verfrühter Auszug und halbe Miete bei Wohngemeinschaft

3 Antworten

Ich bin hier etwas irritiert. Entweder bist du alleiniger Hauptmieter und deine Mitbewohner sind deine Untermieter oder die Mitbewohner sind ebenfalls Hauptmieter wie du, wenn sie nach deiner Meinung keine Untermieter sind. Möglich ist, dass keine SCHRIFTLICHEN Untermietverträge bestehen. Demnach bestehen mündliche Mietverträge, die dem BGB in allen § folgen. Eine mündliche Mitteilung des Mieters an dich als Vermieter über Auszug ist nicht rechtswirksam, weil dies Kündigung nicht schriftlich erfolgte. Eine Absprache zur Beendigung des Mietverhältnisses stellt sich allerdings als mündlicher Vertrag dar. Diesen Vertrag will der scheidende Mieter nicht einhalten. Darum empfehle ich dir, die Auflösung des MV nun schriftlich abzufassen und dem Mieter zur Genehmigung vorzulegen. Nimmt er die Unterschrift nicht vor, dann besteht das Mietverhältnis weiter. Er hat am 3.7.13 noch die Möglichkeit den MV dir schriftlich und ordentlich zu kündigen, damit müsste er dir bis zum 30.09.2013 weiterhin die vereinbarte Miete bezahlen, obwohl er zum 15.07.2013 ausgezogen sein kann.

Eine Absprache zur Beendigung des Mietverhältnisses stellt sich allerdings als mündlicher Vertrag dar. Diesen Vertrag will der scheidende Mieter nicht einhalten.

Was kann entschieden werden wenn ich behaupte wir haben uns auf Monatsende geeinigt, der Mieter aber behauptet die Einigung bezog sich auf den 15. des Monats ?

Danke für die Antwort!

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@derDrSnuggles

Deine Frage zeigt auf, dass du das Problem der mündliche Absprache jetzt erfasst hast. Es besteht ohne Zweifel ein mündlicher Vertrag, dessen Inhalt die Parteien unterschiedlich angeben, ohne dass eine Partei einen Beweis in den Händen hält. Du kannst bis jetzt ebenso behaupten, dass es keinen Auflösungsvertrag gäbe, dann würde das Mietverhältnis unbefristet fortzusetzen sein. Dein schriftliches Angebot zur Vertragsauflösung sollte der Mieter im eigenen Interesse annehmen, damit ihm keine weiteren Kosten infolge der Fortsetzung des MV entstehen. Anwalts- und Gerichtskosten lassen wir hier außen vor.

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Wenn sie keinen Mietvertrag mit einem Untermieter haben, können sie von diesem auch nichts verlangen. Mündliche Mietverträge gibt es nichts. Der Untermieter kann dann also machen, was er will.

Das verstehe ich anders. Mündliche Mietverträge sind ebenso rechtsverbindlich, da es sich um einen Zeitlich unverbindlichen Mietvertrag handelt.

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ich bin Hauptmieter in unserer 3er WG. Es besteht kein Untermietvertrag mit meinen Mitbewohnern. Ein Mitbewohner hat mir mündlich mitgeteilt, dass er zum Monatsende (Juli) ausziehen möchte und wir haben uns darauf geeinigt. Jetzt am Monatsanfang hat er mir nur die Hälfte der Miete überwiesen und will zum 15. des Monats gehen.

Wenn es ein unmöbliertes Zimmer war dann wäre es sogar eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Natürlich muss der Mieter die volle Miete zahlen.

Kann ich die andere Hälfte der Miete einfordern oder diese Notfalls von der mir bezahlten Kaution abziehen ?

Aber sicher doch.

MfG

johnnymcmuff

Für Mietverhältnisse über Wohnraum gelten die §§ 535 bis 548, soweit sich nicht aus den §§ 549 bis 577a etwas anderes ergibt.

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danke für die Antwort hat mir sehr weitergeholfen

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