Veresterung des DNA-Rückgrats?

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2 Antworten

Die Abspaltung des Pyrophosphats erfolgt ohne Wasserbildung.
Das O der OH-Gruppe des oberen Zuckers bindet an den P der unteren Phosphatgruppe, die am unteren Zucker verbleibt. 
Das H der oberen OH-Gruppe geht zum O der Pyrophosphatgruppe. Da die Pyrophosphate teilweise deprotoniert sind (meist werden sie als H2P2O6-- geschrieben), spielt es keine Rolle, ob diser H am O bleibt oder schon vorher abdissoziiert wurde.

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Kommentar von PFromage
07.02.2016, 10:23

Das ist im Grund eine Esterbildung aus Säureanhydrid (Pyro) und Alkohol, da wird auch kein Wasser frei bzw. es wurde schon frei bei der Anhydridbildung.

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Die Zelle oder das Leben an sich kann natürlich nicht gegen die Regeln der Chemie arbeiten, aber sie bedient sich der Regeln auf eine ganz eigene Art und mit ganz eigenen Tricks.

Oder es greift auf Reaktionen zurück, die zur Zeit der Bildung des Lebens recht normal waren. Damals herrschten ganz eigene Bedingungen, und die Abwesenheit von Sauerstoff war nicht der erste Stolperstein.
Nukloside, -tide und -mono/di/triphosphate spielen ja heut noch eine wichtige Rolle, obwohl oder weil sie instabil sind, und weil oder obwohl sie daher viel Energie beinhalten.

Ich bin weder genügend Biologe noch Chemiker, die Bedingungen genau zu reproduzieren. Aber Gleichgewicht ist Gleichgewicht, und Katalysatoren vermögen es nicht zu verschieben.
Aber Enzyme sind häufig sehr effizient, verglichen mit technischen Katalysatoren.
Und wenn nicht, bleibt die Brute-Force-Methode, also rohe Gewalt, mit vielen ATP und NAD(P)H oder FAD(H).

Deswegen ist die Biologie eine eigene Wissenschaft, weil das eine eigene Geschichte hat, eine Evolution.

Und es gibt auch einen ganz billigen Trick, erfinderisch, nicht die Energiebilanz betreffend.
Wenn Pyropophosphat freigesetzt wird, verschiebt die spontan geschehende Spaltung des Pyrophosphats in 2 Phosphat das Gleichgewicht.

All das geht natürlich nicht gegen die Regeln der Chemie. Da geht kein O oder H verloren. Und Phosphat liegt als Hydrogen- oder Dihydrogenphosphat vor, bei normalem pH.
Rechne oder zähle das nochmal durch, die Chemie irrt nicht, die Zellen auch nicht. Auf dem Level.

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Kommentar von FragdenStein
07.02.2016, 21:26

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Mir ging es Primär um die Bindung des verbleibenden an die Desoxyribose gebundenen Phosphats an eine weitere Ribose.

Der Hinweis, dass Phosphat auch bei leicht alkalischem pH als Hydrogenphosphat vorliegt, macht das Ganze etwas klarer.

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