Verhalten in Angstsituationen und ihre langfristigen Folgen?

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3 Antworten

Die Auswirkungen manifestieren sich in unangemessenem/n Verhalten/Reaktionen.

Die Person reagiert nicht der Situation angemessen sondern nur noch aus reinem (fehlgesteuertem) Instinkt- oder falsch erlerntem Verhalten-  heraus.

Die Umwelt reagiert im Gegenzug wiederum auf das falsche Verhalten durch Rückzug/Verständnislosigkeit/Gegenwehr.

Dadurch ergibt sich eine Verhaltensspirale die in den meisten Fällen für den/die Protagonisten ungut ist und für Alle unbefriedigende Ergebnisse zeitigt.

Reflektion und das Kontrollieren der Reflexe und Emotionen in dem Moment ist die beste Lösung für Alle, aber für die Person mit den "falschen" Reflexen nicht umsetzbar, weil er "bauchgesteuert" reagiert.

In solchen Fällen helfen Verhaltenstherapien, Aggressionstrainings oder auch Selbstverteidigungskurse- je nachdem worunter Der/Diejenige gerade "leidet", bzw. seine Mitmenschen leiden lässt.

Grundvoraussetzung ist allerdings die Fähigkeit zur Selbstreflxion und die damit einhergehende Einsicht, dass "da etwas nicht stimmt".

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Hi,

das Verhalten in Angst Situationen, wird von einem bestimmten Teil im Gehirn (reptilische Gehirn) gesteuert. Da gibts dann zwei Möglichkeiten fight or flight (kampf oder flucht). 

Der Mensch kann auch in solchen Situationen mit dem Neo-Cortex (mit dem modernen logisches Gehirnteil) denken und dann dieses Kampf oder flucht Schema verlassen. Das erfordert allerdings Übung oder besser gesagt ein bewusst werden dieser Prozesse. 

Das wird z.B. in Verhaltenstherapien gemacht, wo jemand z.B. Angst vor Keinem hat. Da übernimmt auch das alte Gehirn die Steuerung und meist kommt dann eine Flucht Reaktion. 

Dabei wird  dann geübt den alten Gehirnteil mit dem Neo-Cortex zu überstimmen, damit die angst nicht mehr die Oberhand gewinnt. Das klappt auch meist ganz gut. 

Es wäre in unserer aktuellen Gesellschaft schon gut, nicht immer mit Kampf oder Flucht zu reagieren, wenn nicht gerade das Leben oder die Gesundheit bedroht sind. 

Sonst wenn jemand Aggro wird übernimmt dann der Teil das Denken, der den Höhlenmenschen das Überleben gesichert hat.

Da unser Leben selten bedroht wird, Gott sei dank(!), können alternative Handlungsmöglichkeiten die Angst Situation ebenfalls gut lösen und auch dazu führen das in Zukunft weniger Angst da sein wird.

Wer immer auch ursprüngliche Art reagiert, wird die Angst nicht los. Das ist das Hauptproblem dabei. Da der einzige Weg gegen die Angst, durch die Angst führt. Also altes Hirn, gegen neues Hirn.

Liebe Grüße

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Das hat keine Auswirkungen, das gibt der Charakter einer Person vor.

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Kommentar von fragemaster111
27.11.2016, 10:53

Natürlich hat das Auswirkungen! Beispielsweise bei Flucht vor Angstsituationen, flüchtet man immer mehr auch bei "harmloseren" Situationen bis hin zu Flucht bei lästigen Anstrengungen. Der Mensch wird ängstlich und stellt sich keinen Herausforderungen  mehr! Das sind Auswirkungen, die auch mit der richtigen Therapie behoben werden können! Solche Antworten meinte ich auf die Frage! Das ist nicht der Charakter eines Menschen sondern Auswirkungen von Angstsituationen, denen man immer wieder ausgesetzt ist..

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