Verdient man als Immobilienmakler viel Geld?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hatte diese Frage schon mehrfach beantworten dürfen. Hier die Antwort:

Natürlich ist der Beruf des Immobilienmaklers ein Traumberuf (jedenfalls für mich). Dabei scheitern jedoch viele an der Realität. Dieser Beruf funktioniert nicht so, wie es uns im Fernsehen in den diversen Reality-Soaps oder durch unkundige Medien präsentiert wird. Hier drei Fakten:

•Die Umsatzrendite (Ergebnis) lag bei Immobilienmakler-Unternehmen mit mehr als 50% Umsatzanteil durch die Vermittlung von Kaufverträgen in den letzten 10 Jahren bei inzwischen durchschnittlich ca. 8,5%

•Der Umsatz pro Mitarbeiter (inkl. Organisation) lag bei rund 83.000 EUR. Das bedeutet ein Ergebnis pro Mitarbeiter von rund 7.000 EUR pro Jahr.

•Allein die Personalkosten machen fast 50% des Umsatzes aus.

(Zahlen aus einer Studie eines renommierten Instituts).

Eine sogenannte „goldene Nase“ verdienen sich nur wenige. Diese sind meist sehr gut ausgebildet, arbeiten sehr viel mehr als 40 Std in der Woche und haben lange gebraucht, um sich zu etablieren.

Also wenn du ein erfolgreicher Makler werden willst, möchte ich dich bestärken. Aber du must viel lernen (z.B. IHK – Immobilienkaufmann), Erfahrung sammeln (min. 3 Jahre bei einem erfolgreichen Maklerunternehmen) und dich auf einen harten Weg einstellen.

Viel Erfolg.

Danke :D Ich bin ja erst 13 und von daher habe ich noch Zeit :)

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@Jojoasker3000

Man kann nicht früh genug fragen. Ich habe mit 16 Jahren begonnen und zum Glück in meinem väterlichen Betrieb lernen können.

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@blumenauer

oha cool... Haben Frauen auch Chancen oder werden Männer bevorzugt?

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@Jojoasker3000

Ich selber habe in unseren früheren Makler-Betrieben (25 mit rund 400 Mitarbeitern) eine Studie durchgeführt. Frauen sind in der Maklerbranche erfolgreicher als Männer. Woran das liegt? Ein Mann muss erst beweisen, dass er ein vertrauenswürdige Person ist, bei einer Frau geht man von vorneherein davon aus. Also Maklerunternehmen, die Männer bevorzugen würden, tun sich keinen Gefallen.

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Viel ist relativ. Man muss seinen Einsatz und seine Unkosten in Relation setzen und auch bedenken, dass man als sogenannte "Ein Mann Show" keine Chancen mehr hat.

Das was Du im Fernseher siehst ist alles gestellt und gelogen. Vergiss es schnell.

Da eine befreundete Kanzlei auch berufsbedingt Einblicke in die Buchführung der größten Maklerbüros in Deutschland hat hier einmal meine Gedanken zu Deiner Frage:

Unkosten eines Maklers: - Werbekosten (unter anderem Gebühren für die Immobilienportale wie Immoscout). Hier gibt eines der grössten Maklerbüros in Deutschland jährlich Gebühren im Wert eines Einfamilienhauses aus. ...ca. 180.000.- Euro. -Benzin, Bürokosten, KFZ-Kosten -Mitarbeiterkosten (man braucht zumindest eine permanente Bürobesetzung) Wenn man das alles hochrechnet hat man schon einmal Unkosten im Wert von ca. 250.000 Euro (niedrig gerechnet) dies macht pro Monat ca. 20.000.- Euro

Du hast da noch nichts verdient. Du musst nun Immobilien im Wert von mindestens 400.000 Euro monatlich verkaufen um nur Deine Unkosten zu decken. Wenn Du auch noch von was leben möchtest dann muss Du mehr verkaufen.

Einzelmakler sind Geschichte und Du kannst Dich nur noch grösseren Maklerverbänden wie Immobilien-Konfuzius anschliessen, da Du das sonst nicht schaffst. - Dein Büro muss ständig besetzt sein -du musst Werbung machen -Du musst Besichtigungen machen -du musst Neuaufnahmen machen -Du musst die homepage pflegen und inserieren -Du musst die Bürokratie machen Das kannst Du nie und nimmer alleine wenn Du den Job ernst ausführen willst. Es sei denn Du bist Hobbymakler vom Küchentisch aus und verkaufst einmal in 2 Jahren ein Objekt

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