Verlag möchte Veränderungen am Buch vornehmen?

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7 Antworten

Das hängt ganz von deinem Vertrag ab, aber ja, von vorne herein zu sagen, dass du keine Änderungen an deinem Manuskript willst, wird dir garantiert Ablehnungen einbrocken – das ist unprofessionell und von Profis sollte man sich doch etwas sagen lassen ;)

Grundsätzlich sucht sich der Verleger natürlich immer das Manuskript aus, bei dem er das Gefühl hat, es verkauft sich am besten und er muss möglichst wenig daran machen – denn auch für den Verlag entsteht natürlich ein Zeitaufwand und damit Kosten, wenn Dinge angepasst werden müssen.

Ein Buch, das eine komplette Umstrukturierung braucht, wird von vorne herein abgelehnt werden. Aber Rassismus oder zB gewaltverherrlichende Inhalte sind nicht die einzigen Veränderungen, die der Verlag an dein Buch verändern wollen könnten. Ein Verlag hat natürlich auch immer im Kopf, was möglichst gut in sein Verlagsprogramm passt und ist immer auf den nächsten Bestseller aus – denn ein richtiger Verlag verdient wie der Autor
anteilig am Buchverkauf. Es kann daher schon vorkommen, dass dir vom Lektorat auch inhaltliche Veränderungen genannt werden, die nicht mit Rassismus, Gewaltverherrlichung oder rechtlichen Problemen zu tun haben – einfach mit der Begründung, dass es sich mit dieser Veränderung besser verkauft bzw besser beim Leser ankommt, oder aber auch, weil einfach Unklarheiten bestehen.

Solche Dinge können aber jederzeit mit dem dir zugeteilten Lektor besprochen werden.

Dein Buch wird aber immer noch dein Buch bleiben, denn wie gesagt, an Manuskripten, die eine Umstrukturierung und gravierende Änderungen nötig haben, hat ein echter Verlag absolut kein Interesse.

Hast du denn überhaupt schon einen Verlag, der Interesse hat an deinem Buch?

Nur wenige Manuskripte werden von seriösen Verlagen angenommen. Die meisten Manuskripte werden abgelehnt, insbesondere Erstlingswerke von unerfahrenen, unbekannten Hobby-Autoren. Da lohnt sich die Veröffentlichung nicht, weil keine hohen Verkaufszahlen zu erwarten sind.

Wenn ein Lektorat Änderungen wünscht, liegt das in der Regel nicht an moralischen Verfehlungen oder weil juristische Konsequenzen drohen, sondern weil dein Manuskript in den Augen des Lektors andere Schwächen hat:
Handlungsaufbau zu verworren oder ohne roten Faden, zu viele Klischees, schwache Charaktere, sprachliche Probleme.

In der Regel wird der Lektor diese Änderungen mit dem Verfasser klären. Gerade Erstlingsautoren sollten sich vom Gedanken verabschieden, dass das eigene Werk so grandios ist, dass es auch jedem anderen gefallen muss. Verlag und Lektorat mögen nicht immer richtig liegen, wie zahlreiche Beispiele abgelehnter Bestseller zeigen, die überwiegende Mehrzahl abgelehnter oder für überarbeitungsbedürftig befundener Manuskripte hat aber nunmal Nachbesserungsbedarf. Und ein guter Lektor kann beim Blick über den Tellerrand enorm hilfreich sein.


Der Verlag muss dein Manuskript in KEINEM Fall annehmen, so lange kein Vetrag geschlossen wurde.

Natürlich musst du den Änderungen nicht zustimmen. Du hast das alleinige Urheberrecht. Allerdings musst du dann tatsächlich davon ausgehen, dass sie dein Werk ablehnen.

Es empfiehlt sich immer einen Kompromiss zu suchen. Insbesondere als unbekannter Autor sollte man sich überlegen, ob man nicht der einen oder anderen Änderung zustimmt.

Ob ein Steven King noch vielen Änderungswünschen seines Verlages ausgesetzt ist, gleube ich nicht.

Hallo Internetzugriff, 

auch wenn du keinerlei rassistische Inhalte in dein Manuskript geschrieben hast, kann der Verlag Änderungen vornehmen.

Verlage arbeiten, wie jedes andere Unternehmen auch, gewinnorientiert. Es kann dir demnach passieren, das Änderungen an deinem Buch vorgenommen werden sollen, damit es sich später (besser) verkauft.

Allerdings wirst du dein Anliegen mit einer zuständigen Person des jeweiligen Verlages z.B einem/r Lektor/im besprechen müssen.

Solltest du nicht mit den Änderungen zu frieden sein und sich kein anderer Verlag zur Veröffentlichung finden, gibt es immernoch die Möglichkeit dein Buch per Self Publishing zu veröffentlichen.

Viel Erfolg.

Wenn der Verlag dein Manuskript ändern will, dann wirst du das wahrscheinlich tun müssen, denn ansonsten kann der Verlag dein Buch durchaus ablehnen, es sei denn ihr habt bereits zuvor einen Vertrag abgeschlossen, in dem etwas Anderes steht. Das muss auch nichts mit rassistischen Inhalten zu tun haben, der Verlag kann alle möglichen Gründe dafür haben und alles mögliche verändern, bis er glaubt, dass sich das Resultat gut verkaufen lässt.

Bevor ein eingekauftes Buch veröffentlicht wird, arbeitet der Verlagslektor (zusammen mit der Marketingabteilung) mit dem Autor am Buch. Das hat oft reichhaltige und massive Veränderungen (auch Kürzungen) zur Folge. Daher werden heute fast nur noch über Literaturagenten Bücher eingekauft, deren Autoren vom Agenten als "lektoratsfähig" getestet wurden.

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