katholischen Kirche zu entdecken. Das ist dort durchaus möglich. Du brauchst jemanden, der dir sagt, wo es langgeht. Du bist unselbständig im Glauben. Und diese Unselbständigkeit stülpst du anderen auch über. Du hast niemals etwas verstanden von der "Freiheit eines Christenmenschen". (Das ist was anderes als "Freidenker".)

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, sagt Kant. Zu diesem Ausgang braucht man Mut. Wage es, dich ohne Hilfe eines anderen deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Das gilt auch für den Glauben. .Kierkegaard sagt in einem Bild, man müsse sich als Glaubender auf das Meer wagen und seinen Schrei erschallen lassen. Du duckst dich lieber unter die Versammlung der Brüder und Schwestern.

Ihr ZJ seid Leute, die Käfige bauen und die Türen der Käfige schließen, geschlossene Systeme. Christen sind solche, die Käfige öffnen.

"So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen." Galater 5,1gar

Aber es gibt in der Tat Lebewesen, die haben sich schon so an den Käfig gewöhnt, dass sie die Freiheit draußen gar nicht mehr ertragen können

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reinhard000 18.06.2011, 22:32
@Sonnenschnauz

Danke für deinen Kommentar, aber ich bleibe lieber im Käfig, da weiß ich, dass ich in der wahren Religion bin.Den Vorwurf der Feigheit möchte ich zurückweisen, denn "Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit gegeben".

Schönen Abend, und werde glücklich in deinem Glauben, dein Gott ist es ja auch.

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asteppert 18.06.2011, 22:50
@reinhard000

Du bist leider auf die beiden einfachen Fragen in keinster Weise eingegangen.

Wie solltest du das auch können? Woher willst du auch wissen, was mit dem "Reich", das in Wirklichkeit das Königreich ist, gemeint ist.

Und dass du mir Feigheit vorwirfst, ist schon allerhand! Weißt du, wäre unser Predigen von Menschen, dann lasse ich mir einreden, dass ich feig bin, denn da hätte ich längst aufgehört. Aber hast du eine Ahnung, was oft im Predigtdienst passiert, wäre ich da feige...........................

Meine allererste Frage war ja, was es bedeutet, ein Christ zu sein.

Kein Wort der Entgegnung von dir. Ich verfolge diese Frage nun nicht mehr länger.Es wäre wirklich ............etwas mit Perlen.

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Warum entscheidet ihr euch nicht für einen Mittelweg und trefft euch beim katholischen/evangelischen Glauben

Auf die Antwort, dass man eine Partnerschaft auf gegenseitige Zugeständnisse aufbaut kommt hier irgendwie niemand, sonst wird immer - vor allem von Frauen - von selbstbestimmten Leben gesprochen, dann fragt eine Frau

"Soll ich bedingungslos akzeptieren?" und alle schrein "JAAAA"...

Unglaublich. Es geht doch erstmal nicht darum ob man die ZJ gut oder schlecht findet, sondern man wird doch von einem Menschen, der einen angeblich liebt verlangen können, dass er des anderen Lebensweg akzeptiert. Sicher muss sie auch Zugeständnisse machen, aber aufgeben?

Liebe Fragestellerin,wenn Du Dich so vereinnahmen lässt, dann ist das keine Liebe sondern Selbstaufgabe, wenn Du in dem Punkt einfach das machst was er verlangt, dann wird er das immer wieder mit Dir machen, also setz Dich mit Ihm hin und erkläre Ihm, wie wichtig Dir Deine Religion ist und das Du bereits bist einen Kompromiss zu schliessen, alles andere akzeptierst Du nicht. Wo kommen wir denn da hin, wenn man so etwas im Namen der Liebe fordert...

Sukathlo 16.06.2011, 16:13

Danke für die umsichtige Antwort! DH!

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Auch wenn meine Antwort jetzt wohl nicht mehr (von Fragenstellerin) gelesen wird:

Glaube ist nicht dasselbe wie Glaubensgemeinschaft. Du verlierst deinen Glauben nicht, wenn du nicht mehr Mitglied des Vereins bist oder beim Amt es nicht mehr angibst (unglaublich wie viele Deutsche es ernst nehmen, was amtlich ist).

Ich bin der Meinung, dass du dich daran gewöhnt hast, dich über die Gemeinschaft zu definieren. Du hast Angst, wenn du einmal nicht mehr in dieser Gemeinschaft bist, dass du dann nichts mehr bist, völlig wertlos. Die Abhängigkeit von der geschlossenen Gemeinschaft kommt u.a. von deinem eigenen Minderwertigkeitskomplex.

Nun ist die Frage: Was ist besser für dich? Eine geschlossene Gemeinschaft, wo du dein Wertgefühl und Selbstachtung hinein projizierst und dabei wohl einige Probleme von dir unterdrückst oder eine Liebe, die dich glücklich machen kann? Was hindert denn dich daran, dein Glück zu finden? Hast du Angst davor, nicht zu den Auserwählten für das tausendjährige Reicht zu gehören?

TeeEi 17.06.2011, 06:04

Ach ja noch eine Frage aus Sicht des Christentums (auch wenn ich kein Christ bin): Verbietet Gott, dass du liebst?

1.Johannes 4,16ff

16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 17 Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. 18 Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe(,) und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. 19 Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. 21 Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.

Meinst du, eine Organisation, die dich an deiner Liebe und an deinem Glück hindert, im Sinne Gottes handelt?

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Du bist weggegangen.Udn ihr habt euch nach soo vielen Jahren wieder getroffen.

Nichts kann die Liebe aufhalten.auch nicht Gott.Euer Schicksal ist miteinander verbunden.Nutze die chance und lass ihn nicht gehen.

Viel GLueck.!

Dein Problem ist mir nicht ganz klar.

Ihr habt euch vor 24 Jahren getrennt. Du bist "deinen Weg" gegangen, hast "aber vieles falsch gemacht", wie dir jetzt klar wird. Welche Entscheidung war das? Dich den ZJ anzuschließen? Etwas, das er nicht mitgemacht hat? War das der Trennungsgrund?

Nun trefft ihr euch wieder, die Liebe ist immer noch da. Aber es gibt ein Hindernis. Du nennst es "Gott". Er will angeblich "ohne Gott" seine Liebe mit dir fortsetzen.

Könnte es sein, dass du die Zugehörigkeit zu den ZJ mit "Gott" verwechselst? Denn du nennst deine Jugendliebe einen "Andersgläubigen". Er ist zwar gläubig, aber gehört nicht zu den ZJ. Die Zugehörigkeit zu den ZJ verbietet dir aber die Liebe. Du siehst aber, dass du "vieles falsch gemacht" hast. Ich vermute, der Schritt zu den ZJ war das.

Wenn das so stimmt, dann gibt es eine Kollision zwischen Liebe und ZJ. Wenn du dich für die ZJ entscheidest, wirst du für dein Leben nicht mehr froh. Ob sie dieses Opfer wert sind, wage ich bei der Irrlehre der ZJ zu bezweifeln.

Wenn du dich für ihn entscheidest, und wenn ihr beide (!) eurem Herzen folgt, gibt es zwar einen Kampf (mit den ZJ), aber er lohnt sich für beide.

Du kannst dich nur für eines entscheiden, Kompromisse gibt es nicht.

Meine Entscheidung an deiner Stelle wäre klar.

riara 16.06.2011, 15:58

Danke, klar ist das ideologische bei den Zeugen ein zweischneidiges Schwert, aber würdest Du von jemanden verlangen zu glauben oder damit aufzuhören, damit Du eine Beziehung eingehst?

Wenn überhaupt kommt doch erst die Liebe und dann kann man sich mit diesen Details beschäftigen, oder bin ich irgendwie hoffnungslos romantisch?

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Sonnenschnauz 16.06.2011, 17:06
@riara

Ich möchte diesen "Glauben" einfach in Frage stellen. Das ist keiner, das ist eine Ideologie. Der christliche Glauben vergewaltigt nicht. Er respektiert das Gewissen, selbst wenn das Gewissen sich irrt. (Thomas von Aquin)

Die "Details" sind hier so gravierend, dass sie die Liebe offensichtlich töten können.

Ich habe mal anlässlich eines ev.-kath. Gottesdienstes von einer alten katholischen Dame erfahren. Sie durfte damals einen Evangelischen, den sie liebte, nicht heiraten, musste einen Katholiken heiraten. Sie sagte: Ich liebe ihn immer noch, und ihr macht jetzt ökumenische Gottesdienste. Wofür habe ich dieses Opfer denn gebracht?

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riara 16.06.2011, 17:16
@Sonnenschnauz

Du weichst mir da auch etwas aus...:-)

Mir geht es erst einmal um das Grundproblem, meine Religion (auch wenn Du es in diesem Fall als Ideologie siehst) lasse ich mir doch nicht vorschreiben. Sollen sie sich doch hinsetzen und einen Kompromiss finden, aber er sagt doch er will leben mit Ihr "Ohne Gott", dann wäre sie ja auch als liberale Christin angedingst...oder?

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Sonnenschnauz 16.06.2011, 17:45
@riara

Ja, deshalb habe ich ja auch gefragt, was "ohne Gott" heißt. Sie bezeichnet ihn ja auch als "Andersgläubigen". Das ist alles etwas unklar.

Für die ZJ sind doch alle Nicht-ZJ Leute, die umkommen werden, die Evangelischen und die Katholischen .usw. Unser Gott ist ja der falsch.

Unter Christen, denke ich, findet man einen konfessionsübergreifenden Modus. Kenne eine ganze Menge Fälle. Aber bei den ZJ geht das nicht.

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riara 16.06.2011, 18:30
@Sonnenschnauz

Die Erfahrung oben (beste Antwort) zeigt uns ja, dass Du das von Anfang an richtig eingeschätzt hast...Ich stehe zwar noch zu meiner Antwort & Kommentaren, aber etwas geläutert bin ich jetzt doch...

Erst die Religion, dann die Liebe...gäbe es bei mir nicht. Bemühen würde ich mich in jedem Fall...

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Natürlich DARFST Du lieben wen Du lieben möchtest.

Aus welchem Grund bist Du ein Zeuge Jehovas geworden?

Es ist für mich nicht ganz nachvollziehbar wie man einen Glauben LEBEN kann der einem das LEBEN BESCHRÄNKT.

Man kann doch auch aus jedem Glauben das für sich lebenswerte nehmen und somit dennoch ein gläubiger und auch "christlicher" Mensch sein.

Aber es hat doch niemand das RECHT mir mein liebens.- und lebenswerte Leben zu begrenzen. Das ist nur möglich weil ich es zulasse.

Wenn ich LIEBE dann weil ICH ES TUE und nicht weil mir jemand was vorschreiben will...

ToiToiToi das Du Deinen WEG findest.

riara 16.06.2011, 15:47

Es ist für mich nicht ganz nachvollziehbar wie man einen Glauben LEBEN kann der einem das LEBEN BESCHRÄNKT.

Und ich verstehe nicht wie man von einem Menschen den man liebt verlangen kann, dass er so mir nichts dir nichts alles hinter sich lässt...Raten scheint man es Ihr auch noch, also bist Du dann für sie da wenn Ihr Leben in ein paar Monaten in Scherben liegt?

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DarkSepia 16.06.2011, 21:59
@riara

Und ich verstehe nicht wie man von einem Menschen den man liebt verlangen kann, dass er so mir nichts dir nichts alles hinter sich lässt

Da hast du etwas falsch verstanden. Es geht nicht darum, alles hinter sich zu lassen, sondern in Betracht zu ziehen, die Religion hinter sich zu lassen, die einen unglücklich macht. Nicht der Mann verlangt etwas, sondern die Religion.

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riara 16.06.2011, 23:17
@DarkSepia

Klar, man kennt jemanden nicht und rät einfach so einen Schritt zu vollziehen, obwohl wir aus der Frage höchstens herauslesen, dass er das von Ihr verlangt, ich würde mich darauf nicht einlassen, es nicht fordern und schon gar nicht dazu raten, aber wenn Du das so richtig findest...bitteschön---

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MottiKarotti37 20.06.2011, 13:13
@riara

Weisst Du eigentlich was es heißt MIT DEM Glauben Jehova zu leben?

Scheinbar nicht? Denn das bedeutet extreme Einschränkungen. ZB.: auch nur erunten/sie oben und solche "Dinge"...

Ich habe im Übrigen nur dazu geraten den Glauben noch einmal zu überdenken, oder?

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Dann entscheide wa sist wichtiger.. ein Wesen, das du noch nie gesehen hast, oder einen Menschen bei dir zu haben, der alles für dich tun würde..

Also ich als Atheist würde die Finger von jemanden lassen, der die Gehirnwäsche der Zeugen Jehovas durchlaufen hat.

Allein dieser Satz sagt schon alles!

Ich darf nicht lieben,wenn ich lieben möchte.

So eine Beziehung geht zu 99,9 % total daneben!

riara 16.06.2011, 15:55

Also kann man ZJ nicht lieben, na hoffentlich tragen die irgendwelche Merkmale an der Kleidung, denn sonst ist man ja völlig in der Gefahr, dass man sich von seinen Gefühlen täuschen lässt...

Diese Antworten erinnern an Kleinbürgertum und noch was ganz anderes, jetzt lasst doch mal die ZJ da raus, wenn ich einen Menschen liebe, dann gehe ich doch auch die extra Meile um kümmere mich erstmal darum, ob er eine Gehirnwäsche verpasst bekommen hat und ob ich meinen Atheismus mit einem Glauben vereinbaren kann.

Wie unfassbar das alles klingt, die Frau ist verzweifelt und dann muss sie sich auch noch das anhören, mit Empathie oder gesunden Menschenverstand hat das alles nichts mehr zu tun...

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also ich bin auch christlich, wenn auch katholisch :-)

ich würde aber trotzdem lieben wen ich will und mir da nichts verbieten lassen!

so einfach ist das!

euer gott ist doch ein guter, oder?dann wird er sich über deine liebe freuen :-)

Ich stelle mir dann die Frage, würde es dir Gott verbieten zu lieben?Wenn du deine Religion so weiter behandelst und er damit einverstanden ist, ist doch alles okay.

Aber überdenke nochmal die Absichten die deine Religion aufstellt.

Mir persönlich ist es egal ob ich einen Christen, Heiden oder Muslimen oder eine ganz andere Religion an meiner Seite habe. Hauptsache er liebt mich so wie ich bin, mit all meinen Fehlern und Maken und ich mag auch nicht das er mir was aufzwingt.

sicher dass das die richtige religion für dich ist?

dann solltest du deine religion vielleicht noch einmal überdenken.

riara 16.06.2011, 13:56

...oder den Mann

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riara 16.06.2011, 15:45
@Luardya

heute die Religion, morgen die Kleidung, dann kommen die Freunde e.t.c.

ehrlich, wer würde das mitmachen wenn wir hier nicht das Wort ZJ oder Religion benutzt würde, die Heuchelei ist wieder auf dem Vormarsch...

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dann trete aus der sekte aus

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