Vergleich zwischen Mephisto (Faust/Goethe) und Franz von Moor (Räuber/Schiller)

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Ganz einfach: Mephisto ist kein realer "Mensch", sondern die Figur, in der der Teufel dem Menschen Faust gegenübertritt und versucht, Ihn bzw. seine Seele zu gewinnen. Er bezeichnet sich ja selbst als die Kraft, "die stets das Gute will und stets das Böse schafft". Mephisto hat keine "materiellen" Interessen; er will nur seine Wette mit Gott ("Prolog im Himmel" aus FAUST nachlesen !) und damit Fausts Seele gewinnen.

Anders ist Franz Moor einzustufen: Er ist ein wirklicher Mensch, der mit schlimmen Intrigen und. Lügen seinen Vater dazu bewegt, den erstgeborenen Sohn Karl zu verfluchen, um an dessen Stelle als Schlosserbe zu treten. Franz schreckt vor keinem Mittel zurück, nicht einmal davor, den Vater in ein dunkles Verlies zu sperren und ihn langsam "verrecken" zu lassen. Mit seinen Intrigen erreicht Franz, dass Karl die Räuberbande gründet und zum Mordbrenner wird. Er ist also - so stellt ihn Schiller dar - ein verruchter, böser Mensch, der nur sich und seinen Vorteil kennt, dem er alles unterordnet und opfert. Am Ende muss Franz sich selber töten, um der gerechten Rache Karls zu entgehen. Die "Räuber" ist ein hoch emotionales Jugendwerk Schillers, in dem er die Bosheit von Franz so auf die Spitze treibt, dass man sich fragen muss, ob ein Mensch je tatsächlich zu solcher Infamie fähig war, wie sie Franz zugeschrieben wird. .

Mephisto ist der Teufel, das heißt, er ist von Anfang an Böse. Wenn ich mich richtig erinnere, ist Franz von Moor nicht besonders böse, er wird halt irgendwie zum Räuberhäuptling, aber da find ich Mephisto schlimmer.

Wir haben Faust diese, und die Räuber letztes Jahr behandelt ;)

ich glaube du hast da Franz und seinen Bruder Karl verwechselt, Karl ist der "Räuberhäuptling" :D

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