Verkehrsrecht...Fahrerflucht bei Unfall ohne Schaden mit selbststellung bei der Polizei

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4 Antworten

Unerlaubtes entfernen vom Unfallort, die s.g. Fahrerflucht, bezieht sich nicht nur auf den Schädiger oder den Geschädigten. Es bezieht sich auf alle Unfallbeteiligten, das könnte natürlich auch ein Zeuge sein. Es ist Unabhängig, ob ein Schaden entstanden ist oder nicht.

Ein Kavaliersdelikt ist es in keinem Fall. Wenn Passanten den Anstoss der Fahrzeuge beobachtet haben und deine Freundin sich, nach kurzer Besichtigung und die Nichtfeststellung eines sichtbaren Schadens, vom Unfallort entfernt hat, so hat sie den Tatbestand des unerlaubten Entfernens erfüllt. Wenn ein Augenzeuge dieses polizeilich meldet, dann habt ihr ein Problem. Dabei spielt es keine Rolle ob ein Schaden von 10 Cent oder Summe X entstanden ist.

Grundsätzlich gilt bei Feindberührung, .....eine angemessene Zeit am Fahrzeug warten, anschliessend die Polizei informieren. Eine kurze Nachricht beim Unfallgegener hinterlassen, z.B. Zettel hinter dem Scheibenwischer. Erst dann darf man sich entfernen. Somit ist der Tatbestand des unerlaubten Entfernen nicht erfüllt und es kommt zur regulären Schadensregulierung.

Wenn die Anzeige durch Zeugen vor dem Anruf deiner Freundin war, ist das nicht gut. Wenn die Reihenfolge andersherum war, ist alles o.k!

Whizler 04.12.2012, 18:01

Hat sich keiner, außer meiner Freundin, bei der Polizei gemeldet. Und es war ja auch schon 10 minuten, nachdem der Unfall passiert ist. Wie gesagt, sie ist auf Arbeit gefahren und hat unmittelbar danach gleich die Polizei informiert.

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Den Tatbestand "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" kann man nur begehen, wenn es einen Unfall gab. Ein Unfall ist ein "schadensauslösendes Ereignis". Also ohne Schaden auch kein Unfall und auch keine Fahrerflucht.

Dumme Idee, auch wenn man nichts sieht, kann ein Schaden entstanden sein.... Ggf. lässt man sie wegen dem Geständnis strafrechtlich ungeschoren... oder weil der Schaden zu gering ist.

Wenn es keinen Schaden gibt, gibt es auch nichts zu befürchten.

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