Verdienst über 450 Euro irgendwo melden?

4 Antworten

ich arbeite an der Uni und man darf ja nur bis 450 Brutto steuerfrei arbeiten, so mein Wissensstand zumindest.

Nö.

Besteuerung setzt erst ein, wenn das zu versteuernde Einkommen 9.168,- € im Jahr übersteigt. Umgesetzt auf einen Bruttolohn wären das fast 1.100,- € im Monat (Klasse I).

Ab 450,01 € setzt die Sozialversicherungspflicht ein, wobei die bei Studenten ja ohnehin eingeschränkt ist. Und die Möglichkeit der Pauschalversteuerung durch den Arbeitgeber entfällt aber wie gesagt Steuerabzüge gibt es da noch nicht.

Muss ich den Zuvielverdienst irgendwo melden oder wie funktioniert das?

Nein, die Grenze darf 3 mal im Jahr überschritten werden, wenn dies unvorhergesehen passiert ist und du im Jahr nicht über 5.400,- € kommst.

Wieso suchst du dir keine Werkstudendenstelle?

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Hi Bobo987,

da hilft dir die minijob-zentrale.de gerne weiter:

Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet

Zahlen Sie Ihrem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst Ihres Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.
Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.
Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie erkennen können, dass Ihr Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.

Näheres in der minijob-zentrale.de unter minijobs gewerblich -> 450-Euro-Minijobs -> Entgeltgrenze bzw. in dem Link hier: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

Gruß siola55

...ich arbeite an der Uni und man darf ja nur bis 450 Brutto steuerfrei arbeiten, so mein Wissensstand zumindest.

Stimmt so leider nicht- jede Tätigkeit ist zu versteuern, egal ob vom Arbeitgeber pauschalversteuert oder vom Arbeitnehmer als lohnversteuert!

Falls der Arbeitgeber die 2% Pauschalsteuer für dich entrichtet, dann mußt du diesen Minijob nicht in deiner Einkommensteuererklärung angeben ;-)

Andernfalls mußt du diesen 450-Euro-Minijob (nach deinem Wissenstand "steuerfreien" Minijob) in deiner Ek-St.erklärung angeben :-((

PS: Also einkommensteuerfrei waren in 2018 satte 9.000€ + 1.000€ Werbungskostenpauschale, also insgesamt 10.000€ ;-)

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Die 450 EUR pro Monat bzw. 5.400 EUR pro Jahr sind kein Freibetrag, sondern eine Freigrenze. Sobald Du auch nur 1 EUR darüber liegst, wirst Du steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Da es ja auch Jobs gibt, die unterschiedliche Arbeitsvolumina beinhalten (Urlaubsvertretungen, Saisonarbeit), gibt es die Jahresgrenze. Solange diese nicht überschritten ist, ist es immer noch ein Minijob. Arbeite einfach im nächsten Monat weniger, dann passt es wieder.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

...gibt es die Jahresgrenze. Solange diese nicht überschritten ist, ist es immer noch ein Minijob.

Stimmt so nicht ganz: Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Näheres in der minijob-zentrale.de: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

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