Verdient ein Hausarzt per Patient oder ist sein Gehalt monatlich festgelegt?

11 Antworten

Wenn der Hautarzt angestellt ist, bekommt er ein festes Gehalt.

Wenn Der Hautarzt selbständig ist, rechnet er die einzelne Leistung ab. Das heißt aber nicht, dass er sie auch bezahlt bekommt.

Ein Arzt überträgt alle 3 Monate die erbrachten Leistungen an die Kassenärztliche Vereinigung. Diese prüft die Leistungen auf Richtigkeit, Plausibilität und Wirtschaftlichkeit. Es kann also sein, dass der Arzt eine Leistung zwar erbracht hat, aber sie nicht im zeitlichen Zusammenhang mit einer zweiten Leistung abrechnen darf. Oder eine Leistung erst wieder nach z. B. 6 Monaten abgerechnet werden darf. Dann wird sie nicht bezahlt.

Die Kassenärztliche Vereinigung leitet dann die Abrechnung des Arztes an die Krankenkassen weiter. Die Krankenkassen bezahlen aber nur eine vorher festgelegte Summe (Budget) an die KZV, die das Geld wiederum den Ärzten auszahlt. Reicht das Budget nicht, um alle erbrachten Leistungen zu den zwischen der KZV und den KK ausgehandelten Konditionen (Punktwert) zu bezahlen, muss die KZV das Geld unter den Ärzten aufteilen. Es kann also sein, dass der Arzt zwar Leistungen im Wert von 100.- € erbracht hat und abrechnet, aber nur 90.- € ausbezahlt bekommt.

Niedergelassene Ärzte sind Freiberufler, die rechnen pro erbrachter Leistung mit der Krankenkasse ab, Privatpatienten bekommen die Rechnung zugeschickt.

In großen Praxen gibt es manchmal angestellte Fachärzte, die bekommen ein Gehalt.

Je nachdem was er für ein Arzt ist. Pro Patient auf jedenfall. Nur wird einem Gynäkologen nur eine Behandlung pro Quartal pro Patient bezahlt. Egal wie oft dieser kommt. Bei Orthopäden und Chirurgen sieht das wieder anders aus.

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