Verhaltensänderung bei Freundin. Wie soll man damit umgehen?

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Mir geht Deine Frage echt nach.

Was verstehst Du unter einem "vernünftigen Gespräch"?

Wenn ich mal annehme und hoffe, dass sie nicht auch noch islamistisch beeinflusst ist (siehe meine Hinweise in einer weiteren Antwort), dann ist es doch so:

Über die Wahrheit von Religion kann man nicht argumentieren.

Es gibt keine Argumente, welche religiöse Auffassung nun stimmt oder nicht stimmt. Wer sich auf solch einen Schlagabtausch einlässt, hat schon verloren. Es gibt einen sinnlosen Streit, der mit einem Krach endet.

Mit anderen Worten: In einem solchen Gespräch kann man die religiösen Auffassungen nur stehen lassen. Sie sind, wie sie sind.

Sie hat ihre, Du hast Deine. Und es gibt keine andere Möglichkeit als zu akzeptieren, dass der/die andere diese Auffassungen hat.

Was Du machen kannst, ist u.a. dreierlei:

a) Du kannst sie nach ihren Hoffnungen und Befürchtungen fragen: Was erhofft sie sich von ihrer neuen Auffassung?

Vielleicht als Hoffnung:

Zustimmung in ihrer Familie, die sehr religiös geprägt ist.

Dass sie einen Ehemann findet, der auch religiös geprägt ist.

Dass sie selber nicht als "Schl*mpe" gilt und ein schlechtes Gewissen hat, dass sie solche eine "Schl*mpe" war.

Vielleicht als Befürchtung:

Dass sie mit ihrem Ruf als "Schl*mpe" gar keinen guten Mann bekommt.

Vielleicht haben ihr auch andere jetzt schon ein solches schlechtes Gewissen gemacht, und sie befürchtet, dass dies noch schlimmer wird...

b) Du kannst mit ihr über die Konsequenzen verschiedener religiöser Auffassungen sprechen. Da gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass Treue für Euch beide einen hohen Wert hat und dass Ihr beide in einer festen Partnerschaft auch treu sein wollt.

Aber für sie ist es nun wichtig, dass sie ihrem zukünftigen auch vorher schon treu ist. Ich finde, das kann man respektieren. Wenn man so drüber spricht, kann sie vielleicht auch respaktieren, wenn jemand anders sich vorher nicht daran gebunden fühlt.
Zumal sich die entsprechenden Herren der Schöpfung ja auch nicht dran gebunden fühlen.

Was bedeutet es für Jugendliche, die ihre Sexualität entdecken, wenn sie mit solchen rigorosen religiösen Regeln konfrontiert werden? Sie lernen Heimlichkeit, sie lernen Verlogenheit, sie lernen Doppelmoral. Sie sprechen nicht über sexuelle Aufklärung (denn die gilt in entsprechend religiöseren Kreisen als Sexualisierung und verleitet nur zu heimlichem Sex) mit den entsprechenden Folgen vor allem für die Frau, wenn sie in einer schwachen Stunde doch schwanger wird.
Was bedeutet es umgekehrt, wenn über Sexualität offen gesprochen werden kann? Dass auch über Verhütung und Treue, über starke sexuelle Gefühle, über Gleichberechtigung u.ä. offen gesprochen werden kann.
Falls einem das für sich und später mal für seine Kinder wichtig ist: Was würde man sich dann wiederum von seiner Religion wünschen? Und gibt es Bestandteile seiner Religion, auf die man sich berufen könnte?

Also: Respekt vor den unterschiedlichen eigenen und fremden religiösen Auffassungen, die man in einer respektvollen Freundschaft auch als Auffassung so stehen lassen kann. Über die man aber respektvoll sprechen kann: Was sie bei einem auslösen. Wie man sie jeweils in seiner Religiosität begründet... Wie man sie in der jeweiligen Religiösität auch ganz anders begründen könnte... Welche Folgen es im Blick auf Gleichberechtigung usw. hat.

Aber man kann auch darüber sprechen, wie es dazu gekommen ist, dass man seine Auffassung geändert hat...

Angst vor dem Ewigen Leben? Bzw. vor dem Gericht, das darüber entscheidet, ob man hinein kommt oder nicht?

Angst vor der Familie/dem Clan? Haben die einen durch Vorwürfe verletzt oder gedroht?

c) Du kannst Ihr sagen, an welchen Stellen sie Dich wie verletzt.

Wo sie Dich oder andere Deiner Freundinnen letztlich als "Schl*mpe" abkanzelt - obwohl Du der Meinung bist / Ihr der Meinung seid, dass Du das gar nicht bist / Ihr das gar nicht seid.

Dass Du z.B. das Gefühl hast, dass ihre Religiosität nun plötzlich viel wichtiger geworden ist als Eure Freundschaft.

Soweit...

Ich finde Ratschläge schwierig, die zu schnell zu einem Abbruch der Freundschaft raten. Denn eine wirkliche Freundschaft zeigt sich immer erst in der Krise.

Und dann könnt Ihr auch drüber sprechen: Wie wichtig ist Dir Deine Freundschaft? Wie viel erträgst Du, wenn Deine Freundin auf diese Weise religiös wird?

Wie wichtig ist Deiner Freundin die Freundschaft? Ist sie bereit, sie zugunsten ihrer Religiosität aufs Spiel zu setzen? Was ist das für eine Religion/Religiosität, die sie dazu drängt? Und was bedeutet Ihr diese Freundschaft, wenn sie ihre Freundinnen und Freunde nun beschimpft?

Es kann sein, dass man irgendwann (oder bald) diese Freundschaft beenden muss, weil die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind.

Aber ich würde Euch wünschen, dass Ihr darüber offen und freundschaftlich miteinander darüber sprechen könnt. Und dass es auch Dir gelingt, so darüber zu sprechen, dass sie sich als Freundin angenommen fühlt und nicht von vorneherein in einer Verteidigungshaltung ist.

Das ist sehr schwer. Gerade weil es um Religion und um Sexualität geht. Religion kann mit vielen Ängsten verbunden sein (Ewige Verdammung) und Sexualität ist eines der stärksten Gefühle, das einen bedrängen kann.

Und damit wären wir bei Dir:

Wie wichtig ist Dir diese Freundschaft? Das ist Deine Entscheidung.

Ist sie Dir wichtig genug, dass Du Dich auf solche Gespräche einlassen willst? Die ja auch Dich (und nicht nur sie) infrage stellen: Dich und Deine Weise, wie Du Sexualiät und Treue und Partnerschaft und Familie und Religion lebst und leben willst?

Du könntest für Dich und mit Ihr eine Menge lernen.

Über Freundschaft, über Treue und Partnerschaft, über Religiosität (wie sie einen einengen kann und wie sie einem Freiheit geben kann, wie sie einem Angst machen kann und wie sie einen stark machen kann trotz der Angst, wie sie einen einengen kann und wie sie einem Freiheit und Weite geben kann. Wie man sich für Treue gerade wegen dieser Weite entscheiden kann. Und wie man wegen der Enge immer wieder verlockt wird, untreu zu werden obwohl man es doch gar nicht sein will), über die Vielfalt der eigenen Religion (ich gestehe: als Pfarrer bin ich da in einer besseren Ausgangsposition, weil ich mich viel mit solchen Fragen befasst habe und befasse und gelassener dran gehen kann) ...

Und über die Chancen und Grenzen von Freundschaft...

Wenn Du bis hierher durchgehalten hast:
Ich wünsche Dir und Deiner Freundin und Eurer Freundschaft alles Gute!

P.S.: Manchmal hasse ich dieses Redaktionssystem. Ich finde, dass ich es sehr freundlich geschrieben habe und trotzdem muss ich es überarbeiten/austricksen, weil es der Meinung ist, ich hätte "vulgär" geschrieben. Also wundert Euch nicht, wenn Ihr in manchen Worten einen Stern findet. Anführungszeichen reichen dem Redaktionssystem nicht.
Was ich oben über Ehrlichkeit und Offenheit geschrieben habe, kommt auch hier zum Ausdruck: Ein zu enges (religiöses oder soziales) System verlockt zu Doppelmoral und Austricksen des Systems. Und sei es nur, dass man Schl*mpe nicht mir "a" sondern mit "*" schreibt. Gutes Beispiel für die Folgen von enger Moral zugunsten von Doppelmoral.

WOW, das WAR eine harte Probe für Alex, lieber Nachdenklicher!!!

(...für mich auch!) ... sieht so aus, als hätte sie die Probe bestanden:)

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Ein vernünftiges Gespräch ist auch nicht mehr möglich, da sie sich gleich angegriffen fühlt.

Da würde ich vielleicht ansetzen. Sie fühlt sich ja mit Recht angegriffen, weil du ihr Verhalten angreifst.

Du solltest nicht aufhören, nur weil sie schmollt. Sag ihr ruhig, was sie ist, eine verlogene falsche Schlange. Man muss kein Islamexperte sein, um zu wissen, dass nach diesem Glauben Allah alles weiß, dass sie eben keine Jungfrau ist und nie eine sein wird. Allenfalls kann sie um Vergebung bitten, keinesfalls stolz sein, dem Glauben gemäß.

Dass sie euch Vorschriften macht, anstatt sich selbst zu hinterfragen, ist vielleicht ein Zeichen ihrer Unsicherheit oder Zerrissenheit, kann aber nicht gedultet werden. Sie muss sich schon entscheiden, ob sie

  1. zu ihrem alten Leben steht und ein neues wählt, vielleicht aus praktischen Erwägungen, weil sie diese Ehe will. Dann kann sie aber nicht erwarten, dass ihr diesem Beispiel folgt.
  2. ihr altes Leben bereut. Dann sollte sie reumütig und nicht überheblich aufreten, und euch ebenfalls keine Vorschriften machen.

Wenn sie euch dumm kommst, kannst du das Gespräch abbrechen, wenn sie Unsinn redet oder macht, kannst du es ansprechen. Sie entscheidet dann, was ihr die Freundschaft bedeutet.

ICH, liebe Alex, sehe mich zwar kein bisschen in Gefahr, in eine solche "Freundschaft" hineinzugeraten,

doch rate ich Dir: STEIG`AUS dieser Freundschaft aus! -

WAS bringt sie Dir? Ärger, keinerlei Erbauung, keinerlei gedankliche Partnerschaft, keinen konstruktiven Austausch!

....WAS also soll das noch!? - Bedenke: Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Du kannst - und solltest auch - die "Türe zur Freundschaft offenlassen", indem Du ihr signalisierst, dass Du natürlich bereit bist, die Freundschaft fortzusetzen, wenn sie wieder halbwegs normal ist. So wie Du das beschreibst, scheint das aber leider nicht so bald der Fall zu werden:(

Freundschaft beendet wie soll ich damit umgehen?

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Habt ihr Tipps was ich machen kann damit es mir besser damit geht?

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