Verleumdung und Übergehen ahnden?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nennt sich Altersstarrsinn und ist nicht „zu heilen.“ Wenn du hier mit gerichtlichen Schritten drohst, gießt du nur noch Öl ins Feuer.

Wenn er falsche Mitteilungen veröffentlicht, musst du eine Gegendarstellung veröffentlichen lassen.

Einfacher wäre es vielleicht: wenn du oder der Verein gesamt, ihn bewusst einbindest, ihm Aufgaben überträgst. In dem Alter sucht er sich kein neues Hobby mehr, will sich aber immer noch beschäftigen und hängt an „seinem Kind“

Ich bin aus dem Verein sowieso bald draußen, weil ich nicht mehr kandidiere - und er nimmt mir im Grunde was ab, das mich selber nervt.

Mir geht es aber ums Prinzip, weil er sich so einschleicht und einen dann noch beleidigt und verleumdet, obwohl er etwas tut, das er gar nicht nötig hätte und ihm nicht zusteht.

Er war nie Vereinsmitglied, nur hat er vor der Zeit eigener Pressewarte als freier Mitarbeiter der lokalen Zeitung von Generalversammlungen berichtet. Das ist aber über 20 Jahre her, da war ich noch Schüler und kannte den Verein noch nicht.

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@rotesand

Damit betrachtet er die Presseartikel und die Pressearbeit noch als „sein Kind“.

Vielleicht hat der Herr wirklich beginnende Demenz, es fehlt ihm die Gesellschaft, die Anerkennung, die Wertschätzung.

Und ja diese Generation hat auch manchmal die Eigenart sich bewusst „arm“ zu verkaufen. Vielleicht will er auch nur noch sein regelmäßiges Freibier.

Du bist doch selbst bei deinem Opa aufgewachsen: hattest du nicht manchmal den Eindruck ihr führt gleiche Diskussion nun zum wiederholten Male? Den Eindruck er will mit dem Kopf durch die Wand?

Am besten fährst du, wenn du einen Weg findest, das Gespräch an dir abprallen zu lassen.

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@kabbes69
Du bist doch selbst bei deinem Opa aufgewachsen: hattest du nicht manchmal den Eindruck ihr führt gleiche Diskussion nun zum wiederholten Male? Den Eindruck er will mit dem Kopf durch die Wand?

Eigentlich nie - mein Opa war geistig total fit, ist letztlich mit knapp 90 von einem Tag auf den Anderen gestorben. Tags zuvor war er noch einkaufen, morgens ist er dann nicht mehr aufgewacht. Er war aber auch ein ruhiger Mensch, mit dem man gar nicht "diskutieren" musste.

Gesellschaft ... ja, gut, das kann sein - er hat nicht viele Freunde, soweit ich weiß wollen ihn viele auch nicht, weil er so böse sein kann und in der Redaktion ist er seit einem Generationswechsel auch nicht mehr erwünscht, seit er die jungen Redakteure mal beleidigt hat bzw. kriegt keine großen Termine mehr, weil es inzwischen Studenten und Lehrlinge gibt, die das Geld einfach besser brauchen können als ein Pensionär im noblen Bungalow, der nicht am Hungertuch nagt.

Es ist für mich schleierhaft, wie jemand wegen ein paar Cent Zeilengeld, die er noch nicht mal nötig hat, dermaßen eklige Verhaltensweisen aufzeigt und so "hintenrum" sein kann.

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@kabbes69

Ich habe jetzt zumindest mal verfügt, dass er bei Vereinsveranstaltungen, von denen er berichtet, zumindest bei uns ganz ordinär seine Getränke und sein Essen zu bezahlen hat. So weit geht meine Macht im Verein dann doch noch.

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Hi,

Was kann man hier tun?

Am Ende des Tages sollte man darüber stehen - wirklich. Alles andere, auch wenn es durchaus möglich ist, bringt nur "böses Blut" und kann selbstverständlich auch zum Bumerang werden und Dich in Misskredit bringen.

ich würde ihm durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein irgendwas von seinem "Lebenswerk" wegnehmen, sieht mich als eine Art Nestbeschmutzer an und denkt, jüngere Vereinsmitglieder inklusive mir würden ihm was wegnehmen wollen.

Aus dem Kontext würde ich einfach mal auf etwas falsche Nostalgie mit einem übertriebenen Profilierungsdrang tippen - oder kurz: Altersstarrsinn.

"Früher war alles besser" oder "das haben wir immer schon so gemacht" sind letztendlich die Floskeln, an denen sich diejenigen festklammern, die mit (notwendigen) Veränderungen nicht zurecht kommen.

Wenn der Mann außer dem Verein nichts mehr hat, ist es die eben die Vereinsarbeit. Und diese will er gegen Veränderung "verteidigen", auch wenn es nichts zu verteidigen gibt und es objektiv sinnfrei ist.

Ich persönlich denke, dass ein sachliches Gespräch auf neutraler Ebene Dir nichts außer Ärger bringen wird. Jede sachliche Kritik wird die Gegenseite vermutlich als Affront gegen seine Person sehen. Rechtliche Schritte würden die Eskalation nur verschärfen, ohne Dir einen reellen Vorteil zu verschaffen.

Hinsichtlich dem Einmischen in die Vorstandsarbeit bleiben eigentlich nur zwei gangbare Wege - per Vorstandsbeschluss regeln, wer Presseberichte herausgeben darf und entsprechend die lokalen Zeitungen informieren - oder ihn gewähren lassen.

LG

Wenn ich ehrlich bin - ich warte jetzt ehrlich gesagt nur noch drauf, bis er sich mal komplett verhebt und ich ihn rechtlich drankriege bzw. wegen irgendwas anzeigen kann, weil es einfach reicht. Er macht das schon seit Jahren.

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Ich kann ja so manche Empfindsamkeit verstehen.

Die Frage ist doch dabei, in wieweit seine Aktionen / Bemerkungen Gehör finden.

 übergeht mich, lässt sich Texte geben und reicht sie bei den Zeitungen ein oder berichtet ungefragt von Vereinsevents.

In diesem Punkt kann die Vereinsführung auf Unterlassung drängen bis hin zur Klage.

Wird er allerdings von der Presse befragt und antwortet, wie es andere Befragte auch machen würden, ist nicht zu unternehmen. Freie Meinungsäußerungen gelten auch für 80-jährige.

Vielleicht wäre es sinnvoll, dass der Verein über die öffentlich macht, welche Personen der "Vereinsführung" angehören.

Das könnte ja auch im Zusammenhang mit einer Vereinsversammlung stattfinden. Dabei könnte man den 80-jährigen ganz offiziell verabschieden und für seinen bisherigen Einsatz danken.

Normalerweise geht das alles über den Schriftführer und meine Wenigkeit (Pressewart) an die Zeitung weiter - hat immer geklappt, bis der alte Herr sich vor 2-3 Jahren von sich aus einmischte, teilweise sich die Mitteilungen von einem Beisitzer "geben ließ" oder allen Ernstes aus dem Mitteilungsblatt abschrieb, um sie unter seinem Namen der Zeitung zu senden, obwohl er sie nicht schrieb.

Das weiß ich, weil ich bei dem Verlag in anderer Weise beschäftigt bin - und ein Redakteur mich mal fragte, was da eigentlich im Verein schief geht: Ich leite denen die Mitteilungen mit der Tagespost weiter, wenn ich was habe - dieser alte Herr mailt sie auch rüber und ist dann am Boden zerstört, wenn sein Kürzel nicht dabei steht und er die paar Zeilencents nicht kriegt, die er durch eine fürstliche Pension nie nötig hätte.

Er macht das alles von sich aus, nicht auf Bitten der Redaktion. In dieser ist er selber unbeliebt und wird kaum eingesetzt, seit ein Generationswechsel erfolgte.

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@KHSchindelar

Das mit der Zeitung hatte ich eigentlich auch schon geklärt - er versucht's aber immer wieder und wenn dann was von mir oder dem 1. Vorsitzenden kommt, ist er beleidigt und verschickt frechste Mails, ruft in beleidigender Manier an oder fängt zu weinen an, weil man den armen Mann, dessen Frau starb, nicht berücksichtige.

Inzwischen ist es mir gleich, zumal er mir eine ungeliebte Arbeit abnimmt, die ich sowieso beenden wollte, bevor er damit anfing. Aber es geht mir ums Prinzip - er wurde nicht gewählt und keiner gibt ihm das Recht, sich so zu benehmen.

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@rotesand

Wenn der Verein das mit sich machen lässt. ...

... wird es weiterhin geschehen.

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@KHSchindelar

Ich bin da mit der Generalversammlung sowieso außen vor, weil ich nicht mehr kandidiere.

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Hallo rotesand,

wird er denn ernst genommen?

Wenn die anderen ihn sowieso in die Ecke seniler alter Mann, der nicht mehr weiß, was er redet, stecken, würde ich dir nicht raten dagegen vorzugehen.

Denn dann wärst du derjenige, der einen senilen alten Mann angezeigt hättest und das ist vermutlich auch nicht angenehm.

Mit den Zeitungen setzt du dich in Verbindung und erklärst ihnen, dass offizielle Texte nur von Dir kommen können und dass er nur seine eigene persönliche Meinung wiedergibt, aber das keine offiziellen Vereinsaussagen sind. Sofern du ihn nicht die letzten Monate einfach gewähren lässt...

Ernst genommen wird er nur bedingt, zumal ich einen guten Ruf habe und die Leute wissen, wie ich bin und dass ich so etwas nicht nötig habe - aber es stört mich trotzdem, weil es mir ums Prinzip geht und ich es für eine absolute Dreistigkeit halte von einem Mann, der sich mit Ü80 nicht so anstellen müsste.

Das mit der Zeitung habe ich schon geklärt - er versucht's aber immer wieder und wenn dann was von mir oder dem 1. Vorsitzenden kommt, ist er beleidigt und verschickt frechste Mails, ruft in beleidigender Manier an oder fängt zu weinen an, weil man den armen Mann, dessen Frau starb, nicht berücksichtige. Inzwischen ist es mir gleich, zumal er mir eine ungeliebte Arbeit abnimmt, die ich sowieso beenden wollte, bevor er damit anfing. Aber es geht mir ums Prinzip - er wurde nicht gewählt und keiner gibt ihm das Recht, sich so zu benehmen.

Ich habe jetzt zumindest mal verfügt, dass er bei Vereinsveranstaltungen, von denen er berichtet, zumindest bei uns ganz ordinär seine Getränke und sein Essen zu bezahlen hat, wenn man die Generalversammlung usw. in einem Gasthaus zelebriert und er nicht glauben soll, sich da "rausfressen" zu können wie früher. So weit geht meine Macht im Verein dann doch noch.

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@rotesand

Dann lass den Mann einfach reden. Ändern wirst du es nicht mehr können, auch wenn es nervtötend ist.

Glaub mir, da spreche ich aus Erfahrung, manche ändern sich da einfach nicht.

Wenn du ihn anzeigst, wird er sich erst recht als Opfer inszenieren, frei nach dem Motto: armer alter trauernder Witwer, der grundlos angezeigt wird...

Wenn du wieder was von ihm erfährst, hol tief Luft, zähl bis zehn und mach dir klar, dass so etwas im Grunde einfach nur traurig ist, wenn man in diesem Alter nur noch das Jammern hat.

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@catchan
Wenn du ihn anzeigst, wird er sich erst recht als Opfer inszenieren, frei nach dem Motto: armer alter trauernder Witwer, der grundlos angezeigt wird...

Klar, genau das erwarte ich auch - was Anderes wird nicht passieren.

Der Mann ist einfach verhärmt, aber das gibt ihm nicht das Recht, sich so aufzuführen. Na ja, wir leben alle nicht ewig, ich bin länger da als er.

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@rotesand

Man kann nur hoffen, dass man selbst nicht so wird, wenn man älter wird.

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Vermutlich tickt er mit seinen über 80 und alleine einfach nicht mehr ganz richtig.

Da wirst Du nur wenig ausrichten können. Die Anderen werden das aber früher oder später auch blicken.

Danke!

Ich habe nicht den Eindruck, dass er geistig am Ende ist - soweit ist er noch ganz fit, er teilt auch munter aus.

Sicher löst sich das Problem mittelfristig auf biologische Weise, es ist aber anstrengend.

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@rotesand

Das glaube ich Dir. Spaß macht das sicherlich keinen.

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@Menuett

Ich habe mich schon gefragt, was ich falsch mache und wollte mal mit ihm reden. Einmal war er ganz vernünftig, dann fing er an, mich zu beleidigen, Dritte zu verleumden und pöbelte so lange herum, bis es mir zu blöd war und ich einfach ging. Man fühlt sich teilweise schuldig, ohne es zu sein.

Ich wüsste gar nicht, wo ich auf ihn zu wenig Rücksicht nehme bzw. warum ich sollte - er war ja nie Pressewart oder Ähnliches, und ich schreibe selbst gar nicht für die Zeitung. Warum sollte ich Rücksicht auf jemanden nehmen, mit dem ich an sich keine Berührungspunkte habe?

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@rotesand

Musst Du ja nicht..

Dieses Verhalten kann aber schon auf eine beginnende Demenz hindeuten.

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@Menuett

Das wäre immerhin schon bei weitaus Jüngeren auch so passiert - na ja, wir schauen mal.

Mir ist es einfach müßig geworden, regelmäßig gesagt bekommen, dass Herr XYZ behauptet hat, ich würde zu seinen Ungunsten dieses und jenes tun. Ihm glaubt zwar keiner, aber es stört auf Dauer.

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