Verfahrenskostenbeihilfe bei geteilten Anwaltskosten

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3 Antworten

Bei einer Scheidung trägt nach der Regelkostengrundentscheidung jeder selbst seine Anwaltskosten und die Gerichtskosten zur Hälfte. VKH für nur eine Partei ist ohne Probleme möglich. Deswegen kann man Frage 1 bejahen. Die Vorgehensweise nach Frage 2 ist auch möglich. Wenn du ihn beauftragst, schuldest du die Kosten alleine und andersrum. Beachten sollte man bei der VKH, dass die Kosten in den meisten Fällen per Raten zurückgezahlt werden müssen. Außerdem wird der Unterhaltsanspruch des geringverdienenden Ehegatten gegen den mehrverdienenden bei der VKH-Berechnung berücksichtigt, so dass es oft gar nicht zur VKH-Bewilligung kommt.

SHVIE 04.03.2014, 08:21

Danke rasperling 1 und Ronox,

ok, dann mache ich mich wohl doch mal auf die kompletten Anwaltskosten gefasst, und hoffe auf eine sinnvolle Absprache mit meiner Ex-Partnerin...

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Derjenige Ehegatte, der den Anwalt beauftragt, muss ihn auch bezahlen. Bei geringem Einkommen kann er dafür Prozesskostenhilfe bekommen.

Wenn Du die Scheidung einreichst, musst also nur du den Anwalt zahlen, da es auch nur dein Anwalt ist. Deine Frau ist unter gar keinem rechtlichen Gesichtspunkt verpflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen. Falls sie sich dennoch beteiligt, so übernimmt sie also freiwillig einen Teil der Kosten. Für diese freiwillig übernommenen Kosten bekommt sie aber keine Prozesskostenhilfe. Denn es wäre ja gar nicht nötig, dass sie irgendwelche Kosten zahlt.

Hey,

immer der den Anwalt beauftragt, ist grundsätzlich verpflichtet, die Kosten zu zahlen. Wenn jetzt deine Frau den Anwalt beauftragt kann sie selbstverständlich VKH beantragen und wird diese anscheinende auch bewilligt kommen.

Allerdings kann das Gericht durchaus nach deinem Einkommen fragen und dies mit einbeziehen (sonst könnte ja immer der Geringverdienende den Antrag stellen und VKH beantragen). Dann könnte es z.B. eine VKH mit Ratenzahlung geben.

Hier könnt ihr errechnen lassen, ob Sie VKH bekommt und nachfragen, wie es mit deinem Einkommen aussieht: https://www.online-scheidung-deutschland.de/scheidungskosten/prozesskostenhilfe

LG

SHVIE 02.03.2014, 12:19

Vielen Dank jurastudi.

Genau diesen Gedanken (dass dann ja immer der weniger Verdienende den Anwalt beauftragen könnte) hatte ich auch.

Aber eine VKH mit Ratenzahlung wäre ja auch schonmal nicht schlecht.

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