Verjährung von Rechnungsforderungen

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4 Antworten

Die Forderung ist seit dem 01.01.2014 verjährt (nicht 2013, weil das Kalenderjahr der Entstehung extra gerechnet wird, erst ab da dann 3 Jahre plus). Forderungsjahr 2010 => Forderung ist zum 01.01.2014 auf jeden Fall verjährt.

Solange Du jetzt nicht den dummen Fehler machst und irgendwelche Ratenzahlungsvereinbarungen mit Schuldanerkenntnis unterschreibst bzw. irgendeine Teilzahlung leistest, gibt es bei der abgelaufenen Verjährung auch keinen Neubeginn.

Ein Inkassoschreiben ist keine "prozessuale Handlung" gemäß ZPO und führt daher nicht zu einer Hemmung oder zu einem Neubeginn der Verjährung. Abgelaufen ist abgelaufen, tote Kuh ist tote Kuh, auch wenn man ihr nochmal ins Horn pfetzt. Maßgeblich für den Beginn des Ablaufs der Verjährungsfrist ist das Jahr, in dem der Anspruch entstanden ist bzw. der Forderungssteller Kenntnis vom Anspruch hätte haben müssen.

Das Inkassobüro hätte, um die Verjährung zu verhindern, noch in den letzten Dezembertagen 2013 einen Mahnbescheid beantragen müssen. Das wurde aber nicht gemacht, also greift die Verjährung.

Trotzdem kann selbst bei einer verjährten Forderung die Gegenseite einen Mahnbescheid beantragen, das ist rechtlich nicht verboten. Wenn das passiert (gelber Brief vom Gericht): dann einfach binnen 14 Tagen den Widerspruch ans Gericht schicken. Dann ist der Zirkus schon wieder vorbei, das weitere Mahnverfahren ist beendet, die Gegenseite kann nicht den Gerichtsvollzieher schicken und ist obendrein auch noch um 32 Euro für die Gebühr ärmer. Wäre also allein deren Privatvergnügen.

Wenn die sonst was wollen, können sie ja Klage vor Gericht einreichen. Da bringst Du in der Klageerwiderung die Verjährungseinrede, und damit war es das dann auch. Die Klage wird abgewiesen, die Gegenseite zahlt alle Kosten, auch Deine Anwaltskosten.

Man kann der Inkassobude folgendes antworten:

Die Forderung aus Ihrem Mahnschreiben vom ... wird vollumfänglich bestritten. Zum einen wird schon in sachlicher Hinsicht der Forderungsanspruch nicht glaubhaft dargestellt und von mir insgesamt bestritten. Zum anderen ist der Anspruch gemäß Ihrer eigenen Bekundung bereits im Jahr 2010 entstanden und daher jetzt verjährt. Daher mache ich von meinem Recht der Verjährungseinrede Gebrauch.

Die Weitergabe meiner Daten an Schuldnerauskunftsdatenbanken ist gemäß § 28a BDSG zu unterlassen und zieht im Fall der Zuwiderhandlung rechtliche Maßnahmen nach sich.

Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich fristgemäß widersprechen. Weitere belästigende Mahnschreiben in dieser Angelegenheit werde ich nicht mehr beantworten, eine Zahlung eines nicht gerechtfertigten Anspruchs werde ich nicht vornehmen.

MFG

Ich habe einen Brief von einem Inkassobüro bekommen, indem dieses eine Forderung stellt, die laut dem Brief am 18.01.2010 entstanden ist!

Dann ist die Forderung verjährt seit dem 01.01.2013.

Gerichtliches Mahnverfahren nach §§ 688 ff ZPO ist doch kein Beinbruch.

Sollen sie doch 32,- € für den Mahnbescheid ausgeben, du machst einfach ein Kreuzchen bei "ich widerspreche der Forderung insgesamt", schcikst den Antwortbogen unterschrieben binnen der 14 Tage Frist ans Amtsgericht zurück (Einschreiben) und damit ist das Mahnverfahren vorbei, und das Inkassobüro 32,- € ärmer.

Als Randnotiz: Die 3 Jahre gelten nicht bei gekündigten Krediten, wo man sich in Verzug befindet. Und es ist natürlich auch erst seit 1.1.2014 verjährt :-)

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Seit 1.12014 verjährt

Mahnpost von einem Inkassobüro oder RA Kanzlei ändert nichts an diesem Sachverhalt

"Sehr geehrtes Inkassobüro - die Forderung ist verjährt - stellen Sie Ihre Beitreibungsbemühungen ein - mit der Kontaktaufnahme per telefon sowie mit der Weitergabe meiner daten gem BDSG bin ich nicht einverstanden "

Wenn es sich um ein normales Rechtsgeschäft handelte ist diese Forderung bereits verjährt.

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