Verjährungsfrist von Schmerzensgeld?

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8 Antworten

der unfallgegner kann versuchen auf dem klageweg etwas zu bekommen und dann ist es die entscheidung des gerichtes. ob das jetzt 7,5 jahre später erfolg hat, weiss ich nicht. lasst euch doch mal anwaltlich beraten.

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Durch Vorlage des Orginaleinzahlungsbeleges wurde das Verfahren (was wir schriftlich haben) eingestellt

Richtig, alles okay, aber damit ist die zivilrechtliche Sache nicht abgeschlossen. Das KFZ war von seinem Vater und der Sohn ist gefahren. Die Ansprüche gegen die Haftplicht wird aus Gründen der Zeit abgelaufen sein.

Der Halter dürfte damit raus sein, ob noch Ansprüche gegen den Fahrer bestehen, sollte ein Anwalt prüfen, der kennt auch den Sachverhalt.

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Kommentar von Bonny1005
11.12.2015, 14:54

Der Halter war mein Partner. Das Auto war über seinen Papa versichert.

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Hallo Bonny1005,

der Forderung würde ich gelassen entgegen sehen.

Wenn ein Anspruch auf Schadensersatz besteht, muss sich der Unfallgegner an die Versicherung des Fahrzeughalters wenden, denn die ist der richtige Ansprechpartner.

Die zuständige Versicherung will nicht mehr zahlen

Auch in diesem Fall war/ist/bleibt die Versicherung der richtige Ansprechpartner für die Schadensersatzforderungen.

Wenn die Versicherung die Zahlung ablehnt, muss sich der Unfallgegner versuchen die Forderung bei der Versicherung durchzusetzen. Notfalls muss er die Versicherung verklagen und letztendlich entscheidet dann der Richter ob der Unfallgegner einen berechtigen Anspruch auf die geforderte Summe hat. Ist das der Fall muss die Versicherung auch zahlen.

Wenn Euch also der Unfallgegner weiterhin anschreibt, teilt ihm mit, dass nicht Ihr der Ansprechpartner für die Schadensersatzansprüche seid, sondern die Haftpflichtversicherung des Fahrzeuges, bei dem das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt versichert war.

Das die Haftpflichtversicherung jetzt nicht mehr zahlt, liegt an da dran, wofür eine Haftpflichtversicherung da ist:

  • berechtigte Forderungen zu erfüllen
  • aber auch um ungerechtfertigte Forderungen, wie das wahrscheinlich bei Euch der Fall sein wird, abzuwehren.

Man spricht in dem Fall auch davon, dass es sich bei der Haftpflichtversicherung auch zugleich um eine versteckte Rechtsschutzversicherung handelt. Im Falle das die gegnerische Forderung nämlich ungerechtfertigt ist, zahlt der Unfallgegner die Verfahrenskosten und wenn die Forderung gerechtfertigt ist, zahlt Eure Haftpflichtversicherung die Verfahrenskosten.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von Bonny1005
11.12.2015, 14:50

Vielen Dank. Der Halter und Fahrzeugführer war mein Partner. Das Fahrzeug war über seinen Papa versichert. Die Forderung vom Gericht wurde aber jetzt an den Papa gesendet. Der ja mit dem Unfall überhaupt nichts zu tun hat oder hatte. Die Versicherung hat bereits 40.000,-Euro bezahlt.

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Das ist wirklich schwierig. Auf der einen Seite ist das Verfahren eingestellt, auf der anderen Seite fordert das Unfallopfer noch Geld. Am besten ist, dass ihr euch da von einem Anwalt beraten lasst. Nur der kann ggf. auch etwas gegen die Forderung unternehmen, da dies dann mehr Hand und Fuß hat als ein "Nein" Eurerseits.


Was mich wunder ist, dass das Unfallopfer bzw. deren Familie erst nach 7,5 Jahren mit einer Schmerzensgeldforderung kommt.

Aber geht da lieber zum Anwalt.

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Wurde seinerzeit seitens des Geschädigten Schmerzensgeld geltend gemacht? Wenn ja, handelt es sich bei den nun eingeforderten Summen um einen Folgeschaden oder nicht? Denn Ansprüche dieser Art verjähren gem. § 195 BGB 3 Jahre nach Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (das wäre hier der Tag des Unfalls). Sofern es sich um einen Folgeschaden handelt, müsste der Geschädigte gerichtlich glaubhaft vortragen können, dass es sich um ein damals unabsehbares Folgeereignis handelt, um der Verjährung entgegenzutreten.

Zitat:

"Ein späterer Verjährungsbeginn kann nur für unvorhersehbare Verletzungsfolgen angenommen werden. In diesem Fall läuft die Verjährung ab dem Zeitpunkt, ab dem diese unvorhersehbaren Verletzungsfolgen dem Unfallereignis zugeordnet werden können."

Zitat Ende, Quelle: http://www.anwalt.de/rechtstipps/wann-verjaehrt-ein-schmerzensgeldanspruch\_034965.html

Nachdem die Versicherung diesem Anspruch offenbar widerspricht, wäre es wohl ratsam, die Sache zur Abwehr einem Anwalt zu übergeben, sollte der Geschädigte sich direkt per Klage gegen Euch richten.

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Kommentar von Bonny1005
11.12.2015, 14:55

Die Versicherung hat damals 40.000,Euro bezahlt.

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dann muss die gegenerin da klagen auf zahlung von schmerzensgeld. wenn da nichts gerichtlich geregelt wurde muss sie beweisen warum sie das fordert. bis zu einer gerichtlichen entscheidung muss da dann erst mal nichts gezahlt werden

für eine zahlung ist dann die damalige versicherung zuständig da das auto ja versichert war.

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Wenn das von einem Gericht festgelegt wurde, dann muß die Versicherung zahlen. KFZ-Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung.

Sagt dem Gegner, dass er sich an die damalige KFZ-Versicherung wenden muß.

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Kommentar von peterobm
11.12.2015, 13:46

nicht nach 7 Jahren

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Das Strafverfahren wurde eingestellt. Schmerzensgeld widerum kann auch zivilrechtlich erfolgen, soweit ich weiß.

Laut §199 BGB: ((2) Schadensersatzansprüche, die auf der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit beruhen, verjähren ohne Rücksicht auf ihre Entstehung und die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Begehung der Handlung, der Pflichtverletzung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.) 

Ich hoffe ihr sei Rechtsschutz versichert seit 2008?

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Kommentar von martinzuhause
11.12.2015, 13:44

auch wenn da gezahlt werden muss ist die haftpflichtversicherung zuständig bei der das auto zu der zeit versichert war. das ist der sinn der halftpflicht beim auto.

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