1 Antwort

Der Text ist eine einzige Lobhudelei auf die neoliberalen Prinzipien der Globalisierung. Was Herr Straubhaar pauschal als "verkrustete" nationale Struktur abbügelt sind all jene Maßnahmen/Gesetze die es globalen Konzernen erschweren z.B. Arbeitskräfte auszubeuten und Lohndumping zu betreiben. 

Negative Aspekte wie Arbeitslosigkeit und Niedriglohnsektor werden zwar kurz erwähnt, aber nicht auf auf die ungezügelte Globalisierung zurückgeführt. Sondern z.B. auf:

Stellenverluste sind nämlich nicht deren Folge, sondern die eines stetigen Strukturwandels, den keine Macht der Welt aufhalten kann.

Der Strukturwandel ist es also und der fällt vom Himmel. Daß es die Konzerne selbst sind, die ihre Produktion in Billiglohnländern verlagert um immer billiger zu produzieren, ist an Straubhaar offensichtlich unbemerkt vorbeigegangen.

Es gibt noch viele weitere haarsträubende Stellen in Herrn Straubhaars Ausführungen. Kurz, den Text kann man getrost als neoliberale Propaganda einordnen.

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Kommentar von Ichhelfgerne
12.03.2017, 17:24

Ähm, ja danke für die Antwort, allerdings hätte ich mir eigentlich nur eine kurze und neutrale Antwort gewünscht. Über die Ansichten von Straubhaar braucht man sich gar nicht streiten, denn da wird er seinem Namen absolut gerecht.

Ich denke, dass kein zukunftsorientierter vernunftbegabter Mensch Straubhaars Sichtweise ernsthaft teilen kann und mir haben sich auch die Haare beim Lesen seines Textes gesträubt, da ich mich selbst auch eher zu den im Fachjargon sogenannten "Linksökonazis" zähle, die Neoliberalismus mehr als Gefahr denn als Chance sehen.

Allerdings: Ein bisschen Neutralität wäre doch schön gewesen

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