Verletzung und Schmerz führen zu Kreislaufschwierigkeiten- warum?

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Alle Formen des Schockes entstehen, weitgehend unabhängig von der Ursache, letztlich aus einer physiologischen Reaktion des Körpers, mit der dieser versucht, seinen Blutdruck zu stabilisieren. Dabei wird die Ausschüttung von Alarmhormonen wie Adrenalin und Noradrenalin gesteigert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schock_%28Medizin%29

Der Schock läuft im Gehirn ab, es ist eine Schutzreaktion des Körpers, beim Fallen, bei Unfällen, bei Verletzunge, selbst u.U. wenn man nur bei anderen zusieht! Das braucht erst Energie für die Ausschüttung und dann wieder zum Abbau.

Hasen sterben bei der Jagd idealerweise nicht durch Verletzungen durch Schrotkörner (genaugenommen sogar in den allerseltensten Fällen, höchstens bei einem Nahschuß) sondern durch die Schockreaktion auf die mehrere Schrotkörner.

Das medizinische Standard Fachwörterbuch der sog. «Pschyrembel» (nach seinem Verfasser) definiert Schock wie folgt: Akut bis subakut einsetzendes, fortschreitendes, generalisiertes Kreislaufversagen, gekennzeichnet durch Störung der Mikrozirkulation, wobei unterschiedliche Formen, abhängig vom auslösenden Mechanismus, beschrieben werden. Es folgen 2 Seiten mit detaillierter Beschreibung der verschiedenen Schockarten. Dann steht hervorgehoben: «Jeder Schock bedeutet höchste Lebensgefahr und muss zügig und gezielt behandelt werden.» Zu beachten sind die Formulierungen «unterschiedliche Formen» und «abhängig vom auslösenden Mechanismus». Somit kann jede Form von Kreislaufversagen als Folge von Schock bzw. als Schock bezeichnet werden.

http://www.jungjaeger-bern.ch/doku/jagdkunde/A_DER_SCHROTSCHUSS_AUF_WILD.pdf

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@koch234

Heißt das, wenn ich ohnmächtig geworden wäre, wäre ich in einer echten Gefahr gewesen?

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@guinan

Auch so könntest du in Gefahr geraten, denn auch Kreislaufprobleme könnte weitere Folgen haben, hast du keine erste Hilfe gelernt?

Rufen Sie einen Krankenwagen. Eine Person unter Schock muss immer in ärztliche Behandlung.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Erste-Hilfe/Erste-Hilfe-409.html

du weißt doch selbst, wie schlecht es dir ging. Wäre noch eine andere Komplikation dazugekommen, hätte es auch noch schlechter ausgehen können.

Viel hülfe auch, wenn du das weißt und McDoof hin oder her dich hingelegt und die Beine hochgelegt hättest. Auch dort gibt es Bänke. Nächstes Mal (hoffentlich nie ;-) solltest du das ernst nehmen und entsprechend reagieren und dich schonen und dich ganz auf die Regeneration von deinem Schock konzentrieren. Auch danach sofort mit dem Auto zu fahren ist eigentlich nicht zu verantworten! Schließlich geht es dabei dann auch nicht mehr nur um dich.

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@koch234

Naja ich bin mit dem BUS gefahren. Isch 'abe garr kein Auto ;-)

Ich hab nochmal nachgelesen- Schock ist, wenn es wegen Blutverlust oder Vergiftung ist, oder? Bei mir würde man doch eher von einem Kreislaufkollaps bzw Synkope reden. Und das soll auch gefährlich sein? Viele haben das doch schon beim schnellen Aufstehen.

Danke dennoch, ich lese noch n bischen quer den Links folgend.

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@guinan

ja, lies doch vor allem noch mal meine erste Antwort, es steht doch alles auch in Wiki.

Gestern bin ich gestürzt

Das allein kann schon zum Schock führen, weil du dabei schon Adrenalin ausstößt, damit dein Körper auf die plötzliche Gewichtverlagerung schnellstmöglich reagiert, du die Hände ausstreckst, eine Schonhaltung annimmst etc.

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Meiner Meinung nach läuft das Ganze so ab: Ein plötzlich auftretender Schmerz ähnelt einer Schocksituation. Es wird Adrenalin ausgeschüttet. Der Körper befindet sich in einer Situation höchster Anstrengung. Häufig wird diese Situation begleitet durch schnelleres Pumpen des Herzens. Da der Körper damit beschäftigt ist alle Vitalfunktionen zu erhalten, kommt es nicht selten zu einer Unterversorgung mit Blut im Kopf. Daher ist es sinnvoll, wenn man dies merkt, die Beine hochzulagern, dies führt zu einer schnellen Besserung des Algemeinbefindens, denn das Blut sinkt nämlich nach unten. Sicherlich macht setzen auch schon etwas aus. Meine Tochter hat damit auch Probleme. Hinlegen, wo auch immer, verringert das Risiko von Bewusstlosigkeit. LG

Danke. Also ich finde ja, mein Körper reagiert total über. Ein blauer Fleck und 2 Tropfen Blut stört ja noch nicht die Vitalfunktion. Und ich war gerade bei McDonalds- hinlegen ginge da nicht und wäre ich ohnmächtig geworden, ich fürchte irgendein Idiot hätte nen Krankenwagen gerufen und sowas würde ich gern vermeiden.

Ok, andere haben das Problem also auch. Ist aber mistig....

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Sturz auf ausgestreckten Arm beim Handballspiel... [gelöst]?

Hallo Community,

Heute bin ich (16J.) bei einem Punktspiel (Handball) beim Sprungwurf auf den ausgestreckten Arm (links / nicht der Wurfarm) gestürzt und konnte wenig später nicht mehr weiterspielen.

Seit dem Sturz habe ich Schmerzen im Oberarm- und Schulterbereich und kann meinen Arm seitlich nicht mehr weiter als 90° anheben. Auch das Heben von leichten Alltagsgegenständen funktioniert nicht ohne mittelstarke bsi starke Schmerzen. Auch unbelastet spüre ich einen mäßigen, unangenehm drückenden Schmerz in besagter Armregion. Während des Spiels verstärkte das Umklammern eines Gegenspielers den bestehenden Schmerz für mehrere Minuten stark. Auch der Impuls beim Fangen des ball verstärkte den Schmerz zeitweise.

Sichtbare Verfärbungen sind nicht erkennbar. Auch Druckschmerz ist kaum spürbar. Was bleibt sind besagte Schmerzen beim Heben/Bewegen und auch bei Nicht-Belastung. (Das Muskelgewebe fühlt sich etwas weicher an als auch der rechten Seite.) [Kühlen und Salbe haben bisher nichts gebracht.]

Hatte jemand schon mal eine Ähnliche Verletzung oder kann die Symptome einer Verletzung zuordnen? (Ich weiß: Ferndiagnosen sind gefährlich, aber ich möchte gern ungefähr wissen, was mir fehlt.)

Danke im Voraus :)

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Zur Auflösung: Ich hatte mir die Schulter nach hinten (sub)luxiert. Dabei wurde der Schultergrätenmuskel stark verletzt. Nach inzwischen sechs Wochen habe ich keine Probleme mehr (außer gelegentlich leichten Schmerzen bei wuchtigen "Über-Kopf-Bewegungen"). Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig, da die Verletzung von selbst wieder abklingt. Innerhalb von ca. zwei Wochen war die Schulter wieder vollkommen belastbar und nach 6-8Wochen sollten die Schmerzen endgültig verschwunden sein.

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