Vergewaltigung- Flash backs?

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4 Antworten

Das muss schrecklich sein, was du durchmachst.

Bei Vergewaltigungsprozessen soll es angeblich vielen so gehen wie dir. Das Problem ist, dass meistens "Aussage gegen Aussage" steht.

Ich denke, der Weg kann nur darin liegen, nach vorne zu schauen. Du schreibst, er hätte immer noch Macht über dich. Vielleicht gibt es einen Weg für dich, ihm diese Macht nicht mehr zu geben.

Ich wünsche Dir, dass du es schaffst, das alles hinter Dir zu lassen und nach vorne schauen kannst.

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Naja da du bereits beim Psychiater warst kann man aus Sicht eines "Amateur" eigentlich nur raten: Gehe weiterhin dort hin. Sowas ist für viele ein langwieriger Prozess.

Tipps aus der PSNV Ausbildung (Psychosoziale Notfallversorgung) kann ich dir nur sagen: Wenn man nach wenigen Wochen nicht aus eigener Kraft "heraus" kommt, dann braucht man Hilfe von Außen. Sei es durch Freunde oder Psychiatern. Aber auch dann ist es oft ein Prozess den man nie ganz verarbeiten kann aber man lernt mit dem Trauma umzugehen.

Wie Menschen sowas verarbeiten ist unterschiedlich. Einige müssen sich die Sache und auch akute Alltagsprobleme einfach von der Seele reden. Andere brauchen Ruhepole und beruhigende Hobbys. Andere wiederum suchen in der Action den Kick. 

Evtl. hilft dir ein Freund? Man kann mit ihm reden, dein Kopf lernt, dass Sex nicht schlimm sein muss und du kannst neues Vertrauen aufbauen. Und zur Not kann er dem Arschloch mal eine rein hauen. 

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Vielleicht könnte ein erster Schritt sein, dem Kerl sukzessive die Macht über dich zu entziehen.

Ich beschreibe in der Folge drei Strategien, welche mir bekannte Frauen, die Opfer von sexuellen Übergriffen waren, für sich erfolgreich angewendet haben. Ob eine davon für dich taugt, kannst nur du entscheiden, vielleicht inspirieren sie dich ja auch zu eigenen Ideen.

  • Nina holte sich Unterstützung von drei Freundinnen. Immer wenn sie annahm, dass auf einer Veranstaltung auch der Täter auftauchen könnte, bat sie ihre Freundinnen, sie zu begleiten. Wenn der Kerl sich Nina näherte oder sie gar ansprach oder berührte, fielen die Freundinnen buchstäblich über ihn her. Sie befingerten ihn überall und kommentierten lautstark seinen Körper und seine Kleidung. So laut, dass alle Umstehenden das hörten. Gleichzeitig drängten sie den Kerl von Nina weg. Sie ließen ihn frühestens nach 10 Minuten in Ruhe. Anfangs hatte er noch coole Sprüche, aber die vergingen ihm wohl recht bald. Nina beschrieb, dass ihr das am Anfang furchtbar unangenehm war, und sie die Aktion am liebsten abgebrochen hätte, dass sie aber bereits beim zweiten Mal spürte, wie es sie erleichterte, nicht allein zu sein. Den Moment, als sie erkannte, wie unwohl sich der Kerl fühlte, empfand sie als erste Befreiung. Er begann dann, Veranstaltungen zu meiden, wo er ihr begegnete.
  • Anke nahm eines Tages ihren ganzen Mut zusammen und rief inmitten einer Menschenmenge, als der Kerl sie berührte so laut sie konnte: "Fassen Sie mich nicht an! Ich will das nicht. Hauen Sie ab!" Durch das "Sie" ordneten auch Leute, die sie nicht kannten und nichts vom Hintergrund wussten, die Situation als unerwünschten Übergriff ein. Das tat sie auch beim nächsten Mal, sobald der Kerl ihr zu nahe kam. Er ging ihr ab dann aus dem Weg.
  • Steffi nahm sich immer als erstes auf der Party ein großes Glas mit einem Getränk, das sie randvoll füllte. Wenn der Kerl sie belästigte, schüttete sie ihm "zufällig" das Zeug über die Klamotten. Sie hat erzählt, dass sie das beim dritten Mal tatsächlich genossen hat. Danach ließ er sie in Ruhe.

Wie gesagt: Ganz sicher keine Patentrezepte. Alle Frauen haben beschrieben, dass sie mehrere Anläufe gebraucht haben, bis sie sich tatsächlich getraut haben, und dass sie in der Situation vor Angst und Peinlichkeit zunächst beinahe gestorben sind. Es tatsächlich zu tun, fühlte sich aber im Nachhinein trotzdem irgendwie gut an und machte es beim nächsten Mal leichter.

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Versuche einen anderen Psychologen, ich glaube das ist das einzige was helfen kann! Es tut mir echt leid :(

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