Verkehrsunfall und Arbeitgeber will Unterlagen?

10 Antworten

Nachdem du in deinen Kommentaren die elementaren Angaben verraten hast, dass du länger als 6 Wochen krank geschrieben bist, und der Unfallgegner anscheinend der Schuldige ist, ist es doch logisch, dass dein Arbeitgeber wegen deiner Ausfallzeiten Schadenersatz vom Unfallgegner fordern will. Ebenso logisch ist es, dass er dazu von dir Angaben zum Unfalllgegner erfragen möchte.

Worin liegt dein Problem, deinen Arbeitgeber zu unterstützen? Du hast dadurch keinen Nachteil.

Was das Ganze mit der Polizei bzw. deren Nichtrufen zu tun haben soll, verstehe ich immer noch nicht.

Ja, er kann ja verlangen, was er will, aber ein Recht darauf hat er nicht.

Die AUB vom Arzt reicht aus. Genauso darf er Dich zwar fragen, was Du hast, aber Du musst ihm nicht antworten.

Das einzige Recht, was er hat, ist zu erfahren, ob Du die vollen sechs Wochen AU sein wirst oder weniger und, falls länger, wie lange in etwa.

Diesbezüglich solltet Du so ehrlich wie möglich sein, da Dein AG ja auch planen muss, eventuell eine Ersatzkraft für Dich einstellen muss, falls die Arbeit so nicht lange zu bewältigen ist.

selbstverständlich hat der Arbeitgeber das Recht, die Daten des Unfallgegners zu erfahren ...

da er die Lohnfortzahlung über dessen Versicherung zurückfordern kann ...

10
@wurzlsepp668

Nicht nur der Arbeitgeber sondern sogar als erstes die Krankenkasse.

1

Wer war denn schuld an dem Unfall? Du oder Dein Unfallgegner?

Wenn Du keine Schuld am Unfall hast und jetzt verletzt bist, kann Dein AG die Entgeltfortzahlung die er für Dich während der Arbeitsunfähigkeit bezahlen muss, vom Unfallverursacher zurückfordern.

Wir haben nicht die Polizei gerufen das ist das Problem

0
@Gucci1221

Ich gehe jetzt davon aus dass der andere Fahrer schuld am Unfall ist.

Wie habt Ihr das mit der Schadensregulierung geregelt? Es muss doch nachweisbar sein, wer am Unfall schuld ist.

Ganz nebenbei, dafür ist man haftpflichtversichert. Dein Kontrahent wird die Kosten nicht aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Die Krankenkasse wollte doch bestimmt auch eine Schilderung des Unfalls. Auch sie will ihr Geld holen ;-)

3

Wenn der Unfall auf dem Arbeitsweg war, bist du sogar verpflichtet einen Unfallbericht abzugeben, den der Arbeitgeber an die BG leitet.

Auch private Unfälle können für einen Arbeitgeber relevant sein, wenn ein dritter dafür verantwortlich ist. 

Dabei sind natürlich medizinische Angaben für den Arbeitgeber tabu.

Auch private Unfälle können für einen Arbeitgeber relevant sein, wenn ein dritter dafür verantwortlich ist.

Nicht nur, damit der Arbeitgeber Ansprüche gegen einen Dritten geltend machen kann, der den Unfall verursacht hat.

Der Arbeitgeber ist auch nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, wenn sein Arbeitnehmer selbst einen Unfall mit folgender Arbeitsunfähigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbei geführt hat.

0

Der Arbeitnehmer hat dem Arbeitgeber unverzüglich die zur Geltendmachung des Schadensersatzanspruches erforderlichen Angaben mitzuteilen (§ 6 Abs. 2 EFZG).

 Der Arbeitnehmer muss also dem Arbeitgeber angeben,

• ob nach Ansicht des Arbeitnehmers für die Arbeitsunfähigkeit ein Fremdverschulden und damit ein Schadensfall vorliegt,
• den Namen und die Anschrift des Schädigers,
• die Daten zur Haftpflichtversicherung des Schädigers.

Was möchtest Du wissen?