Verdient das Christentum die heftige Kritik von heutzutage?

17 Antworten

Die Kirche - vorzugsweise die katholische Kirche - hat im Mittelalter äußerst brutal geherrscht.

Hexenverfolgung/Verbrennung, Ablasshandel und Inquisition sind sehr sehr dunkle Kapitel der Kirche.

Noch heute handelt die Kirche nicht ansatzweise, wie man es erwarten könnte, erwarten müsste.

Haben die etwa was gegen Hitler unternommen ? Aber nein, im Gegenteil, es gab ja viel Geld - und das gilt bis heute.

Kirchensteuer, zusätzlich werden die Gehälter vom Staat und somit vom Steuerzahler bezahlt ...

Statt den Armen zu helfen sitzen die Bistümer auf Milliarden und abermiliarden an Immobilien, Gold und Firmenbeteiligungen.

Der Vatikan verdient viel Geld mit der Antibabypille und dem Handel an den Börsen.

Aber ein Bruchteil dieses Geldes könnte den Welthunger beenden.

Nur wenige Fälle von Missbrauch durch Kirchenvertreter sind erst aufgedeckt, die Dunkelziffer liegt weit höher.

Nun ist das psychologisch erklärbar, da Menschen mit Pädophilen Neigungen oft soziale Berufe suchen, insbesondere welche, wo die mit Kindern arbeiten können.

Knabenchor, Meßdiener ...

Ist auch kein neues Problem - aber der Vatikan wendet viel Energie für die Vertuschung auf.

Die evangelische Kirche - nach Luther - hat versucht die dunklen Kapitel hinter sich zu lassen.

Aber für Geld sind Menschen immer empfänglich, so dauerte es nicht sehr lange, bis auch dort erste Probleme erkennbar würden.

Wenigstens dürfen sie heiraten und somit Sex haben.

Dadurch bleiben einige Jungs verschont.

im Mittelalter gab nur eine Kirche. Da waren die Protestanten noch katholisch. Und danach war Luther der größte aber wirklich der allergrößte Hexen- und Judenhasser.

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@RudolfFischer

Das ist - leider - korrekt. Und furchtbar schlimm.

Aber ob Luther, wie von adelaide behauptet, wirklich der "größte" Hexen- und Judenhasser war? Ich wage es zu bezweifeln.

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@adelaide196970

Ich bin (fast) immer misstrauisch, adelaide, wenn jemand behauptet, etwas sei "wirklich" so gewesen, aber keine Belege für eine steile These liefert.

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Noch heute handelt die Kirche nicht ansatzweise, wie man es erwarten könnte, erwarten müsste. Und das ist gut so. Nur so ist sie als moralische Instanz glaubwürdig. Sie tritt vielen auf die Füße, die andere Erwartungen haben. https://www.katholisch.de/aktuelles/themenseiten/christenverfolgung

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@Maya36

Gerade als "moralische Instanz" ist sie nicht glaubwürdig, weil sie die Verbreitung von HIV/AIDS gefördert hat (keine Kondome) und sexuell missbrauchende Täter in ihren eigenen Reihen vor Strafverfolgung schützt.

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@Maya36

Eine moralische Instanz lässt keine Kinder verhungern...wusstest Du, das man kürzlich die Knochen von mehreren Kindern im Vatikan fand ? Eine davon war die Tochter eines Gardisten ...die 1983 spurlos verschwand... Willst Du mehr wissen, über Deine Kirche ?

Dann geh auf die Suche...

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Mal abgesehen von den schon erwähnten Dingen wie Kreuzzügen, Hexenverbrennungen usw. sind viele Ansichten der Kirche nicht mehr zeitgemäß. Das bringt einiges an Kritik.

Wie kein Sex vor der Ehe, Thema Verhütung etc.

Zudem sehe ich für meinen Teil nicht ein warum ich einiges dafür abdrücken soll nur um mich Mitglied nennen zu dürfen.

Nein. Nicht die Christen verfolgen Ketzer sondern Christen werden verfolgt--besonders in muslimischen Ländern: https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/weltverfolgungsindex-karte

Allerdings ist man in Deutschland Christen gegenüber besonders kritisch. Das ist besonders einfach, da nur noch wenige den Maßstab kennen, der für Christen die einzige Basis sein sollte: Die Bibel.

Die Zahl der heute verfolgten Christen ist maßlos über trieben. In Wirklichkeit wurden die allermeisten Christen über die Jahrhunderte durch andere Christen wegen ihres Glaubens oder weil sie irgendwie anders waren, ermordet, beraubt, geschändet, ausgegrenzt und gemobbt. Nur ein Beispiel von vielen: der Kreuzzug gegen die Katharer.

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Die werden vornehmlich dort verfolgt, wo sie, historisch gesehen, nichts zu suchen hatten und wo sie sich durch ihre Missioniererei unbeliebt gemacht haben, ganze Ethnien vernichteten und bis dahin unbekannte Krankheiten einschleppten!

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Das ist richtig was Du schreibst.

Nur darf man dabei nicht übersehen, dass es in der Vergangenheit gerade die kath. Kirche gewesen ist, die Jahrhunderte lang in Verbindung mit dem Staat(Staaskirche) Menschen verfolgte, Zwangbekehrungen und Ketzerkreuzzüge durchführte. Menschen aus Glaubensgründen einsperrte, tötete oder des Landes verwiesen hat.

Wobei die INQUISITION seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle spielte. Indem man Menschen ausforschte, wenn sie den kath. Glaubensvorstellungen nicht zustimmten. Bzw. jede Ketzerei verfolgte und auch versuchte auszurotten.

Noch im 18. Jhd. wurden aus Glaubensgründen In Österreich, Salzburger, Tiroler Protesdanten usw. viele Protestandten des Landes verwiesen. Und wo auch immer wieder Juden verfolgt und des Landes verwiesen wurden.

Oder indem die kath. Kirche und auch die angelkanische Kirche nichts gegen die jahrhundertlange Sklaverei unternahm, wo viele Menschen aus Afrika in die Kolonien verkauft wurden. Und die als billige Arbeitskräfte arbeiten musste.

Dieselbe Unterdrückung und Ausbeutung geschah genauso mit den Einwohnern Australiens, Südamerikas, Neuseelands, Afrikas usw. Von christliche Humanität war da überhaupt nichts zu sehen.

Erst die Aufklärung führte zu politischen und geselllschaftlichen Veränderungen wo sich die Lage der unterdrückten Memschen änderte. Und die auch zu den Menschenrechten und letztlich zur demokratischen Staatsform führte.

Die aber bis heute von der kath. Kirche nicht parktiziert wird, weil sie ein monarchistisches Herrschaftssystem darstellt. Und bis heute auch den Frauen keine Gleichberechtgung in der Kirche zubilligt, obwohl sie sich selber auf die demokratischen Rechte beruft, wenn es um ihre Religionsrechte geht. Und genauso wenig den Gläubigen ein Mitsprache-, ein Mitentscheidungs- und Wahlrecht zubilligt.

Alles das, was für uns heute selbstverständlich ist hat es in den vergangenen 1500 Jahren nicht gegeben. Und es hätte sich auch nichts geändert wenn man der Kirche die Aufklärung mehr oder weniger nicht aufgezwungen hätte, so wie das von einer Chefredakteurin einer bekannten Tageszeitung formuliert wurde.

Leider gibt es heute schon wieder diese religiösen Bevormungsdendenzen in Polen und in Ungarn, aber auch unter den fundamentalistischen christlichen Kirchen in den USA oder auch in verschiedenen Missionsgebieten, wo Geistlichen, Prediger oder Pastoren einen Druck auf die Politiker ausüben, damit diese ihren Vorstellungen folgen, und verlangen, dass sie auch gesellschaftlich umgesetzt werden. Und wo Politiker wieder mitspielen, wenn es um ihre Wahl geht.

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Ja.

Doch du hast Recht, dass man Sachen auch in ihrem Kontext sehen muss und dass nichts perfekt ist.

Doch es scheint wichtig, den Anspruch zu widerlegen, es sei "die Religion der Liebe". Das stimmt auf die Geschichte bezogen nicht.

Natürlich ist es klar, dass alles, was auf die Realität stösst, die Reinheit des Idealismus verliert...

Trotzdem kann man meiner Meinung nach Christentum heute nicht so predigen, als seien all die Gräueltaten der Geschichte nie geschehen...

Insbesondere sollte man sie in Betracht ziehen, wenn man das Christentum mit anderen Religionen vergleicht: man muss Realität mit Realität vergleichen, nicht christliches Ideal mit Realität anderer Religionen...

Meiner Meinung nach verliert jede Religion/Ideologie ihre "Unschuld", sobald sie Macht hat......übrigens auch der Glaube an Menschenrechte & Demokratie & Rationalismus. Auf der anderen Seite können auch aggressive Ideologien durch den Trott des Alltags ihre Schärfe verlieren...

Christen vielleicht schon; Christus aber nicht...

Christen sind Menschen und machen Fehler; Christus aber nicht...

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