Verkrampftes Bein beim Aussitzen?

7 Antworten

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Das Bein hängt an deinem Becken/deiner Hüfte. Die meisten Reiter verkrampfen schon da bzw kippen ihr Becken zu viel ab und geraten ins Hohlkreuz oder in Rücklage, sodass sie gar nicht mehr zum sitzen kommen können.

Versuch sich beim aussitzen einfach mal bewusst zu entspannen, mit der Hüfte die Bewegung des Pferdes mitzugehen und tief in den Bauch zu atmen, den Bauchnabel „vor dir weg“ zu tragen und die Beine locker am Pferd anliegen zu lassen. Wenn es anfangs nur ein paar Tritte klappt ist das nicht schlimm, dann parierst du eben wieder durch, „sortierst“ deinen Sitz wieder neu und trabst wieder an.

Den Befehl „Bein lang“ finde ich im Übrigen sehr unglücklich, denn dadurch erzielt man am Ende eben ggf nur einen Reiter der Krampfhaft den Absatz runterdrückt und sich mehr in die Bügel stellt, aber keinen der besser aussitzen kann, denn je verkrampfter man versucht sitzen zu bleiben, desto schlechter funktioniert es.

Ggf hast du ja auch die Möglichkeit ergänzend zum normalen Unterricht auch immer mal Sitzlongen zu nehmen, da kannst du dich dann ganz auf dich und deinen Sitz konzentrieren.

Danke, das war wirklich sehr einleuchtend und hilfreich!

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Ich habe das Problem auch manchmal und denke dann anstatt an „Bein lang“ eher an „mit dem Absatz federn“

Versuch mal richtig Gewicht in die Bügel zu bringen und bei jedem Trabtritt mit dem Absatz nach unten mitzugehen quasi und den Schwung abzufedern. Also nicht über den Sitz selber sondern über das Bein deinen gesamten Sitz ausgleichen. Ich weiß leider nicht ob man versteht was ich meine😅

naja auf jeden Fall: -Gewicht in die Bügel bringen & Beinlage ggf korrigieren (oft ist man wenn man verkrampft zu weit vorne und hat dann keine Chance nicht zu krampfen)

Okay, danke!

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Das ist Übungssache. Denke immer wieder an deine Mittelpositur. Stell dir vor, du hast gar keine Beine! Schließe mal die Augen dabei und probiere verschiedene Haltungen aus. Manchmal kann man Dinge als Reitlehrer niemals so beschreiben wie es sein sollte. Das sind die Dinge, die man erfühlen muss.

Zwinge dich nicht minutenlang auszusitzen. Beginne mit wenigen Trabtritten.

Mir hilft es, an meine Bauchmuskeln zu denken: Anspannen, Entspannen, immer im Takt.

Sei erhaben! Positive Anspannung beginnt im Kopf! Stell dir vor du reitest gerade bei Olympia und bist der Favorit im Finale.

Woher ich das weiß:Hobby – Reiterin seit ca.30Jahren

Okay, danke!

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Vielleicht wenn du an den „federnden Absatz“ denkst? Es ist von größter Wichtigkeit, dass das Fußgelenk locker ist, und die Bewegung bei jedem Tritt bis rauf ins Genick und runter in den Absatz fließt. Vielleicht findest du ein Bild, das zu dir passt - eine Ziehharmonika, ein Orgelbalk, eine alte Nähmaschine ohne Strom, eine Federwaage…

Bei jedem Tritt muß der Absatz sich senken und wieder hochfedern, ohne runter zu „treten“ und hoch zu „ziehen“, sondern lass einfach zu, dass die Bewegung, die dir das Pferd gibt, hier ankommt. Dafür ist natürlich nötig, dass zuerst mal die Hüfte locker schwingt.

Du mußt absolut im Gleichgewicht sitzen; wenn du irgendwie versuchst, dich mit den Beinen festzuhalten, geht es nicht.

Auch ständiges Treiben ruiniert den Sitz. Solltest du auf einem triebigen Pferd sitzen, mach es erst mal flott, damit du zum sitzen kommen kannst.

Danke, das war sehr hilfreich!

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Merksätze werden dir da nicht viel bringen...

Wie lange ist denn deine letzte Sitzschulung an der Longe her? Das bewirkt oft wahre Wunder, wenn man das immer wieder mal macht.

Woher ich das weiß:Hobby – Ü20 Jahre Reit und Pferdeerfahrung, Haltung eigener Pferde

Tatsächlich helfen mir Merksätze sehr. Hab mir damals welche zum durchparieren, zum Aussitzen im Galopp und zur richtigen Haltung der Zehenspitzen durchgelesen, die haben ein kleines Wunder vollbracht :D

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