Verhält sich Merkel undemokratisch, weil sie keinen Platz für andere Kandidaten macht?

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12 Antworten

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Wo waren die mutigen Gegenkandidaten in der CDU, die sich die Kanzlerkandidatur auch zugetraut hätten?

Da hätten nur am Parteitag noch zwei oder drei andere aufzustehen brauchen und zu sagen, dass sie auch kandidieren möchten. Wo waren die?

Da sich niemand getraut hat, ist Frau Dr. Merkel die einzige Kandidatin.

Waren denn Adenauer und Kohl auch undemokratisch? Kohl ist 1998 zum 5. Mal als CDU-Kanzlerkandidat angetreten. Adenauer trat auch viermal an, wurde halt dann in der vierten Legislaturperiode von Ludwig Erhard abgelöst. Auch Gerhard Schröder hätte den Stuhl nie freiwillig geräumt. Auch er trat 2005 immerhin schon zum dritten Mal an.

Mit Sicherheit wäre auch Helmut Schmidt 1982 zum dritten Mal angetreten, wäre er nicht am 1. Oktober 1982 von Helmut Kohl gestürzt worden.

Die politischen Akteure (also inklusive Merkel und der ganzen Klappspaten, die sie wieder zur Kandidatin aufgestellt haben) ist rechtlich nicht zu beanstanden. Der Rechtsrahmen wird auf dem Papier als "demokratisch" bezeichnet.

Ob man das, was wir hier in Deutschland haben, in der Realität tatsächlich als eine Demokratie bezeichnen kann, könnte man ausdiskutieren. Das würde vermutlich emotional ziemlich hohe Wellen schlagen und dank der neuen Zensurgesetzgebung recht schnell wegzensiert werden. Was dann im Zweifelsfall auch wieder als "demokratisch" gelten würde, weil das Gesetz ja durch die parlamentarischen Gremien gegangen ist.

  • Gemacht wird, was erlaubt ist, Frau Merkel geht nicht bzw. macht Platz. Im Grunde macht es auch keinen Unterschied, wer auf unserer bundesdeutschen Bühne vorhampelt.


  • Solange wir nicht wirklich verstehen (wollen), dass wir eine Republik sind, mit Pflichten und Rechten, auch mal geschlossen aufstehen und uns wehren - bestes Beispiel wäre hier das Echo der Bürger auf den Monsanto-Deal, europaweit, so wehrt man sich - uns (fast) alles gefallen lassen, kann da vorne kommen wer mag. Auch das Einfordern einer Reform  (ich rede bewußt nicht von Abschaffen!) des Rundfunkstaatsvertrags (vormals unter gez) wäre kollektive Bürgerpflicht, stattdessen erkauft man sich für 17,50 Euro monatlichen Frieden. Eine ganze Menge Bundesbürger verfahren so. Und das sind nur einzelne Beispiele. 


  • Also, wer nicht bei sich selber anfängt, braucht sich nicht zu wundern, was andere mit ihm machen können. 
JonasF55 02.07.2017, 20:02

1. vielleicht geht es uns einfach gut und wir stehen deshalb nicht auf...

2. du kannst deine Wohnung vom Rundfunkbeitrag abmelden

3. wenn man kein ARD und kein ZDF mehr schauen kann, bleiben nur die privaten übrig...will ich die schauen? Nein, das ist Verblödungsfernsehen!

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Taimanka 02.07.2017, 22:45
@JonasF55

hmm, okay. 

Ich möchte wählen können und dann entscheiden, was ich sehe. Daraus würde/könnte sich mein Beitrag ergeben. 

Wenn ich zum Bäcker gehe und der mir eine Zwangstüte mit 20 gemischten  Brötchen zum Zahlen auferlegt, ob ich die mag, esse oder sonst was damit mache, ihm die aber alle 30 Tage zum zu zahlenden Fixpreis abnehmen muß (sprich zahlen muß)

dann habe ich was nicht verstanden oder verpasst. 

Und ... ich esse grundsätzlich keine Brötchen (sprich, ich habe gar keinen Fernseher).

Sag' mal ehrlich, geht's noch. 

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elulbia 03.07.2017, 06:14
@JonasF55

Sag jetzt aber bitte nicht, dass ARD und ZDF für dich KEIN "Verblödungsfernsehen" sind... das wäre sonst lächerlich.

Es ist eine Frechheit was für grenzdebile Shows, Fernsehproduktionen (Filme), Talkshows etc. von meinem Geld produziert werden. Da sind ARD und ZDF keinen Deut besser als bspw. Pro7. Und alles schön auf die Generation 65+ ausgelegt.

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earnest 03.07.2017, 17:31
@elulbia

Wer ARD und ZDF NICHT für besser hält als z.B. Pro7, der hat ein massives Wahrnehmungsproblem.

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Taimanka 03.07.2017, 18:22
@earnest

In diesem Punkt bin ich raus aus der Diskussion, da wir keinen Fernseher besitzen. 

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Undemokratisch wäre sie dann, wenn sie sich mit Zähnen und Klauen an der Macht festhalten würde. Wenn sie keine Wahlen zulassen würde und die Bundeswehr auf die Demonstranten schießen lassen würde. Das wäre undemokratisch! Jetzt verhält sie sich vorbildlich demokratisch.

Taimanka 02.07.2017, 14:19

und Du meinst, dass das reicht? 

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Angela Merkel ist die Kanzlerkandidatin der CDU. Sie wurde von der Partei in einer demokratischen Abstimmung für diese Funktion ausgewählt. Hätten sich die Parteimitglieder für jemand anders entschieden, wäre jemand anderes CDU-Kanzlerkandidat. 

Was ist daran jetzt undemokratisch?

Ihr "Geschreibsel" nimmt auch Platz in Anspruch!

Gleiches Recht für alle!

Timo22 02.07.2017, 14:06

Eindeutig CDU Wähler 😀

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Schreibe einen Protestbrief an die Angy......

Deutsche Politik,da bestimmen die Parteien wer ihr Häuptling ist und wird,da wirst du als Bürger nicht gefragt. 

Kannst ja den anderen Blasenkopf wählen.....

Taimanka 02.07.2017, 14:21

leider wird damit jegliche andere Kritik auch unterlassen.

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Die Parteien bestimmen wer für sie als Spitzenkandidat antritt und nicht die Kandidaten selber. Hätte die CDU Merkel nicht gewollt, wäre sie einen Anderen bestimmen können.


elulbia 02.07.2017, 14:02

Was ist denn das für eine verquirlte Logik. Natürlich entscheidet der Kandidat, ob er antreten will oder nicht.

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MAB82 02.07.2017, 14:04
@elulbia

Der Kandidat kann der Nominerung zustimmen oder entsagen, aber eine Nominierung erzwingen kann er nicht..

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elulbia 02.07.2017, 14:07
@MAB82

Ja... genau so meinte ich es ja. Also hätte Merkel selbstverständlich ablehnen können. Ich verstehe das Problem gerade nicht.

Sagt ja keiner, dass sie nach ihrer Wahl als Kandidatin hätte ablehnen sollen und ihre Partei so ins Chaos stürzen sollen.

Sie hätte auch schon 2016 oder 2015 klarstellen können, dass sie nicht nochmal will.

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MAB82 02.07.2017, 14:11
@elulbia

Das wäre ja dann wirklich undemokratisch gegen die Mehrheit zu sein.

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Omikron6 02.07.2017, 14:17
@elulbia

"Ja... genau so meinte ich es ja. Also hätte Merkel selbstverständlich ablehnen können. "

Aber warum soll sie ablehnen, wenn eine demokratische Mehrheit in der Partei gerade sie will???

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Das ist doch nunmal Ihr Job...oder hast du Lust morgen deinen Arbeitsplatz einen andern zu schenken und zum Jobcenter zu laufen?

Gewählt ist gewählt.
Und Wahlen sind bekanntermaßen demokratisch

elulbia 02.07.2017, 15:06

lol ja... klar. in nordkorea und in der ddr damals wurde auch ganz demokratisch gewählt

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skminga 02.07.2017, 16:22

Nein, wurde nicht.

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sie verhält sich nicht undemokratisch aber unweise. braucht ja auch kein politiker weise zu sein, wenn wenig weise wähler da sind

Taimanka 02.07.2017, 14:22

genau so ist es 👍

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Leider ist es in Deutschland nicht wie in den USA, wo nach 2 Amtsperioden gewechselt werden muss.

catweasel66 02.07.2017, 14:15

Naja.....über den neuen starken Mann im weißen Haus lässt sich trefflich streiten.

Der alte Chef war mir echt lieber....

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Timo22 02.07.2017, 14:44
@catweasel66

Ich sagte auch nicht, dass der neue Präsident besser als der alte ist. Nur, dass ich es besser finde, wenn öfter gewechselt wird. 

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catweasel66 03.07.2017, 11:00
@Timo22

Ich wollte damit sagen,dass bei den Amis durch den erzwungenen Wechsel der Schuss nach hinten losgegangen ist. Trump diesem Cowboy trau ich keine 10cm über den Weg....der spielt mir zu sehr an den Colts rum.

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Timo22 03.07.2017, 11:18
@catweasel66

Eine Diskussion über Trump, will ich nicht eröffnen. Mir geht es hier nur um deutsche Politik. Und ob es besser ist, an Merkel festzuhalten, ist ein anderes Thema. Ich denke auch nicht, dass in Deutschland ein ähnlicher Kandidat wie Trump eine Chance hätte.

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JonasF55 02.07.2017, 20:07

Doch, in Deutschland muss nach 2 Amtsperioden ein neuer Präsident her! In Amerika sind Regierungschef und Präsident eine Person, ich glaube nicht, dass es den Merkel Kritikern gefallen würde, wenn das in Deutschland auch so wäre.

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