Verletzung des Urheberrechts - was kann ich tun?

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Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) hat dafür "§ 97 Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz" vorgesehen: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Wie man per Anschreiben und ohne Anwalt und Abmahung und Klage in vielen Fällen eine Unterlassung erreichen kann, hat Poster stelari hier beschrieben. Kleiner Tipp noch dazu: Die einzelnen zu entfernenden geschützten Werke sollten konkret beschrieben werden, also "1. Text auf Website XY mit dem Titel 'Toller Spaß in Oberdorf'; 2. Foto auf Website ZZ mit dem Titel/Motiv '2 Gänse kämpfen auf dem Untersee'" usw. - nicht bloß "Das Zeugs auf Website XY ist mir!"

Möchte man außer einer Unterlassung auch noch einen Schadensersatz erreichen, dann muss man den Schaden ebenfalls konkret benennen und beziffern. Beispiel: Für meinen 1. Text auf XY mit dem Titel "Toller Spaß in Oberdorf" fordere ich als angemessene Vergütung laut § 32 UrhG in Verbindung mit § 97 UrhG das lizenzanaloge Honorar von X Euro 50 pro Zeile á 37 Anschläge entsprechend dem Tarif ABC der Gewerkschaft RRR, zusammen als X Euro 50, siehe

§ 97 UrhG Absatz 2: 'Der Schadensersatzanspruch kann auch auf der Grundlage des Betrages berechnet werden, den der Verletzer als angemessene Vergütung hätte entrichten müssen, wenn er die Erlaubnis zur Nutzung des verletzten Rechts eingeholt hätte.'"

Und bei Fotos analog (auch bei digitalen Fotos :-). Wer ein Profi ist oder dreist, legt dabei die Empfehlungen der Mittelstandsgesellschaft Foto-Marketing (MFM) zu Grunde - leider gibt es die nicht gratis im Netz, höchstens indirekt.

Hat er Glück, kriegt er das Geforderte sofort ohne Abmahnung und Anwalt und Klage. Hat er Pech, kriegt er am Ende eines teuren Prozesses nur einen Bruchteil davon, z. B. 30 % - dann hat er zu hoch gepokert und muss leider 70 % der Verfahrenskosten selber tragen, trotz Teil-Erfolges.

Aber noch einen Bonus kann es geben: Hat der Abkupferer nicht die korrekte Urheberbezeichnung laut § 13 UrhG an die geklauten Werke getan, also an die Texte und die Fotos, können die Urheber noch einen immateriellen Schadensersatz, vulgo Schmerzensgeld, geltend machen von manchmal nochmal der selben Höhe laut § 97 UrhG:

"Urheber, Verfasser wissenschaftlicher Ausgaben (§ 70), Lichtbildner (§ 72) und ausübende Künstler (§ 73) können auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine Entschädigung in Geld verlangen, wenn und soweit dies der Billigkeit entspricht."

Gruß aus Berlin, Gerd

Puh, das ist ja eine ziemlich haarige Angelegenheit. Vielen Dank für die wirklich umfassende Auskunft. Da werden wir wohl doch einen Anwalt einschalten müssen, obgleich wir erst mal prüfen müssen, ob der Verursacher auch zahlen könnte, wenn er müsste. Sonst bleiben wir auf unseren Kosten auch noch sitzen...

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Du könntest zuerst einmal den Webseitenbetreiber nett anschreiben, dass er die Berichte entfernen soll, da es ansonsten an seinem Host weitergeleitet wird und seine Seite dann dichtgemacht wird. Meistens reagieren dann die Webmaster prompt und entfernen alles.

Tja, die verdienen offensichtlich Geld mit der Veröffentlichung der Artikel. Einfach nur sagen, daß die böse sind und das nicht machen dürfen, erscheint mir zu wenig. Die sollen dafür richtig bluten, denn sie haben ja einen Vorteil durch die Berichte erschlichen...

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@sinabeth

Okay das ist wieder was anderes^^. Dachte das wäre nur ein Kiddy als Webmaster, der sich noch nicht auskennt. Ich halte generell Vorwarnen für sinnvoller als gleich zu mit Abmahnungen zu klagen.

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Mach eine DMCA-Beschwerde bei Google, Bing und Yahoo, dann wird die Seite mit den Kopien aus den Suchmaschinen entfernt. Das tut denen mehr weh als Anzeige / Abmahnung. Dann brechen denen nämlich fast alle Einnahmen auf Dauer weg.

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