Verkehrsunfall mit LKW, wer ist schuld?

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10 Antworten

Dein Verhalten war verkehrswidrig und daher dürftest du den Hauptteil der Schuld tragen. Du lernst schon in der Fahrschule, dass man sich, wenn man sich falsch eingeordnet hat, nicht in eine Schlange reinquetschen sondern lieber weiterfahren und gefahrlos wenden sollte.

Es stellt sich die Frage, ob dich der LKW-Fahrer sehen konnte oder nicht. Wenn du in einen toten Winkel reingefahren bist, musste der LKW-Fahrer damit nicht rechnen und ist vollkommen unschuldig.

Wenn er dich sehen konnte oder gar sehen musste, wird ihm sicherlich eine Teilschuld zugesprochen. Ob du zum Zeitpunkt des Zusammenpralles gestanden hast oder ob du gefahren bist, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die weitaus grössere Rolle spielt, ob er dich sehen konnte/musste und ob er mit diesem Verhalten rechnen musste oder nicht.

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SectorNoLimits 21.03.2014, 23:01

Wenn ich das so beurteilen darf, hat er mich sehen können. Ich habe die Situation mit einem baugleichen LKW nachgestellt und konnte mein eigenes Auto im Führerhaus sowohl vor mir, als auch in 2 Spiegeln sehen. Wenn ich nicht sicher gewesen wäre, dass er mich hätte sehen können, wäre ich das Risiko mit dem Einordnen nicht eingegangen. Ich habe mich mehrmals vergewissert und bin auch soweit wie möglich an die Bahn dran gefahren um genau das zu verhindern. An der Stelle an der ich die Spur gewechselt habe, war die Linie übrigens gestrichelt, nicht durchgezogen.

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Interesierter 21.03.2014, 23:18
@SectorNoLimits

Beim Linksabbiegen wird der LKW-Fahrer nicht nach rechts in den Spiegel schauen. Es ist vollkommen normal, dass er seine Aufmerksamkeit nach vorne und nach links konzentriert. Drückst du dich von rechts rein und kommst nicht deutlich vor ihn, sieht er dich tatsächlich nicht. Du müsstest daher mindestens so weit vor ihn gekommen sein, dass er dich beim Blick nach vorne hätte sehen müssen.

Da du schreibst, dass dein Auto bei der nachgestellten Szene in 2 Aussenspiegeln sichtbar war, können dies eigentlich nur die nach unten gestellten rechten Aussenspiegel gewesen sein, in denen der LKW-Fahrer beim Rechtsabbiegen Zweiradfahrer neben seinem rechten Vorderrad entdeckt. Damit müsste jedoch deine hintere Stoßstange auf Höhe seines Aussenspiegels gewesen sein und du wärst noch nicht wirklich weit in seine Spur hineingekommen.

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Eigenverschulden zu 100% Du hättest weiter deine Richtung beibehalten müssen um bei der nächsten Möglichkeit zu wenden oder eine Andere Möglichkeit deine Richtung zu ändern suchen müssen und nicht auf andere verlassen das Sie so was erkennen das einer sich in die Fahrbahn zwängt wen Du richtig Pech gehabt hättest wäre der LKW weitergefahren und Dich mit um die Kurve genommen dein Hupen hört man im LKW fast gar nicht , ein Freund vor 35 Jahren ist beim rangieren eines LKW mit seinem Moped unter die Hinterräder des Auflegers gekommen , mit Zwillings Bereifung er hat es zum Glück nicht überlebt er war mehr oder weniger platt wie sein Zweirad das ich nachher mal sehen konnte der LKW Fahrer hat es nicht mitbekommen und wurde nur durch klopfen von Zeugen angehalten und was er da sah ließ ihn sofort umfallen musste mit schwerem Schock ins Krankenhaus , also nicht die Schuld bei andern suchen wen man was falsch gemacht hat mein Freund hatte sich zum Tanken nur die falsche Zeit ausgesucht . Alles selber zahlen und als Fehler merken und nicht wieder versuchen es hätte auch ein Panzer sein können und dann seit Ihr Platt

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Ich will hier auch noch meinen Senf dazugeben.

Selbst wenn die Polizisten hier keine Zeugen des Unfalls selbst waren haben sie meiner Meinung nach die Situation korrekt eingeschätzt. Das ist zwar letztendlich nicht bindend, gibt aber oft die Richtung vor.

Rechtlich hast Du gegen §7 StVO verstoßen:

(5) In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.

Auch wenn Du hier vielleicht keine Gefährdung siehst da die gesamte Situation ja im Stillstand oder in Schritttempo ablief so war doch eine Gefährdung vorhanden. Die bestand nämlich darin das Du in einen Bereich eingefahren bist der für den LKW-Fahrer nicht oder nur sehr schwer einsehbar war.

Vom Anscheinsbeweis her liegt die Schuld also bei Dir. Nur dann wenn Du dem LKW-Fahrer nachweisen könntest das er Dich gesehen haben muss würdest Du von einem Teil Deiner Schuld befreit werden, dafür sehe ich aber die Chancen gegen Null.

Unschön war natürlich dann, das der LKW den Schaden beim Trennen der Fahrzeuge noch vergrößert haben könnte, aber auch da wird Dir wohl kein Richter etwas zukommen lassen, denn das ist als Folge des Unfalls selbst zu sehen.

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SectorNoLimits 22.03.2014, 01:21

Vielen Dank, auf deine Antwort hatte ich gehofft. Ich hatte mir ja selbst überlegt, ob ich dagegen angehen soll oder nicht. Nachdem sich aber die Allianz bei mir gemeldet hatte und gefragt hatte, warum ich nicht dagegen angehen würde weil ich im Recht sei, habe ich mich doch dafür entschieden. Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt. Auch andere Personen mit denen ich gesprochen hatte, haben mir dazu geraten (Mechaniker, Versicherungsberater, Anwalt der Allianz, unabhängiger Polizist).

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Anton96 22.03.2014, 21:03

Wie immer eine seht gute und vor allem gut begründete Antwort,

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Hallo!

Die Sachlage ist relativ einfach.

Du hast einen Spurwechsel vorgenommen, ohne dich zu vergewissern, ob das gefahrlos und ohne Gefährdung anderer möglich ist!

Dein Verschulden!

Ob der LKW-Fahrer jetzt in dich hinein gefahren ist, weil er dich nicht gesehen hat oder weil er sich geärgert hat, kann nicht beantwortet werden und ist auch belanglos in dem Fall.

Ich denke, du bist noch jung und hast es ungeschickt angestellt.

Rein rechtlich hättest du gerade aus fahren müssen und deine Route so wählen müssen, dass du dann zu deinem Ziel kommst.

Du hast im aber quasi die Spur verstellt. Das ist unhöflich, ungesetzlich und gefährlich! Gegen einen LKW hast du keine Chance und wenn es blöd hergeht, bist du zermalmt oder schwer verletzt.

Nimm es als Lehre, die glimpflich ausgegangen ist (nur Blechschaden!).

In so einem Fall bleibt man/frau in seiner Spur, setzt den Blinker und nimmt Kontakt mit dem anderen FahrerIn auf, um sich zu vergewissern, dass er dich

a) sieht und

b) dich dann auch in seine Spur lässt (zB per Handzeichen).

LG Bernd

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Eigentlich ist es deine Schuld. Du hättest nicht mehr die Spur wechseln dürfen. Du kannst jetzt nur noch auf Teilschuld hoffen. Ich habe mir die Bilder mal angeschaut. Ich kenne den Mercedes Axor nicht. Der sieht aber nicht größer aus als ein Atego den ich schon öfter gefahren bin. Da könnte könnte niemals ein ganzes Auto im toten Winkel verschwinden. Vielleicht eine Person aber selbst die würde man normalerweise in dem Spiel sehen. Bist du sicher das es so ein LKW war und kein Actros oder so? Die sind sehr viel höher. Da könnte ich mir schon eher vorstellen das er dich übersehen hat.

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berndamsee 06.04.2014, 07:48

Auch, wenn das andere Fahrzeug im Sichtbereich des LKW-Fahrers gewesen sein kann, könnte er ihn übersehen haben, da er sich zB auf das Linksabbiegen konzentriert hat und nicht damit rechnen musste, dass sich ein "Hindernis" in seine Spur stellt.

Das mit dem Sichtbereich ist im Nachhinein schwer beweisbar, nicht vom rein technischen, sondern auch vom optischen her, zB Spiegelung in der Scheibe usw ...

Also der Faden ist dünn und kann höchstens zu einer geringen Teilschuld, wenn überhaupt, des LKW-Fahrers führen. Chancen sind sehr gering.

Denn so, wie es aussieht, stehen hier Berufs-Fahrer gegen "Amateur" dann vor Gericht.

LG Bernd

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Ich habe eine etwas andere Meinung als die meisten hier: Nach meiner Ansicht trägt der Lkw-Fahrer den größten Teil der Schuld, wenn nicht sogar die gesamte Schuld.

Es kommt nämlich überhaupt nicht darauf an, ob es für den Lkw-Fahrer möglich oder unmöglich war, das Auto des Fragestellers zu sehen. Er darf in jedem Fall nur dann losfahren, wenn sein Fahrweg frei ist! Kann er dies nicht durch Beobachtung feststellen, sehen, dann muss er sich auf andere Weise vergewissern, erforderlichenfalls muss er sich einweisen lassen. Wer losfährt, ohne sich zu vergewissern, dass sein Fahrweg frei ist, handelt mindestens fahrlässig.

Es besteht kein Zweifel daran, dass es schwierig ist, einen Lkw zu führen - aber das kann keine Ausrede dafür sein, dass man sich nicht davon überzeugt hat, dass der Fahrweg frei ist.

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SectorNoLimits 22.03.2014, 19:00

Danke für deine Antwort. Das gibt mir dann doch ein bisschen Hoffnung, dass sich an der voreiligen Entscheidung der Polizei doch noch was ändert.

In meinem Fall war es Gott sei dank nur Blechschaden. Aber es hätte auch ein Kind vor dem LKW sein können. Von daher finde ich das, was du gesagt hast absolut richtig.

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Anton96 22.03.2014, 21:01

Er darf in jedem Fall nur dann losfahren, wenn sein Fahrweg frei ist!

Es konnte davon ausgehen das der Fahrweg frei war, er muss nicht damit rechnen das sich ein PKW in die Lücke vor ihm quetscht, Ein LKW Fahrer darf sich durchaus darauf verlassen das sich ein andere Fahrer an die Straßenverkehrsregeln hält und sich nicht vor einen LKW mal eben Quer rein drängelt. Beim anfahren an einer Ampel steigst du natürlich aus und vergewissert dich das keine vor dein Fahrzeug liegt, Den genau das bedeute deine Aussage, Es geht hier um eine Straße, es wäre etwas anders wenn ein geparkter LKW los fährt.

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Crack 23.03.2014, 01:14
Er darf in jedem Fall nur dann losfahren, wenn sein Fahrweg frei ist! Kann er dies nicht durch Beobachtung feststellen, sehen, dann muss er sich auf andere Weise vergewissern, erforderlichenfalls muss er sich einweisen lassen.

Du weißt sicher das ich Deine Antworten ansonsten sehr schätze da sie immer von großem Hintergrundwissen gedeckt sind und auch nachvollziehbar begründet werden. Ich will auch nicht behaupten das Du hier falsch liegst, denn niemand von uns war dabei und wir kennen nur die Schilderung des Fragestellers.

Wie aber muss man sich Deinen Einwand in der Praxis vorstellen? Heißt das dann das jeder KFZ-Führer nach jedem Stopp an einer Ampel o.ä. erst aussteigen muss falls sein Sichtfeld eingeschränkt ist? Das beträfe dann nicht nur LKW-Fahrer sondern sicher auch einen erheblichen Teil der anderen Verkehrsteilnehmer. Man könnte das auch noch weiter ausführen. Was passiert in der einen Sekunde die man zum wieder Einsteigen braucht? Auch dann kann etwas geschehen ohne das der Fahrer es mitbekommt, wie soll man das abdecken, denn einen Einweiser wird man in diesen Situationen in den seltensten Fällen haben?

Ich halte das für Praxisfern. Wer sich ganz normal an einer Ampel in der vorgesehenen Fahrspur eingereiht hat muss wohl kaum davon ausgehen das sich ein Anderer durch ein abnormales Manöver vor sein Fahrzeug stellt.

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Natürlich bist du das Schuld. Du hättest garnicht mehr auf die Abbiegespur wechseln dürfen. Du hast vermutlich im toten Winkel von dem LKW gestanden.

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Ich bin selbst gelernter BKF. Wenn du an dieser Stelle noch etwas gestanden hast, dann hat der LKW Fahrer dich gesehen. Entweder er war abgelenkt oder er hat seinen Frust an dir ausgelebt. Solche Situationen hatte ich oft. Aber ich habe die PKWs immer gesehen.

Nur wenn du gerade in die Lücke gefahren bist als der LKW anfuhr hätte es evtl. zu knapp sein können.

Was die Polizisten aussagen ist oft absoluter Schwachsinn. Einem Bekannten wurde mal von der Poizei am Unfallort die Schuld zugeschoben als er in einen Geisterfahrer fuhr der kurz vor ihm auf seine Fahrbahn wechselte und entgegenkam. Der Geisterfahrer sollte völlig unschuldig am Unfall sein. Vor Gericht sah es dann ganz anders aus.

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SectorNoLimits 22.03.2014, 11:21

Vielen Dank für deine Einschätzung. Ja, ich stand min. 15 Sekunden an der gleichen Stelle bis der LKW anfuhr.

Die Polizei war die ganze Zeit sichtbar gegen uns. Ich habe erwartet dass die Polizei die Sache objektiv betrachtet, aber das Gegenteil war der Fall. Auch den Unfallbericht haben die falsch ausgefüllt, dort ist der Schaden in der Skizze so eingetragen, als wäre er vorne am Kotflügel.

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Interesierter 22.03.2014, 15:34
@SectorNoLimits

Jetzt hör endlich auf! Was du behauptest nimmt langsam paranoide Züge an!

Mittlerweile behauptest du der LKW-Fahrer sei dir absichtlich reingefahren. Weiter behauptest du, die Polizei wüsste das, würde ihn aber decken.

Fakt ist jedoch, dass bei diesem Unfall die Hauptschuld trägst, weil du an einer vollkommen unmöglichen Stelle gemeint hast, die Fahrspur zu wechseln, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Alles Andere sind Vermutungen. Wo du genau gestanden hast, ob du gestanden hast, ob der LKW-Fahrer dich sehen konnte oder eben nicht, entspringt deinen Aussagen, die du bewusst oder unbewusst in deine eigene Richtung manipulierst, um dich aus der Verantwortung zu stehlen.

Du hast Mist gebaut und nun steh auch dazu und versuch nicht Deine Schuld auf Andere abzuwälzen.

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SectorNoLimits 22.03.2014, 18:58
@Interesierter

Bitte was? Ich hab mich mehrmals vergewissert, dass mich der LKW Fahrer auch sehen konnte, sonst hätte ich wohl kaum die Spur gewechselt. Aber ich muss mich vor dir hier auch nicht rechtfertigen. Vielen Dank für deine Meinung, den Rest entscheiden die Anwälte und Richter.

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Interesierter 23.03.2014, 00:03
@SectorNoLimits

Ich hab mich mehrmals vergewissert, dass mich der LKW Fahrer auch sehen konnte, sonst hätte ich wohl kaum die Spur gewechselt.

Wie soll ich das verstehen? Vor dem (halben) Spurwechsel musst du rechts neben dem LKW gestanden haben. Selbst wenn er dich da gesehen hat, bedeutet das gar nichts, da er nicht mit deinem 'Spurwechsel" rechnen musste. Vor sich konnte er dich allenfalls sehen, als der Spurwechsel bereits im Gange war bzw. du eigentlich schon wieder gestanden hast. Die Entscheidung zum Spurwechsel hast du jedoch nicht dort getroffen, sondern schon mit dem Anfahren, als du noch neben ihm warst. Du hattest auch zu keinem Zeitpunkt Blickkontakt mit dem LKW-Fahrer. Deine Argumentation ist eine Schutzbehauptung, die nicht stimmt!

Das Gegenargument des LKW-Fahrers lautet: "Ich konnte sie nicht sehen. Hätte ich ein Auto vor meinem LKW gesehen, wäre ich doch nicht losgefahren!" Und nun?

Vollkommen vorurteilsfrei betrachtet, kommt jeder, sogar Du selbst zu dem Ergebnis, dass dein Spurwechsel keine gute Idee war und mit der Strassenverkehrsordnung nicht in Einklang stand.

Selbstverständlich musst du dich vor mir keinesfalls rechtfertigen, du hattest jedoch eine Frage gestellt, ich habe dir meine Sicht der Dinge begründet dargelegt und die Antwort passt dir nicht. Die Grundlage für meine Sicht der Dinge erklärt sich daraus, dass du dich regelwidrig verhalten hast. Beim LKW-Fahrer kann ich kein Fehlverhalten feststellen. Du hast dich in seine Spur gequetscht und nicht anders herum.

Allerdings fällt mir auf, dass du jeden anfeindest, der sich dir in den Weg stellt und dir deine Fehler aufzeigt.

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SectorNoLimits 23.03.2014, 02:08
@Interesierter
Allerdings fällt mir auf, dass du jeden anfeindest, der sich dir in den Weg stellt und dir deine Fehler aufzeigt.

Was genau begründet deinen Verdacht?

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Interesierter 23.03.2014, 13:49
@SectorNoLimits

Nun, es handelt sich dabei um keinen Verdacht sondern um eine Feststellung!

Du kannst doch wohl kaum abstreiten, dass deine Entscheidung an dieser Stelle und auf diese Art und Weise die Fahrspur zu wechseln nicht den Verkehrsregeln entsprach, während das Verhalten des LKW-Fahrers zumindest auf den ersten Blick nicht zu beanstanden war. Wenn es dann knallt, ist die Antwort auf die Schuldfrage zumindest im Grundsatz schon vorgegeben.

Auf diese Tatsache werden dich die Polizisten hingewiesen haben. Daher waren sie aus deiner Sicht parteiisch. Dem LKW-Fahrer unterstellst du, er sei dir absichtlich in die Seite gefahren, obwohl er dich gesehen habe. Meine Sicht der Dinge schiebst du mit dem Hinweis auf Richter und Anwälte und der Argumentation, du müsstest dich vor mir nicht rechtfertigen, entrüstet beiseite.

Auch bei deinen Fotos hast du getrickst. Der vom Fahrersitz aus aufgenommene Blickwinkel entspricht nicht dem eines normalen entspannt sitzenden Fahrers. Die Position ist zu hoch und zu weit vorne. Auch die Position deines Autos halte ich für nicht korrekt. Wenn du dich mit einem fast 5 Meter langen Coupe in eine 4 Meter lange Lücke zwängen willst, wirst du kaum 1,5 Meter Abstand zur LKW Stoßstange lassen.

Weiter behauptest du, du hättest mindestens 3 Sekunden lang gehupt, bevor der LKW dich traf. Mit einer Reaktionszeit von einer halben Sekunde werden daraus 3,5 Sekunden, in denen der LKW nicht mehr als 1,5 Meter zurückgelegt haben soll? Das sind weniger als 50 cm pro Sekunde oder 1,5 km/h. Dies geschah, während deine Aufmerksamkeit eigentlich auf das Grün-Signal für die Bahn bzw. den Strassenverkehr nach vorne und nicht nach links hinten gerichtet war.

Mir stellt sich auch die Frage, ob es sich genau um solch einen Axor der kleinen Baureihe handelte oder ob du dieses Fahrzeug ausgewählt hast, weil es niedriger baut als die meisten anderen LKW.

Ich will dich hier keinesfalls runtermachen, aber die Fakten sprechen gegen dich. Weiter solltest du mit Anschuldigungen wie parteiischen Polizisten und einem LKW-Fahrer, der dir absichtlich reingefahren sei, vorsichtig sein. Ich möchte dir an dieser Stelle auch den Rat geben, bei Beweisen nicht zu tricksen. Wird dies vor Gericht festgestellt, siehst du ziemlich blass aus und es glaubt dir gleich gar keiner mehr.

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SectorNoLimits 23.03.2014, 14:32
@Interesierter

Auch bei deinen Fotos hast du getrickst. Der vom Fahrersitz aus aufgenommene Blickwinkel entspricht nicht dem eines normalen entspannt sitzenden Fahrers. Die Position ist zu hoch und zu weit vorne.

Ich saß selber im LKW und habe mein Auto deutlich gesehen, ich kann also auch die gleiche Situation noch einmal mit einem besseren Foto nachstellen.

Auch die Position deines Autos halte ich für nicht korrekt. Wenn du dich mit einem fast 5 Meter langen Coupe in eine 4 Meter lange Lücke zwängen willst, wirst du kaum 1,5 Meter Abstand zur LKW Stoßstange lassen.

Bitte genau lesen. Die Lücke war ca. 4m groß, dann ist die Straßenbahn noch weiter nach vorne gerollt. Steht alles im Text. Und außerdem habe ich nicht behauptet, dass es eine 1,5m große Lücke zwischen mir und dem LKW gegeben hat.

Weiter behauptest du, du hättest mindestens 3 Sekunden lang gehupt, bevor der LKW dich traf. Mit einer Reaktionszeit von einer halben Sekunde werden daraus 3,5 Sekunden, in denen der LKW nicht mehr als 1,5 Meter zurückgelegt haben soll? Das sind weniger als 50 cm pro Sekunde oder 1,5 km/h.

Dafür gibt es sogar Zeugen. Der LKW ist ja auch nur losgerollt, Anfahren hätte keinen Sinn gemacht, da die Straßenbahn ja noch stand.

Mir stellt sich auch die Frage, ob es sich genau um solch einen Axor der kleinen Baureihe handelte oder ob du dieses Fahrzeug ausgewählt hast, weil es niedriger baut als die meisten anderen LKW.

Heftige Unterstellung, aber auch dazu möchte ich mich äußern. Ob es sich um ein baugleiches Modell handelt, weiß ich nicht sicher. Die Fotos habe ich hier nicht zur Hand. Und ich habe mir dieses LKW-Modell "ausgesucht", weil ich kein anderes zur Verfügung hatte (Ich besitze leider keine Spedition).

Ich möchte dir an dieser Stelle auch den Rat geben, bei Beweisen nicht zu tricksen. Wird dies vor Gericht festgestellt, siehst du ziemlich blass aus und es glaubt dir gleich gar keiner mehr.

Das sind keine Beweise, sondern sollen nur dazu dienen mir selber ein Bild von der Sache zu machen.

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Anton96 22.03.2014, 20:52

Du bist BKF und kannst alleine durch die Aussage von Fragesteller klar erkennen das der LKW Fahrer in sehen musste, Eines ist doch klar der Fragesteller erzählt hier wie er die Sache sieht aber nicht unbedingt wie sie wirklich war,, Er Stand bei dem Schaden Quer vor dem LKW somit ist durchaus dem ersten anschien nach von der Schuld des PKW Fahrer aus zu gehen, wenn ich die Spur Wechsel dann habe ich eine besondere Sorgfalltspflciht und damit verbietet sich es sich sich quer in irgend eine Lücke zu stellen wenn man keine Blickkontakt mit dem anderen Fahrer hat, Ja es könnte so sein wie du vermutest es muss aber nicht so sein

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tomgun 23.03.2014, 09:20
@Anton96

Meine Aussage beruht auf den Bildern die der Fragesteller eingestellt hat. Der PKW ist vom LKW Fahrer nicht zu übersehen. Ausser er war gerade mit etwas anderem beschäftigt in der Wartezeit vor der Ampel. Eventuell hat er gerade seine Papiere sortiert oder sich mit anderen Dingen beschäftigt und als er im Augenwinkel bemerkte das die Ampel umschaltet ist er einfach losgefahren ohne noch mal auf die Strasse zu schauen. Das wäre für mich die einzige Erklärung warum es überhaupt zu diesem Unfall gekommen ist. Solche Situationen erlebt ein LKW Fahrer fast täglich in Städten. Als fernünftigerr Mensch lasse ich solche "Spätabbieger" natürlich in die Lücke. Warum auch nicht, kann ja jedem mal passieren das er sich in der Fahrspur irrt. Man kann eine direkt vor dem LKW stehende Person übersehen aber keinen PKW der schon 15 Sekunden (Aussage des Fragestellers) dort steht. Oder die Frontscheibe des LKWs ist derartig mit irgendwelchen Wimpeln, namenschildern oder Geräten wie eine Kaffeemaschiene oder einem Laptop zugebaut das der Faher kaum noch etwas erkennen kann. Kommt leider auch oft genug vor.

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Interesierter 23.03.2014, 13:58
@tomgun

Bei der Aufnahme der beiden Bilder wurde getrickst. Als BKF kennst du den Blickwinkel. Dieser stimmt nicht. Die Kameraposition ist zu hoch und zu weit vorne. Orientiere dich mal am Sonnenschutz und am Lenkrad. Dann fällt es dir auf.

Weiter besteht in Fahrtrichtung zwischen LKW und PKW eine Lücke von mind. 1,5 m. Glaubst du, dass ein Autofahrer, der sich mit einem 5 Meter Coupe in eine 4 Meter Lücke quetschen will, zum LKW derart viel Platz lässt?

Ich stelle mir weiter die Frage, ob es sich beim Unfall-LKW wirklich um einen kleinen Axor handelte oder ob es einer der grossen Baureihe oder gar ein Actros war. Wer hat denn einen passenden LKW des gleichen Typs einfach mal so zur Hand?

Ich bin aushilfsweise im Fuhrunternehmen meines Schwiegervaters ab und an mit dem Sattel unterwegs. Es handelt sich dabei um einen MAN. Wenn sich ein PKW wie hier, nur knapper, reinquetscht, siehst du ihn nur in den abwärtsgerichteten rechten Aussenspiegeln. Und wer schaut beim Anfahren zum Linksabbiegen schon in diese Spiegel?

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Hier sind 2 Fotos, diese Szene haben wir nach dem Unfall nachgestellt.

Außen - (Auto, Polizei, KFZ) Innen - (Auto, Polizei, KFZ)
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Interesierter 21.03.2014, 23:33

Der Blickwinkel bei Bild zwei erscheint mir recht optimistisch.

Die Position der Kamera ist nach meinem Dafürhalten höher und weiter vorne als der normale Ausgangspunkt eines entspannt in seinem Sessel sitzenden LKW-Fahrers.

Wenn du dann dein Auto noch einen halben Meter zurücksetzt, ist es nur noch in den abwärtsgerichteten rechten Aussenspiegeln zu sehen, in die beim Linksabbiegen kein Mensch schaut, weil von dort vermeintlich keine Gefahr droht.

Sei mal ganz ehrlich. Glaubst du wirklich der LKW-Fahrer wäre losgefahren, wenn er dich so wie auf dem Bild dargestellt, gesehen hätte? Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

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SectorNoLimits 21.03.2014, 23:40
@Interesierter

Erst dachte ich wirklich er habe mich nicht gesehen. Aber bei dem Verhalten nach dem Unfall bin ich mir recht sicher, dass er es entweder vorsätzlich gemacht hat (so hart es auch klingt) oder mit irgendwas abgelenkt war. Zumal er beim zweiten Schaden ja wohl wusste, dass dort mein Auto steht...

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Interesierter 21.03.2014, 23:56
@SectorNoLimits

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, die Hauptschuld wird aller Voraussicht nach bei dir bleiben.

Ich kann dir nur den Rat geben, dich künftig von LKWs und Bussen klar zu halten, da diese Fahrzeuge einfach grösser und unübersichtlicher sind, als du es vom PKW gewohnt bist. Wenn du selbst mal so ein Teil gefahren hast, wirst du mich verstehen.

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Kubaner3421 21.03.2014, 23:40

LKW Fahrer sind manchmal doof machen zog sachen während dem fahren

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Crack 21.03.2014, 23:54
@Kubaner3421

Antworten sind auch manchmal doof, besonders diese hier...

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Interesierter 22.03.2014, 00:01
@Kubaner3421

Manchmal mag das stimmen. Wenn du selbst mal einen 40-Tonner durch die Stadt gelenkt hast, wirst du anders denken. Deine Antwort zeigt, dass du keine Ahnung von den Schwierigkeiten hast, mit denen ein LKW-Fahrer tagtäglich konfrontiert wird.

Bieg einfach mal mit einem LKW rechts ab, habe gleichzeitig 4 Spiegel, das Geschehen vor dir, das Geschehen links neben dir im Blick und achte darauf, dass dein Auflieger keinen Radfahrer, der sich angeschlichen hat, überrollt. Dann wirst du derartig "doofe" Kommentare nicht mehr von dir geben!

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das wird vor gericht entschieden,mit sachverständigen und allem was dazu gehört. wieso man sich als autofahrer zwischen einer strassenbahn und einem lkw in lebensgefahr bringt,ist mir rätselhaft. sei froh,dass dir und deinem vater nix passiert ist.

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